{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-10-30", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-61-57--_1996-10-30.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003530.pdf?ID=150003530", "Checksum": "3fe3be0494d52c0654dd0a1a062f5b8b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.57 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 30.10.1996 JAAC 61.57 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 30.10.1996 JAAC 61.57 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 30.10.1996 JAAC 61.57 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:59", "Checksum": "b281f6c26af483afdd9d5c161910d703", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 30.10.1996 JAAC 61.57 \r\n\n JAAC 61.57\n\nAuszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen\nPersonalrekurskommission vom 30. Oktober 1996\n\nDemande relative à l’autorisation d’exercer une charge publique.\nArt. 14 StF. Notion de charge publique.\nUne activité de secrétaire communale à titre de fonction annexe doit\nêtre considérée comme une occupation accessoire lorsqu’elle est exercée\ndans un rapport de service de droit public et que l’indemnité perçue à\ncet effet correspond au salaire d’une activité à temps partiel.\n\nGesuch um Ermächtigung zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes.\nArt. 14 BtG. Begriff des öffentlichen Amtes.\nEine Tätigkeit als nebenamtliche Gemeindeschreiberin ist\nals Nebenbeschäftigung einzustufen, wenn sie in einem\nöffentlichrechtlichen Beamtenverhältnis ausgeübt wird und die\nEntschädigung dafür einen vollen Teilzeitlohn beträgt.\n\nDomanda d’autorizzazione per esercitare una carica pubblica.\nArt. 14 OF. Nozione di carica pubblica.\nUn’attività di segretaria comunale a titolo di carica secondaria\ndeve essere considerata occupazione accessoria se è esercitata in un\nrapporto di servizio di diritto pubblico e l’indennità riscossa all’uopo\ncorrisponde al salario di un’attività a tempo parziale.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. X wurde vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 1990\nals Beamtin beim Bundesamt für Geistiges Eigentum (BAGE) gewählt.\nDas BAGE wurde auf den 1. Januar 1996 in eine öffentlichrechtliche Anstalt\ndes Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit, nämlich in das Eidgenössische\nInstitut für Geistiges Eigentum (IGE), umgewandelt (vgl. Art. 1 in Verbindung\nmit Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 des Bundesgesetzes vom 24. März 1995 über\nStatut und Aufgaben des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum\n[IGEG], SR 172.010.31, AS 1995 5050).\nB. Am 19. Juli 1995 stellte X beim BAGE gestützt auf Art. 14 des\nBeamtengesetzes vom 30. Juni 1927 (BtG, SR 172.221.10) ein Gesuch um\nErteilung einer Ermächtigung für die Bekleidung eines öffentlichen\nAmtes, da sie am 14. Juli 1995 vom Gemeinderat G. (Kanton Freiburg) zur\nnebenamtlichen Gemeindeschreiberin gewählt worden war. Sie erklärte sich\nbereit, die 15 Urlaubstage, die für die Ausübung öffentlicher Ämter gemäss\nArt. 14 Abs. 4 BtG gewährt werden, auf ein Minimum von fünf Tagen pro\nKalenderjahr zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Mit Schreiben\nvom 20. September 1995 teilte ihr das BAGE mit, das Generalsekretariat des\nEJPD und das Eidgenössische Personalamt (EPA) seien der Auffassung, bei der\nTätigkeit einer nebenamtlichen Gemeindeschreiberin handle es sich um eine\nbewilligungspflichtige Nebenbeschäftigung. X wurde aufgefordert, ein neues\nGesuch um Bewilligung einer Nebenbeschäftigung zu stellen und darzulegen,\nwelche zeitliche Beanspruchung sich aus dieser Nebenbeschäftigung ergebe.\nMit Schreiben vom 26. September 1995 erklärte sich X bereit, ihr Gesuch\nvom 19. Juli 1995 in ein Gesuch um Erteilung einer Bewilligung für eine\nNebenbeschäftigung umzuwandeln, unter der Bedingung, dass vorgängig\nfestgestellt werde, ob die nebenamtliche Gemeindeschreiberfunktion\nnach bisheriger Praxis des EPA tatsächlich als bewilligungspflichtige\nNebenbeschäftigung betrachtet worden ist.\nAm 1. April 1996 verfügte das IGE, das Gesuch von X vom 19. Juli 1995 werde\nals Gesuch um Erteilung einer Bewilligung für eine Nebenbeschäftigung\nnach Art. 15 BtG behandelt und ermächtigte sie, eine Nebenbeschäftigung\nals nebenamtliche Gemeindeschreiberin auszuüben, vorerst befristet\nbis 31. Dezember 1996. Das IGE hielt zudem fest, dass X, sollte sie mit\ndieser Nebenbeschäftigung und ihrer Besoldung insgesamt ein höheres\nEinkommen als 110% des Höchstbetrages ihrer Besoldungsklasse erreichen,\nden Mehrbetrag dem IGE abliefern müsse (Ziff. 3 der Verfügung).\nC. Entsprechend der angegebenen Rechtsmittelbelehrung lässt X diese\nVerfügung mit Beschwerde vom 8. Mai 1996 bei der Eidgenössischen\nPersonalrekurskommission anfechten. Sie beantragt, die angefochtene\nVerfügung sei aufzuheben und die Gesuchssache betreffend Ermächtigung\nzur Bekleidung eines öffentlichen Amtes an das EJPD zum Entscheid zu\nüberweisen, eventuell sei ihr Gesuch um Ermächtigung zur Bekleidung eines\nöffentlichen Amtes der freiburgischen Gemeinde G. zu bewilligen.\nD. Mit Verfügung vom 11. Juni 1996 zog das IGE Ziff. 3 seiner Verfügung vom\n1. April 1996 in Wiedererwägung und hob diese ersatzlos auf.\nIn ihren Vernehmlassungen vom 13. Mai bzw. 12. Juni 1996 beantragen sowohl\ndas IGE als auch das EPA im übrigen die Abweisung der Beschwerde.\n\n2\nAuf die Begründung der Eingaben an die Eidgenössische\nPersonalrekurskommission wird - soweit erforderlich - in den Erwägungen\neingegangen.\n\nErwägungen:\n\n"}