{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-06-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-64-38--_1999-06-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004727.pdf?ID=150004727", "Checksum": "42656c298d68ff41602cb12a1a68a853"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 22.06.1999 JAAC 64.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 22.06.1999 JAAC 64.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 22.06.1999 JAAC 64.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:54", "Checksum": "cda7fb979d7d24f3380e5a49c9886208", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 22.06.1999 JAAC 64.38 \r\n\n 7\nbedeutet das nicht, dass die Vorinstanz deswegen das ihr zukommende\nErmessen verletzt hätte, wenn sie sich nicht auf einen teilweisen Entzug\ndes Dienstaltersgeschenkes beschränkte. Der Beschwerdeführer hat als\nMissionschef eine ausgesprochene Vertrauensstellung inne. Mit seinem\nVerhalten, das vorerst zur blossen Wiederwahl mit Vorbehalt führte und\ndas auch in der neuen Amtsdauer berechtigten Anlass zu Beanstandungen gab,\nhat er dieses Vertrauensverhältnis in nicht leichter Weise beeinträchtigt. Es\nist deshalb gerechtfertigt, das Dienstaltersgeschenk ungeachtet der teilweise\nguten Leistungen vollständig zu entziehen. Der Beschwerdeführer hat zudem\nnicht nur eine ausgesprochene Vertrauensstellung inne, sondern übt als\nMissionschef auch ein Amt aus, das in der Überklasse eingereiht ist und von\ndessen Inhaber erwartet werden darf, dass Leistung und Verhalten in jeder\nHinsicht vorzüglich sind. Fehlt es daran in einem Teilbereich, ohne dass sich\nsagen liesse, es liege nur ein Einzelfall vor, so rechtfertigt das die vollständige\nVerweigerung des Dienstaltersgeschenkes. Dass diese Massnahme bisher nur\nselten verfügt worden ist, ändert daran nichts. Das gilt nur schon deswegen,\nweil Art. 80 Abs. 7 BO 3, der die Verweigerung des Dienstaltersgeschenkes bei\nungenügender Leistung oder ungenügendem Verhalten vorsieht, erst seit dem\n1. Januar 1996 in Kraft steht (AS 1995 5087). Unerheblich ist zudem, dass das\nungenügende Verhalten des Beschwerdeführers, soweit es den Zeitraum vor\ndem 1. Januar 1997 betrifft, bereits die Wiederwahl mit Vorbehalt zur Folge\nhatte. Der Einwand, beide Massnahmen kämen für den Beschwerdeführer\neiner Strafe gleich, geht an der Sache vorbei. Wiederwahl mit Vorbehalt\nund Entzug des Dienstaltersgeschenkes sind dienstrechtliche Massnahmen,\nnicht strafrechtliche Sanktionen. Sie kommen in Betracht, wenn Leistung\noder Verhalten eines Beamten ungenügend sind. Sie schliessen einander\nnicht aus, sondern können kumulativ angeordnet werden. Haltlos ist der\nEinwand, der Entzug des Dienstaltersgeschenkes müsse unterbleiben,\nweil das bundesgerichtliche Urteil über die bloss mit Vorbehalt erfolgte\nWiederwahl des Beschwerdeführers an die Öffentlichkeit gelangt sei. Die\nMassnahme wirkt sich auch unter Berücksichtigung dieses Umstandes nicht\nals unverhältnismässig aus. Namentlich steht das Ziel der Massnahme nicht in\neinem offensichtlichen Missverhältnis zur Eingriffswirkung beim Betroffenen.\nDie Beschwerde wurde von der PRK mit Entscheid vom 22. Juni 1999\nabgewiesen.\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 64.38 - Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 22. Juni 1999\ni.S. S. [PRK 1999-001]).\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2000\nAnnée\nAnno\n\nBand 64\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 727\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}