{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-12-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-44--_2004-12-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007322.pdf?ID=150007322", "Checksum": "02c9d46938de93c5a2489c0b2ea0f5b2"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.12.2004 JAAC 70.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 16.12.2004 JAAC 70.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 16.12.2004 JAAC 70.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:51", "Checksum": "a666001fca9fb84f61ba70c59188ffdf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.12.2004 JAAC 70.44 \r\n\n 14\ndes Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen im Mai\n2000 vorbehaltene Neuregelung als Teil der Verhandlungen nicht einfach\nunbesehen auf den 1. Juni 2001 in Kraft gesetzt würde, wovon - entgegen\nder ursprünglichen Ankündigung - dann auch Abstand genommen wurde.\nSoweit ersichtlich wurde diese deutsche Ersatzregelung nicht einmal in\neine rechtlich verbindliche (Erlass‑) Form umgesetzt, sondern verblieb\neine blosse Arbeitsgrundlage. Verschiedene Forderungen derselben flossen\nbereits in die Eckwerte vom 23. April 2001 ein, womit spätestens ab diesem\nZeitpunkt - auch angesichts der von Deutschland für die Umsetzung des\nkünftigen Staatsvertrags zugestandenen Übergangsfrist von 41 Monaten -\ndavon ausgegangen werden konnte, das Betriebskonzept bleibe bezüglich\nBenutzung des deutschen Luftraums mit deutscher Einwilligung oder Duldung\nbis auf weiteres unverändert (sofern dies nicht ohnehin noch ausdrücklich\nzwischen den Verhandlungspartnern so abgesprochen wurde). In diesem\nZusammenhang ist auf den auch im Bereich des Völkerrechts anerkannten\nund konkretisierten Grundsatz von Treu und Glauben zu verweisen (vgl. Jörg\nPaul Müller / Luzius Wildhaber, Praxis des Völkerrechts, 3. Aufl., Bern 2001, S.\n40 ff.).\n6.4.2. Soweit die deutschen Beschwerdeführenden gegen dieses Verhalten des\nStaates Deutschland einwenden, die entsprechende Duldung sei mit Blick auf\ndeutsche Verfassungsbestimmungen jedenfalls als rechtswidrig anzusehen,\nist darauf nicht einzutreten. Vor der REKO/INUM als schweizerischem Gericht\nkann grundsätzlich nur die Verletzung von Schweizer Bundesrecht (inklusive\nVölkerrecht; vgl. vorne E. 6.1) gerügt werden, nicht dagegen die Verletzung\noder Rechtswidrigkeit ausländischer Rechtsbestimmungen (vgl. BGE 124 II 293\nE. 4c sowie Urteile des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2003, 1A.100/2003, E. 3.2\nund vom 31. März 2004, 1A.243/2003, E. 3.1).\n6.4.3. Aufgrund des beschriebenen impliziten Einverständnisses und der\nDuldung Deutschlands, welche völkerrechtliche Wirkungen entfaltet,\nkann offen bleiben, ob und inwiefern sich auf Schweizer (oder deutscher)\nSeite Ansprüche aus anderweitigen völkerrechtlichen Grundlagen,\nwelche auf vorliegenden Sachverhalt gegebenenfalls Anwendung finden\nkönnten, ergeben. So ist beispielsweise nicht auszuschliessen, dass sich aus\nBestimmungen des Chicago-Übereinkommens (insbesondere betreffend Durchund Überflüge) Rückschlüsse auf die Zulässigkeit des An- und Abflugverkehrs\ndes Flughafens Zürich über deutschem Gebiet ziehen lassen. Antworten\nvölkerrechtlicher Natur auf hier interessierende Fragen könnten sich in\nder Zukunft unter Umständen auch aus dem Abkommen vom 21. Juni 1999\nzwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen\nGemeinschaft über den Luftverkehr (SR 0.748.127.192.68), welches am 1. Juni\n2002 in Kraft getreten ist, ergeben (vgl. dazu etwa Diemut Majer, Zwischen\nBrüssel und Chicago: zur Situation des schweizerischen Luftverkehrs, in:\nAktuelle Juristische Praxis [AJP] 12/2003, S. 1398 ff.).\n6.4.4. Am 6. August 2001 erliess das deutsche Luftfahrt-Bundesamt die\n204. Durchführungsverordnung (DVO) zur Luftverkehrs-Ordnung, welche\ndie umfassende Festlegung von Flugverfahren für An- und Abflüge nach\nInstrumentenflugregeln (IFR) zum und vom Flughafen Zürich - soweit\ndeutsches Hoheitsgebiet betroffen war - zum Inhalt hatte (diese DVO wurde\nim Januar 2003 durch die 213. DVO ersetzt). Zusammen mit der bereits ersten\nÄnderungsverordnung zur 204. DVO wurde diese am 1. September 2001 in\n\n"}