{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-02-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-60-7--_1995-02-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003197.pdf?ID=150003197", "Checksum": "4dd22d8afd309bcfd14f8f0b05d45daf"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.7 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 10.02.1995 JAAC 60.7 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 10.02.1995 JAAC 60.7 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 10.02.1995 JAAC 60.7 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:30", "Checksum": "db8086eb05433060b722a7359c3c6a20", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 10.02.1995 JAAC 60.7 \r\n\n 4\nvorhersehbar, sind die Kündigungsschutzvorschriften des Obligationenrechtes\nnicht anwendbar (vgl. Rehbinder Manfred, Berner Kommentar, Bern 1992, Rz. 8\nzu Art. 334 OR).\nb. Beamte werden für eine bestimmte Amtsdauer gewählt (Art. 6 BtG).\nMit ihrem Ablauf erlischt das Dienstverhältnis und die Wahlbehörde\nentscheidet nach freiem Ermessen über dessen Erneuerung (Art. 57 BtG). Das\nBeamtenverhältnis stellt demnach ein zeitlich befristetes Rechtsverhältnis dar\n(vgl. Jud Elmar Mario, Besonderheiten öffentlichrechtlicher Dienstverhältnisse\nnach schweizerischem Recht, insbesondere bei deren Beendigung aus\nnichtdisziplinarischen Gründen, Diss. St. Gallen 1975, S. 218). Auch das\nDienstverhältnis der unter Vorbehalt wiedergewählten Beamten ist zeitlich\nbefristet. Es unterscheidet sich vom Dienstverhältnis der vorbehaltlos\nwiedergewählten Beamten nur insofern, als sich die Amtsdauer beim Eintritt\ndes vorbehaltenen Ereignisses in bestimmtem Umfang reduziert. Das Ende des\nDienstverhältnisses ist aber auch in diesem Fall vorhersehbar.\nDas Dienstverhältnis eines Angestellten ist demgegenüber von unbestimmter\nDauer (Art. 8 Abs. 1 der Angestelltenordnung vom 10. November 1954 [AngO],\nSR 172.221.104). Sein Ende ist nicht vorhersehbar. Der Bundesrat als die AngO\nerlassende Behörde hat es deshalb für notwendig erachtet, die Angestellten\ndes Bundes - ähnlich den in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis\nangestellten Personen - in bestimmten Situationen vor der Kündigung\nausdrücklich zu schützen. So kann das Dienstverhältnis vom Arbeitgeber\nnamentlich während Schwangerschaft und Militärdienst nicht gekündigt\nwerden (Art. 8 Abs. 4 AngO).\nUnter diesen Gesichtspunkten drängt sich daher der Schluss auf, dass der\nGesetzgeber vom Erlass entsprechender Bestimmungen für das naturgemäss\nbefristete Beamtenverhältnis bewusst abgesehen hat. Für den Bereich\ndes Kündigungsschutzes während krankheitsbedingter Abwesenheit\nim Dienstverhältnis des Beamten ist somit davon auszugehen, dass\nkeine unplanmässige Unvollständigkeit des Gesetzes, also keine Lücke,\nsondern qualifiziertes Schweigen vorliegt. Für die analoge Anwendung der\nentsprechenden Kündigungsschutzvorschriften des Obligationenrechtes\nbesteht deshalb kein Raum.\nSelbst wenn auf die Bestimmungen des Obligationenrechtes zurückgegriffen\nwerden könnte, ergäbe sich im übrigen kein anderes Resultat. Da das\nDienstverhältnis der Beamten dem befristeten Arbeitsverhältnis nach Art. 334\nOR gleichzustellen wäre, kämen nämlich die Kündigungsschutzbestimmungen\nvon Art. 336c OR nicht zur Anwendung.\nZudem werden im öffentlichen Dienstrecht - wie im übrigen auch im\nObligationenrecht - sämtliche Kündigungsschutzfristen gebrochen, wenn\nwährend der Krankheit ein wichtiger Grund erwächst oder auftritt\n(Schroff/Gerber, a. a. O., Rz. 212, vgl. auch Rz. 201). Dies müsste um so mehr\nGültigkeit haben, wenn wie hier die Aufhebung des Amtes als wichtiger Grund\nlange vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers\nbekannt und zum Wahlvorbehalt gemacht wurde.\nDas Dienstverhältnis des Beschwerdeführers durfte deshalb am 27. Oktober\n1994 trotz dessen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit mit Wirkung per\n31. Januar 1995 aufgelöst werden.\n\n5\n6\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.7 - Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 10. Februar\n1995\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 197\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}