{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-05-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-90--_2006-05-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007475.pdf?ID=150007475", "Checksum": "75c1e7350fd5c087f3737c0e6d5dc2e5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.90 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 03.05.2006 JAAC 70.90 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:06", "Checksum": "7b7a186a304fbfb8b96f36051274e084", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 03.05.2006 JAAC 70.90 \r\n\n 6\nBezug (vgl. etwa S. 10 u. 11 der Konzessionsverfügung), ohne jemals auch\nnur andeutungsweise von einem anderen - sich in der Zukunft ebenfalls\nanbahnenden - Staatsvertrag zu sprechen.\nMit Blick auf Sinn und Zweck der gesamten Auflage Ziff. 3.2 erstaunt dies\nnicht. Erklärtes Ziel der im Jahre 2001 abgewickelten Verhandlungen\nwar es, mit Deutschland auf Staatsvertragsebene als Ersatz für die vom\nzuständigen deutschen Bundesministerium auf den 31. Mai 2001 gekündigte\nVerwaltungsvereinbarung aus dem Jahre 1984 neu eine einzige, den gesamten\nBereich des Flughafens Zürich umfassende Regelung auszuarbeiten (vgl. allg.\nEntscheid REKO/INUM vom 16. Dezember 2004[2] , Z-2001-58, E. 6.2 ff. sowie\nBericht des Bundesrates vom 10. Dezember 2004 über die Luftfahrtpolitik\nder Schweiz 2004 [Luftfahrtbericht], BBl 2005 II 1781 ff., S. 1842). Die\nAusschliesslichkeit dieser Vereinbarung zeigte sich auch darin, dass nebst\nden später einseitig mittels DVO festgelegten Regelungen über die Benützung\ndes süddeutschen Luftraums ausdrücklich auch die Durchführung der\nFlugverkehrskontrolle über süddeutschem Gebiet in den Staatsvertrag\nvom 18. Oktober 2001 miteinbezogen wurde. Nach dessen Scheitern blieb\ngerade in diesem Bereich bis heute vieles ungeklärt, wobei immerhin\nneue Bestrebungen zum Abschluss einer nun separaten Vereinbarung mit\nDeutschland über die Flugsicherung im süddeutschen Luftraum im Gange\nsind (vgl. Entscheid REKO/INUM vom 16. Dezember 2004[3] , Z-2001-58, E. 8.2;\nLuftfahrtbericht, a.a.O., S. 1844). Die gesamte Auflage Ziff. 3.2 sollte bereits\nin der Betriebskonzession wichtige Rahmenbedingungen im Hinblick auf die\nUmsetzung der künftigen Staatsvertragsbestimmungen umschreiben. Das\nUVEK führt denn auch in seiner Vernehmlassung vom 17. Dezember 2001\naus, diese Auflage sei für die Umsetzung des Staatsvertrags zentral. Infolge\nder unglücklichen zeitlichen Abfolge der verschiedenen Verfahren sei die\nFormulierung von Vorbehalten und Verpflichtungen wie der angefochtenen\nunumgänglich gewesen.\n3.2. Die grammatikalische, systematische und teleologische Auslegung von Satz\n3 der Dispositiv-Ziff. 3.2 ergibt somit, dass dieser sich ausschliesslich auf den\nam 18. März 2003 gescheiterten Staatsvertrag vom 18. Oktober 2001 bezieht.\nDa dieser Staatsvertrag heute keinerlei Wirkungen mehr zu entfalten vermag\nund sämtliche allfälligen Verpflichtungen der Beschwerdeführerin aufgrund\nder staatsvertraglichen Regelungen weggefallen sind (soweit sie überhaupt\ndurch gewisse Vorwirkungen in Kraft treten konnten), ist die angefochtene\nAuflage als gegenstandslos geworden zu bezeichnen.\n3.3. Grundsätzlich sieht das wohl auch das UVEK so, hat es in seiner\nStellungnahme vom 1. Februar 2005 doch festgehalten, Auflage Ziff. 3.2 Satz\n3 der Verfügung vom 31. Mai 2001 sei aus heutiger Sicht zumindest in ihrem\nWortlaut überholt. Die Auflage müsste mindestens an die neuen rechtlichen\nRahmenbedingungen wie insbesondere die durch Deutschland einseitig\nerlassenen Regelungen der 213. DVO angepasst werden. Demgegenüber\nführt das UVEK in seinen Schlussbemerkungen vom 13. April 2005 erstmals\naus, vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Möglichkeit eines neuen\nStaatsvertrags mit Deutschland gewinne die umstrittene Auflage wieder an\nBedeutung, weshalb an der entsprechenden Formulierung festgehalten werde.\n\n"}