{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-12-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-62-36--_1996-12-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003890.pdf?ID=150003890", "Checksum": "b9c09f1cf611c8a7b47453e10eaf5080"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 17.12.1996 JAAC 62.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:54", "Checksum": "f24d74ac4fe0b83a4432c4e2e1decffc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 17.12.1996 JAAC 62.36 \r\n\n JAAC 62.36\n\nEntscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission\nvom 17. Dezember 1996; vom Bundesgericht mit\nUrteil vom 9. Juli 1997 bestätigt\n\nArt. 69 RE CFF. Résiliation des rapports de service en cas de maladie.\nDroit d’être entendu. Il peut être justifié de limiter le délai pour\ns’exprimer à quelques jours pour tenir compte de l’urgence du cas\nd’espèce.\nNi le règlement des employés CFF ni le règlement des employés de\nl’administration fédérale ne prévoient de restriction temporelle à\nla résiliation des rapports de service en cas de maladie. Il ressort\nde l’interprétation historique aussi bien que de l’interprétation\ntéléologique qu’il s’agit là d’un silence qualifié.\n\nArt. 69 AO SBB. Auflösung des Dienstverhältnisses bei Krankheit.\nRechtliches Gehör. Die Beschränkung einer Frist zur Äusserung auf\nwenige Tage kann gerechtfertigt sein, um die zeitliche Dringlichkeit der\nAngelegenheit zu berücksichtigen.\nDie Angestelltenordnung SBB und die Angestelltenordnung\nder allgemeinen Bundesverwaltung kennen die zeitliche\nKündigungsbeschränkung bei Krankheit nicht. Sowohl die historische\nals auch die teleologische Auslegung ergibt, dass es sich dabei um ein\nqualifiziertes Schweigen handelt.\n\n1\nArt. 69 RI FFS. Scioglimento del rapporto di servizio in caso di malattia.\nDiritto di essere sentito. La limitazione a pochi giorni di un termine per\nesprimersi può essere giustificata, per tener conto dell’urgenza della\npratica.\nNé il Regolamento degli impiegati FFS né quello degli impiegati\ndell’amministrazione generale della Confederazione prevedono\nla limitazione temporale del diritto di sciogliere il rapporto di\nservizio in caso di malattia. Sia dall’interpretazione storica, sia\ndall’interpretazione teleologica risulta che si tratta di un silenzio\nqualificato.\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. A., geb. 1963, ist türkischer Staatsangehöriger, verheiratet und Vater von\nzwei minderjährigen Kindern. Er wurde am 1. Juli 1991 durch die SBB als\nBetriebsangestellter für den Rangierdienst in B. angestellt. Ab 1. November\n1992 wurde A. dem Wagenreinigungsdienst der Bahnhofinspektion B. zugeteilt.\nSpäter wurde er wieder in den Rangierdienst und nachfolgend in den\nWagenreinigungsdienst versetzt. Seit 1. September 1995 ist A. erneut dem\nRangierdienst zugewiesen, nachdem sich ergeben hat, dass er an einer\nHautallergie leidet und von Arbeiten befreit werden muss, bei denen er in\ndirekten Kontakt mit Reinigungsmitteln kommt.\nAm 3. Oktober 1995 verlangte A. bei der Bahnhofinspektion B. ein Gespräch\nwegen bestehender Rückenschmerzen. Er legte eine Mitteilung des\nbehandelnden Arztes, Dr. L., vor, in welcher dieser eine bahnärztliche\nUntersuchung beantragte. Der Bahnärztliche Dienst (BAD) nahm dazu\nzuhanden der vorgesetzten Stelle Stellung und führte aus, Dr. L. beantrage, A.\neinerseits wegen seiner nicht sehr kräftigen Konstitution, anderseits wegen\nseiner Neigung, sich die Füsse zu vertreten, wenn möglich ausserhalb des\nRangierdienstes zu beschäftigen. Die zuständige Ärztin des BAD erklärte\nam 17. November 1995, ihrer Beurteilung nach sei dieser Antrag vernünftig.\nIm bestehenden Zeitpunkt sei auf Grund der medizinischen Situation eine\nVersetzung nicht zwingend. Damit könne aber nicht ausgeschlossen werden,\ndass zu einem späteren Zeitpunkt ein Untauglichkeitsentscheid für einen\nEinsatz im Rangierdienst ausgesprochen werden müsse. Das werde vom\nweiteren Verlauf und namentlich davon abhängen, in welcher Weise A. für\nden Rangierdienst motiviert sei.\nAnlässlich einer Besprechung vom 8. Dezember 1995 vertrat A. die Ansicht,\nzur Zeit sei ein Dispens vom Rangierdienst nicht nötig. Er mache momentan\nPhysiotherapie und der bestehende Zustand sei befriedigend. Er habe\nsich nach Frenkendorf gemeldet, nicht zuletzt in der Hoffnung, dass der\nRangierdienst dort körperlich etwas weniger streng sei. Er sei sehr für den\nRangierdienst motiviert. In der Aktennotiz zu dieser Besprechung wird sodann\nausgeführt, dass mit Blick auf das Eintrittsdatum die Rückenproblematik von\nA. mit grösster Sorgfalt geprüft werden müsse. Es frage sich, was geschehe,\nwenn nach dem 1. Juli 1996 wieder Probleme auftauchen sollten.\n\n"}