{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-12-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-62-36--_1996-12-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003890.pdf?ID=150003890", "Checksum": "b9c09f1cf611c8a7b47453e10eaf5080"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:54", "Checksum": "f24d74ac4fe0b83a4432c4e2e1decffc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 17.12.1996 JAAC 62.36 \r\n\n 8\nIm Gegensatz zur AO SBB gilt die Sperrfrist während Dienstleistungen nach\nArt. 8 Abs. 4 Bst. a AngO ausdrücklich auch für Militärischen Frauendienst\nund Rotkreuzdienst. Nach dem Wortlaut der Vorschrift und im Gegensatz\nzu Art. 336c Bst. a OR ist die Sperrfrist aber auf die Dauer der eigentlichen\nDienstleistung beschränkt.\nKeine Bestimmungen über die Beendigung des Dienstverhältnisses zur Unzeit\nenthalten das Beamtengesetz vom 30. Juni 1927 (BtG, SR 172.221.10), und\ndie Beamtenordnung (1) vom 10. November 1959 (BO 1, SR 172.221.101),\nBeamtenordnung (2) vom 15. März 1993 (BO 2, SR 172.221.102) und\nBeamtenordnung (3) vom 29. Dezember 1964 (BO 3, SR 172.221.103). Dies\nerklärt sich indes ohne weiteres daraus, dass das Beamtenverhältnis auf\nAmtsdauer begründet wird und nicht durch ordentliche Kündigung beendet\nwerden kann. Sowohl für die Beendigung des Dienstverhältnisses durch\nNichtwiederwahl als auch für die Beendigung während der Amtsdauer, soweit\ndiese möglich ist, gelten daher keine Sperrfristen (vgl. VPB 59. 2, S. 22 ff.).\nd. Vor dem Inkrafttreten der geltenden Fassung von Art. 336c OR am 1. Januar\n1989 (AS 1988 1474 f.) war die Kündigung zur Unzeit in Art. 336e aOR geregelt.\nDiese Bestimmung war mit der Revision des Arbeitsvertragsrechts von\n1971 in das OR aufgenommen worden. Sie hatte bereits eine Sperrfrist\nwährend Krankheit statuiert (Art. 336e Abs. 1 Bst. b aOR). Bis dahin kannte\ndas Dienstvertragsrecht des OR keine diesbezüglichen Bestimmungen.\nSperrfristen waren jedoch in Spezialgesetzen enthalten, so im Fabrikgesetz\nvon 1914, das zugunsten der Fabrikarbeiter Kündigungsverbote bei Krankheit,\nUnfall, Militärdienst und Schwangerschaft aufgestellt hatte. Eine Sperrfrist\nkannte zudem das Bundesgesetz über die Beschränkung der Kündigung bei\nMilitärdienst vom 1. April 1949 (vgl. Staehelin/Vischer, a. a. O., N. 2 zu Art. 336e\nOR; Ullin Streiff / Adrian von Kaenel, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht,\n5. Aufl., Zürich 1992, N. 1 zu Art. 336c OR).\nDie heute geltende AO SBB stammt aus dem Jahre 1993. Sie ersetzte die\nAO SBB vom 20. Dezember 1968 (vgl. Art. 74 Abs. 1 AO SBB). Die AngO\nwurde am 10. November 1959 erlassen. Art. 8 AngO, welcher Sperrfristen\nwährend Dienstleistung und Schwangerschaft enthält, wurde in der geltenden\nFassung am 27. Dezember 1967 in die Verordnung eingefügt (AS 1968 130).\nBei dieser Sachlage kann man sich fragen, ob das Fehlen der Sperrfrist\nbei Krankheit in der AO SBB - und gleichermassen in der AngO - seinen\nGrund einzig darin hat, dass die AO SBB und die Bestimmung über die\nSperrfristen in der AngO noch vor dem 25. Juni 1971 erlassen wurden, d. h.\nnoch vor dem Zeitpunkt, in welchem das neue Arbeitsvertragsrecht mit den\nSperrfristen, wie sie im wesentlichen auch heute in Art. 336c OR enthalten\nsind, in Kraft trat. Die Frage ist jedoch zu verneinen. Die Botschaft zum\nneuen Arbeitsvertragsrecht datiert vom 25. Oktober 1967 (BBl 1967 II 241 ff.).\nDer Entwurf des Bundesrates sah bereits eine Sperrfrist bei Krankheit vor\n(Art. 336e Abs. 1 Bst. b des Entwurfs; vgl. auch BBl 1967 II 281, 377). In der\nBotschaft wird insbesondere auch ausgeführt, die beabsichtigte Regelung der\nzeitlichen Kündigungsbeschränkungen sei im Vernehmlassungsverfahren\nauf keine grundsätzliche Ablehnung gestossen (BBl 1967 II 378). Schon\naus diesem Grunde lässt sich nicht zwingend schliessen, bei Erlass der AO\nSBB und der AngO für die allgemeine Bundesverwaltung im Jahre 1968 sei\ndie Revision des Arbeitsvertragsrechtes noch unbeachtet geblieben. Beide\nErlasse sind im übrigen in der Folge revidiert worden. Wäre anzunehmen,\n\n"}