{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-01-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-65-42--_2000-01-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005183.pdf?ID=150005183", "Checksum": "ee77b57f07a498702c68476793a31e17"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.42 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 26.01.2000 JAAC 65.42 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 26.01.2000 JAAC 65.42 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 26.01.2000 JAAC 65.42 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:17", "Checksum": "e2bbed9d7933f365f8f8ea56802ff8ec", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 26.01.2000 JAAC 65.42 \r\n\n 3\nIm vorliegenden Fall stellte sich für die PRK zunächst die Frage, ob ein\nRückgriff auf den Beschwerdeführer nicht richtigerweise gestützt auf\nden Bundesbeschluss vom 30. März 1949 über die Verwaltung der Armee\n(BVA, SR 510.30) hätte erfolgen sollen, welcher in Art. 106 bzw. Art. 124 die\nZuständigkeit der Rekurskommission VBS begründet. Indes ist der BVA\neinzig auf Personen anwendbar, welche dem Bundesgesetz vom 3. Februar\n1995 über die Armee und die Militärverwaltung (Militärgesetz [MG], SR\n510.10) unterstehen (vgl. Ingress BVA). Gemäss Art. 135 MG haftet der Bund\nunabhängig vom Verschulden für den Schaden, welche Angehörige der Armee\noder die Truppe einem Dritten widerrechtlich entweder durch eine besonders\ngefährliche militärische Tätigkeit oder in Ausübung einer anderen dienstlichen\nTätigkeit zufügen. Da der Beschwerdeführer den Unfall als ziviler Angestellter\nnach Angestelltenordnung vom 10. November 1959 (AngO, SR 172.221.104)\nverursachte, sich mithin nicht im Militärdienst befand, keine Uniform trug und\nauch nicht soldberechtigt war, kann er (für den Zeitpunkt des Unfalls) nicht als\n«Angehöriger der Armee» bezeichnet werden. Somit richtet sich der Rückgriff\nfür den dem Bund entstandenen Schaden nach Art. 8 und 10 VG sowie nach\nArt. 5 der Verordnung vom 30. Dezember 1958 zum Verantwortlichkeitsgesetz\n(Verordnung zum VG, SR 170.321). Die sachliche Zuständigkeit der PRK wird\ndurch Art. 10 Abs. 1 VG sowie Art. 5 Abs. 2 der Verordnung zum VG begründet.\nc.aa. Die funktionelle Zuständigkeitsordnung beschreibt die Stufen,\ndie eine Streitsache zu durchlaufen hat, wenn sie mit einem ordentlichen\nRechtsmittel von der ersten bis zur letzten Instanz geführt wird\n(Zimmerli/Kälin/Kiener, a.a.O., S. 65).\nGemäss der einschlägigen beamtenrechtlichen Rechtsmittelordnung ist die\nPRK unter anderem Beschwerdeinstanz gegenüber Beschwerdeentscheiden\nund erstinstanzlichen Verfügungen der Departemente, der Bundeskanzlei, der\nOberzolldirektion und letzter Instanzen autonomer eidgenössischer Anstalten\noder Betriebe (Art. 58 Abs. 2 Bst. b Ziff. 3 BtG; Art. 79 AngO; Art. 72 der\nBeamtenordnung [1] vom 10. November 1959 [BO 1], SR 172.221.101; Art. 91\nder Beamtenordnung [2] vom 15. März 1993 [BO 2], SR 172.221.102.1; Art. 98\nder Beamtenordnung [3] vom 29. Dezember 1964 [BO 3], SR 172.221.103).\nDaraus erhellt, dass die PRK - abgesehen vom Fall des Sprungrekurses\ngemäss Art. 47 Abs. 2 VwVG - funktionell nie zuständig ist für Beschwerden\ngegen erstinstanzliche Entscheide bzw. Verfügungen von Ämtern oder\nGruppen (André Moser, Der Rechtsschutz im Bund, in: Peter Helbling / Tomas\nPoledna [Hrsg.], Personalrecht des öffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 553).\nVerfügt in erster Instanz nicht ein Departement bzw. die Bundeskanzlei, die\nOberzolldirektion oder die oberste Instanz einer autonomen Anstalt bzw.\neines autonomen Betriebs, muss zuerst ein verwaltungsinternes Rechtsmittel\nergriffen werden, bevor die funktionelle Zuständigkeit der PRK gegeben ist.\nbb. Nach Art. 10 VG erlässt die «zuständige Behörde» die notwendige\nVerfügung über streitige Ansprüche des Bundes, welche sich unter anderem\naus den Art. 7 bzw. Art. 8 VG ergeben können. Art. 5 Abs. 1 der Verordnung\nzum VG präzisiert sodann, dass die «zuständige Behörde» jene sein soll,\nwelche nach dem Beamtengesetz und den ergänzenden Erlassen «zuständig»\nist. Damit kann sinnvollerweise nur gemeint sein, dass die Wahlbehörde,\nwelche gemäss der beamtenrechtlichen Ordnung zum Erlass von Verfügungen\nbetreffend das Dienstverhältnis zuständig ist, als zuständige Behörde für\nRückgriffsfragen bezeichnet wird. Dies ist denn auch sachgerecht, handelt\n\n"}