{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-05-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-90--_2006-05-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007475.pdf?ID=150007475", "Checksum": "75c1e7350fd5c087f3737c0e6d5dc2e5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.90 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:06", "Checksum": "7b7a186a304fbfb8b96f36051274e084", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 03.05.2006 JAAC 70.90 \r\n\n 8\n(...)\n4. Die Frage, welche Partei die Gerichtskosten zu tragen und welche Anspruch\nauf Ersatz ihrer Parteikosten hat, ist nicht Bestandteil des jeweiligen\nStreitgegenstandes und wird entsprechend nicht von der Gegenstandslosigkeit\numfasst. Damit hat das urteilende Gericht auch bei Gegenstandslosigkeit\ndes Verfahrens über die Kostenfrage zu befinden (vgl. Felix Addor, Die\nGegenstandslosigkeit des Rechtsstreits, Bern 1997, S. 223 mit Hinweisen).\n4.1. Im Abschreibungsentscheid hat die Kostenverlegung nach\nVernehmlassung der Parteien aufgrund einer summarischen Prüfung und\nWürdigung der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes zu erfolgen (Art.\n4 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren\n[VwVG], SR 172.021 in Verbindung mit Art. 72 des Bundesgesetzes vom 4.\nDezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP], SR 273; vgl. auch BGE\n118 Ia 488 E. 4a; VPB 57.16 E. 3.1 u. 3.3 sowie Entscheid REKO/INUM vom 24.\nJuni 2004, B-2002-68, E. 5.1 mit Hinweisen). Dabei hat das urteilende Gericht\nvorab und ohne Durchführung eines besonderen Beweisverfahrens auf die\nmutmasslichen Prozessaussichten abzustellen. Es kann aber auch andere von\nder Rechtsprechung entwickelte prozessrechtliche Kriterien heranziehen. Mit\ndiesen Vorgaben für die Kostenverlegung wird dem urteilenden Gericht ein\nerheblicher Beurteilungs- und Ermessensspielraum eingeräumt (vgl. Thomas\nMerkli / Arthur Aeschlimann / Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz über die\nVerwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N. 9 zu Art. 110 VRPG).\n(...)\n4.3. Durch die Konzessionserteilung wird ein wohlerworbenes Recht\nbegründet, dessen wesentlicher Gehalt aus Gründen des Vertrauensschutzes\nunwiderruflich und gesetzesbeständig ist und unter dem Schutz der\nEigentumsgarantie steht. Diese Substanz des Konzessionsrechts kann\nnur auf dem Weg der formellen Enteignung und gegen Entschädigung\nentzogen oder beschränkt werden (Ulrich Häfelin / Georg Müller,\nAllgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz. 2594 mit Hinweisen;\nUrteil des Bundesgerichts vom 24. März 2003, 2P.256/2002, E. 3; vgl. zur\nBetriebskonzession des Flughafens Zürich und daraus abzuleitenden\n[wohlerworbenen] Rechten auch Teilentscheid der REKO UVEK vom 18.\nFebruar 2003[4] , Z-2001-58, E. 2 ff., insbesondere E. 2.7 f.). Ein Vorbehalt,\nwonach die Konzession zu Lasten des Konzessionärs durch künftiges Recht\nentschädigungslos in wesentlichem Mass neu bestimmt und dadurch\nin die Substanz des wohlerworbenen Rechts eingegriffen wird, ist nicht\nzulässig (BGE 107 Ib 140 E. 4; BGE 110 Ib 160 E. 5a). Damit vermögen weder\nformelhaft noch gezielt angebrachte Vorbehalte neuen Rechts die Substanz des\nwohlerworbenen Rechts (entschädigungslos) zu schmälern (Tomas Poledna,\nStaatliche Bewilligungen und Konzessionen, Bern 1994, N. 171).\nEine andere Betrachtungsweise führt zu einem vergleichbaren Ergebnis:\nAus dem Grundsatz von Treu und Glauben folgt, dass sich beide\nKonzessionspartner Änderungen oder eine Aufhebung der Konzession\ngefallen lassen müssen, wenn sie der Erhaltung der in der Konzession\nfestgelegten Interessenbalance dienen. Allerdings besitzt der Konzessionär\nbei dauerhaften, unvorhersehbar und ohne sein Verschulden eingetretenen\nVeränderungen von natürlichen, technischen oder gesetzgeberischen\nUmständen einen Anspruch auf Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts.\n\n"}