{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-01-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-63-44--_1999-01-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004271.pdf?ID=150004271", "Checksum": "62837bc76aad13e01af17a0a11a5e20a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 21.01.1999 JAAC 63.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 21.01.1999 JAAC 63.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 21.01.1999 JAAC 63.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:23", "Checksum": "026f39bb5350c9e7b7ba17badebac2bc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 21.01.1999 JAAC 63.44 \r\n\n 2\nursprünglichen Fassung des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren\nvom 20. Dezember 1968. In seiner Botschaft an die Bundesversammlung vom\n24. September 1965 hielt der Bundesrat zu Art. 18-21 des Entwurfs fest, die\nBestimmungen über die Fristen deckten sich im wesentlichen mit Art. 32-35\nOG (BBl 1965 II 1367). Mit Bezug auf den Fristenstillstand kann vermerkt\nwerden, dass gemäss Art. 23bis Abs. 1 Bst. g des alten Bundesgesetzes vom\n26. März 1914 über die Organisation der Bundesverwaltung unter anderem die\nBestimmung von Art. 34 OG auf das Verfahren vor der Bundesverwaltung\nund vor dem Bundesrat anwendbar war. Mit dem Inkrafttreten des\nBundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968\nwurde Art. 23bis des alten Bundesgesetzes vom 26. März 1914 über die\nOrganisation der Bundesverwaltung dann aufgehoben (vgl. Art. 80 Bst. a\nVwVG). Der Gesetzgeber schaffte mit anderen Worten für das Verfahren vor\nden Behörden der Bundesverwaltung die Gerichtsferien ab. Dies freilich nur\nvorübergehend. Denn Nationalrätin Josi Meier reichte zehn Jahre später, am\n25. Oktober 1978, ein Postulat folgenden Inhalts ein:\n«Zum Schutze der Rechtssuchenden sei für die in bundesrechtlich geordneten\nVerwaltungsverfahren vorgesehenen gesetzlichen Fristen ein Stillstand\n(Gerichtsferien) vorzusehen, der zeitlich an die entsprechenden Bestimmungen\ndes OG anknüpft.»\nDas Anliegen des Postulates Meier wurde in die OG-Revision 1985 bzw.\nnach deren Verwerfung im Jahre 1990 in die Neuauflage 1991 mit den\nunbestritten gebliebenen Massnahmen aufgenommen und durch den\nAnhang Ziff. 3 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 als Art. 22a\nins VwVG eingefügt. Dieser Rückblick zeigt, dass OG und VwVG mit\nBezug auf die Frist- und Gerichtsferienbestimmungen eng miteinander\nverknüpft sind (vgl. Alfred Kölz / Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren\nund Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 340).\nAllein aufgrund der leicht unterschiedlichen Formulierung der Texte von\nArt. 32 Abs. 1 OG und Art. 20 Abs. 1 VwVG (bei gleichlautenden Marginalien)\nerscheint es denn auch keineswegs zwingend, für die Fristberechnung\nbei Ablauf der Gerichtsferien im Verfahren vor der Eidgenössischen\nPersonalrekurskommission eine strengere Praxis einzuführen als vor\ndem Bundesgericht, zumal die rechtlichen Konsequenzen und Nachteile\nim Falle eines Fristversäumnisses sowohl im verwaltungsgerichtlichen\nwie im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren die gleichen sind (vgl.\nAttilio R. Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, Diss.\nZürich 1991, S. 98). Eine analoge Weiterführung der Rechtsprechung des\nBundesgerichts zu Art. 32 Abs. 1 OG rechtfertigt sich um so mehr, als sich\ndiese erst vor zwei Jahren (vgl. BGE 122 V 60 ff.; Marco Borghi / Guido Corti,\nCompendio di procedura amministrativa, Lugano 1997, S. 67 N. 4 zu Art. 13)\ngefestigt hat und man auch diesbezüglich mit guten Argumenten eine\nstrengere Auffassung hätte vertreten können (in diesem Sinne insbesondere\nJean-François Poudret, Commentaire de la loi fédérale d’organisation judiciaire,\nBand I, N. 2.2 zu Art. 32 und N. 2.3. zu Art. 34 OG). Hingewiesen werden kann\nin diesem Zusammenhang ferner darauf, dass z. B. auch für den Kanton\nTessin vorgeschlagen wird, die Rechtsprechung gemäss BGE 122 V 60 zu\nübernehmen, wobei allerdings die massgebenden Gesetzestexte offenbar\nmit jenen des OG wörtlich übereinstimmen (vgl. Borghi/Corti, a.a.O.). Nach der\nRechtsprechung des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen beginnt bei\n\n"}