{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-10-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-18--_2005-10-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007238.pdf?ID=150007238", "Checksum": "bafd0431aaa1dd00b4ae15b51549c222"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.18 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:35", "Checksum": "55a0fbe1e9f8dac06304375acf48a896", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 20.10.2005 JAAC 70.18 \r\n\n 5\nAnwendung des Vorzugstarifs, überlässt aber im Übrigen die Ausgestaltung\ndes Tarifs der Post (vgl. Entscheid der REKO/UVEK vom 20. März 2002\n[H-2001-53] E. 5.1).\n9.4.3. Dementsprechend hat die Post im Rahmen dieser ihr zugedachten\nPreisfestsetzungskompetenz den vorliegend strittigen Zuschlag für im Ausland\nhergestellte Zeitungen festgelegt. Allerdings wurde die Tarifordnung lediglich\nim Rahmen der Broschüre «Zeitungen Schweiz» bekannt gegeben. Eine\nPublikation in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts (AS), wie sie\ngemäss Art. 2 Bst. e in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes vom 18.\nJuni 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt\n(Publikationsgesetz, PublG, SR 170.512) Voraussetzung für die Rechtswirkung\nvon Erlassen ist, erfolgte jedoch nie. Die Publikationspflicht besteht auch für\nAnstaltsreglemente, welche als Grundlage für die Erhebung von Gebühren\nherbeigezogen werden sollen (Adrian Hungerbühler, Grundsätze des\nKausalabgabenrechts. Eine Übersicht über die neuere Rechtsprechung\nund Doktrin, Zentralblatt (ZBl) 2003, S. 505 ff., S. 520). Der in der Broschüre\n«Zeitungen Schweiz» festgelegte Tarif ist daher bis zu einer allfälligen\nPublikation nicht anwendbar (BGE 120 Ia 1 E. 4f).\nAuch die Vorinstanz geht nicht davon aus, dass die Broschüre als\nErlass zu betrachten sei. Sie bezeichnet sie vielmehr als Bestandteil\ndes Verlegervertrages. Da eine Regelung der Vorzugspreise durch\nverwaltungsrechtlichen Vertrag, wie bereits gezeigt (vorne E. 9.4.),\nausgeschlossen ist, kann dieser Auffassung jedoch nicht gefolgt werden.\nWürde die Broschüre als Bestandteil eines Vertrages betrachtet, hätte dies\nim Übrigen keine Auswirkungen auf den vorliegenden Rechtsstreit. Auch\nverwaltungsrechtliche Verträge müssen sich an Verfassung, Gesetz und\nVerordnung halten (Tschannen/Zimmerli, a.a.O., § 33 N. 29). Die angefochtene\nVerfügung kann deshalb nicht mit Verweis auf vertragliche Bindungen der\nBeschwerdeführerin begründet werden.\n9.5. Der von der Post festgelegte und vom Eidgenössischen Departement für\nUmwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) genehmigte Tarif\nhat vielmehr den Charakter einer Verwaltungsverordnung. Er kann zwar\ngegenüber den Kunden der Post keine Rechtswirkung entfalten, dient aber der\nPost dazu, eine einheitliche Handhabung des verwaltungsrechtlichen Rahmens\nsicherzustellen, indem er Leitlinien und Gesichtspunkte zur Konkretisierung\ndes der Post zukommenden Ermessens festlegt (Tschannen/Zimmerli, a.a.O.,\n§ 41 N. 13). Die angefochtene Verfügung stützt sich deshalb direkt auf das\nGesetz und die Verordnung. Es ist daher zu prüfen, ob Art. 15 Abs. 1 PG eine\ngenügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung eines Zuschlags für im\nAusland gedruckte Zeitungen darstellt.\n10. Der Vorzugspreis für die Beförderung einer Zeitung setzt sich gemäss\ndem von der Post angewandten Tarif aus verschiedenen Komponenten\nzusammen: Grundpreis, Gewichtspreis, Zuschlag (unter anderem Zuschlag\nfür Herstellung oder Herausgabe im Ausland von 30 Rappen pro Exemplar)\n\n"}