{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-05-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-62-19--_1997-05-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003830.pdf?ID=150003830", "Checksum": "896e4a2d91ecebecf4a5edc39c8f318c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.19 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 20.05.1997 JAAC 62.19 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 20.05.1997 JAAC 62.19 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 20.05.1997 JAAC 62.19 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:15", "Checksum": "edc489648b3663c8cd3d5ff0e9df3541", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 20.05.1997 JAAC 62.19 \r\n\n 4\nBundes, Zürich 1993, Rz. 167; Alexandra Rumo-Jungo, Die Instrumente zur\nKorrektur der Sozialversicherungsverfügung, in: Verfahrensfragen in der\nSozialversicherung, St. Gallen 1996, S. 267).\nEs stellt sich nunmehr die Frage nach dem Umfang dieser Rechtsbeständigkeit,\nd. h. unter welchen Voraussetzungen die Rechtskraft durchbrochen, der\nBestand der Verfügung aufgehoben werden kann. Nach herrschender Lehre\nund Praxis kann auf eine rechtskräftige Verfügung zurückgekommen werden,\nwenn auf den Erlass der Verfügung mit strafbaren Mitteln eingewirkt worden\nist, wenn neue erhebliche Tatsachen oder neue Beweismittel zu erheblichen\nTatsachen vorliegen, wenn wesentliche Verfahrensvorschriften verletzt\noder aktenkundige erhebliche Tatsachen versehentlich nicht berücksichtigt\nund wenn unrichtige behördliche Auskünfte über den Inhalt oder die\nAnwendung der massgebenden gesetzlichen Vorschriften erteilt worden\nsind (vgl. Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 308). Neben diesen\nrevisionsähnlichen Tatbeständen anerkennt die Praxis einen weiteren\nGrund: Verfügungen über Dauerrechtsverhältnisse können auch wegen\nunrichtiger Sachverhaltsfeststellung oder fehlerhafter Rechtsanwendung einer\nneuen Prüfung unterzogen werden, sofern wichtige öffentliche Interessen\nberührt sind (vgl. BGE 101 Ib 320 E. 2 und 5, 99 Ib 340 E. 2a, 97 I 752 E. 4b;\nVPB 49.10, S. 48 E. 2; Gygi, a. a. O., S. 310). Bei der Abänderung unrichtiger\nrechtskräftiger Verfügungen stehen die Gebote der Rechtssicherheit bzw.\ndes Vertrauensschutzes und das Gebot der Gesetzmässigkeit bzw. der\nRechtsgleichheit in einem Spannungsverhältnis zueinander. Nach einem\nGrundsatzurteil des Bundesgerichts ist bei der Frage, ob eine materiell\nrechtswidrige Verfügung zurückgenommen oder abgeändert werden\nkann, eine Interessenabwägung zwischen dem Postulat der richtigen\nDurchführung des objektiven Rechts auf der einen und den Anforderungen\nder Rechtssicherheit auf der anderen Seite durchzuführen (BGE 56 I 194; vgl.\nauch Gygi, a. a. O., S. 313; Blaise Knapp, Grundlagen des Verwaltungsrechts,\nBasel und Frankfurt a. M. 1983, Rz. 632 ff.; Rumo-Jungo, a. a. O., S. 275). Liegen\nbesonders gewichtige öffentliche Interessen vor, haben Rechtssicherheitsund Vertrauensbelange zurückzutreten. Ein wichtiges öffentliches Interesse\nliegt unter anderem dann vor, wenn ein rechtswidriger Zustand unbestimmt\nlange Zeit andauern könnte (vgl. BGE 71 I 106 E. 3). Dies gilt namentlich für\ndas Sozialversicherungsrecht. Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des\nSozialversicherungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige\nVerfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung\nwar, jederzeit von Amtes wegen in Wiedererwägung ziehen, wenn sie sich als\nzweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung\nist (BGE 122 V 368 E. 3, 119 V 477 E. 1a, 116 V 62 E. 3a, 107 V 181 E. 2a, 105 V\n170 E. 5, 103 V 128 E. a, 102 V 17 E. 3a; Ulrich Meyer-Blaser, Die Abänderung\nformell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung,\nSchweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl], 95/1994,\nS. 352). Das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des\nRechtes fällt in der Regel um so weniger ins Gewicht, je geringer die zu\nUnrecht ausgerichteten Leistungen sind (BGE 107 V 182 E. 2b).\nd. Fürsorgeleistungen bei Berufsunfall sind beamtenrechtliche Ansprüche,\nstehen ihrer Natur nach den Ansprüchen aus Sozialversicherungen\nindessen sehr nahe. So stellen sie keine Vergütung für im Rahmen eines\nDienstverhältnisses erbrachte Leistungen dar, sondern sollen im Falle\n\n"}