{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-02-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-43--_2003-02-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007319.pdf?ID=150007319", "Checksum": "d081a6b1963250d456030ec063a6493f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.43 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 18.02.2003 JAAC 70.43 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 18.02.2003 JAAC 70.43 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 18.02.2003 JAAC 70.43 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:07", "Checksum": "4171cb5a8e4d6e3b8b7401b411562307", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 18.02.2003 JAAC 70.43 \r\n\n 7\ndas Bundesgericht im Hinblick auf den von der REKO/UVEK zu treffenden\nTeilentscheid über die Befugnis der Beschwerdeführenden zur Anfechtung der\nKonzessionsverfügung zusammengefasst Folgendes erwogen:\nDer Auffassung, wonach das Beschwerderecht gegenüber der\nKonzessionsverfügung dasselbe wäre wie jenes gegenüber dem\nBetriebsreglement, könne nicht zugestimmt werden. Seit der Änderung des\nLFG durch das Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung von\nEntscheidverfahren würden die Aufgaben der Betriebskonzession und der\nBetriebsbewilligung einerseits und des Betriebsreglements andererseits klar\nauseinandergehalten. Mit der Konzession werde das Recht zum Betrieb eines\nFlughafens verliehen, der Flugbetrieb hingegen werde «in allen Belangen»\nim Betriebsreglement geregelt. Wer sich durch den Flugbetrieb betroffen\nund gefährdet fühle, habe seine Einwendungen demnach im Rahmen\ndes Verfahrens zur Genehmigung des Betriebsreglements und nicht im\nKonzessionsverfahren zu erheben. Auch die Voraussetzung von Art. 12 Abs.\n1 Bst. c VIL, wonach die Konzession nur erteilt werden dürfe, wenn auch\ndas Betriebsreglement genehmigt werden könne, ändere daran nichts, weil\nsich das UVEK lediglich beim BAZL zu vergewissern habe, ob dieses den\nReglementsentwurf genehmigen könne. Sollte sich das Betriebsreglement\nspäter als bundesrechtswidrig erweisen, so habe das UVEK allenfalls die\nKonzession zu entziehen.\nAus den Erwägungen:\n(...)\n2. Die Prüfung der Frage nach dem Inhalt der Konzession, nach den Rechten\nund Pflichten also, die auf Verfassungs‑, Gesetzes- und Verordnungsstufe mit\nder Konzessionserteilung verbunden sind, ergibt Folgendes:\n2.1. Nach Art. 87 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) ist\ndie Gesetzgebung über die Luftfahrt Bundessache. Diese Kompetenznorm\nräumt dem Bund eine umfassende Gesetzgebungskompetenz ein (vgl. Martin\nLendi, Offene Fragen im Bereich des Verkehrs - die neue Bundesverfassung\nals Vorgabe, Zeitschrift für schweizerisches Recht [ZSR] 120/2001, I S. 491\nff.). Der Bund hat das Recht, die Luftfahrtsmaterie nach allen Seiten zu\nregeln; er darf insbesondere auch Vorschriften über den Bau und Betrieb\nvon Flugplätzen erlassen (Martin Lendi, in: Kommentar BV, Art. 37ter\nRz. 2; Tobias Jaag, Der Flughafen Zürich im Spannungsfeld von lokalem,\nnationalem und internationalem Recht, in: Das Recht in Raum und Zeit,\nFestschrift für Martin Lendi, Zürich 1998, S. 205; Peter Hänni, Planungs‑,\nBau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 466). Der\numfassende Charakter von Art. 87 BV gibt dem Bund die Befugnis zur\nErrichtung eines Monopols. Ob und in welchem Umfang ein Monopol\nbesteht, bestimmt die (einfache) Gesetzgebung (Ulrich Häfelin / Walter\nHaller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Aufl., Zürich 2001, Rz. 717;\nLendi, a.a.O., Rz. 5; Botschaft über die neue Bundesverfassung, BBl 1996 I\n266). Im Bereich des Betriebs von Flugplätzen, die dem öffentlichen Verkehr\ndienen (Flughäfen), hat der Bund von seiner Kompetenz zur Errichtung eines\nMonopols Gebrauch gemacht. Er will die Flughäfen allerdings nicht selber\nbetreiben, sondern hat es vorgezogen, die entsprechenden Aufgaben und\nRechte mittels Konzession an ausserhalb der Bundesverwaltung stehende\n\n"}