{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-10-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-70-18--_2005-10-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007238.pdf?ID=150007238", "Checksum": "bafd0431aaa1dd00b4ae15b51549c222"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.18 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 20.10.2005 JAAC 70.18 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:35", "Checksum": "55a0fbe1e9f8dac06304375acf48a896", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 20.10.2005 JAAC 70.18 \r\n\n 4\nbeinhalten unter anderem die Beförderung von abonnierten Zeitungen\nund Zeitschriften (vgl. Art. 3 Bst. c VPG). Neben dem Universaldienst ist die\nPost berechtigt, jedoch nicht verpflichtet, Wettbewerbsdienste anzubieten.\nDabei handelt es sich um Dienstleistungen, die von der Post über den\nUniversaldienst hinaus in Konkurrenz mit privaten Anbietern im In- und\nAusland angeboten werden können (vgl. Art. 9 PG und Art. 1 Bst. j VPG). Damit\ndie Post unter den neuen Bedingungen auf dem Postmarkt die erforderliche\nHandlungs- und Entscheidungsfreiheit besitzt, wurde ihr unter anderem\ndie Kompetenz zur Festlegung der Preise (vgl. Art. 14 und 15 PG) und des\nDienstleistungsangebotes zugewiesen (vgl. Botschaft des Bundesrates vom\n10. Juni 1996 zum Postgesetz, BBl 1996 III 1249, 1250 und 1264; siehe auch\ndie Entscheide der Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes\nfür Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (REKO/UVEK) vom 23.\nJuni 2003 [H-2001-113, E. 4], vom 26. März 2002 [H-2001-48, E. 4] sowie vom 2.\nOktober 2000 [H-2000-1, E. 6.1).\n9.4. Die Beziehungen zwischen der Post und der Kundschaft werden\ngrundsätzlich durch das Privatrecht geregelt (BGE 129 III 35 E. 4.1).\nDementsprechend schliesst die Post mit ihren Kunden privatrechtliche\nVerträge ab. Sie regelt die Bedingungen für die Inanspruchnahme ihrer\nDienstleistungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Art. 11 Abs. 1 PG);\ndie Bestimmungen des Privatrechts sind ergänzend anwendbar (Art. 11 Abs. 3\nPG). Die Post entscheidet indessen über die Gewährung von Vorzugspreisen für\ndie Beförderung von Zeitungen und Zeitschriften mit Verfügung. Sie handelt\nin diesem Punkt hoheitlich und untersteht dem öffentlichen Recht (vgl. zur\nAbgrenzung zwischen Zivil- und Verwaltungsrecht Tschannen/Zimmerli, a.a.O.,\n§ 18 N. 4). Da der Post für die Gewährung von Vorzugspreisen ausdrücklich\nVerfügungskompetenz zugesprochen wird, ist die Regelung der Vorzugspreise\ndurch verwaltungsrechtlichen Vertrag ausgeschlossen (Tschannen/Zimmerli,\na.a.O., § 33 N. 22).\n9.4.1. Die Vorzugspreise sind, da sie aufgrund eines öffentlich-rechtlichen\nVerhältnisses erhoben werden, denn auch als Benutzungsgebühren zu\nbezeichnen (Ulrich Häfelin / Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht,\n4. Auf. Zürich 2002, Rz. 2630). Benutzungsgebühren haben sich - wie alle\nstaatliche Abgaben - auf eine formell gesetzliche Grundlage zu stützen,\nsoweit diese nicht durch das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip\nersetzt werden kann (Tschannen/Zimmerli, a.a.O., § 57 N 1 ff.). Die gesetzliche\nGrundlage muss aber mindestens den Kreis der Abgabepflichtigen, den\nGegenstand der Abgabe, die Bemessungsgrundlage und allfällige Ausnahmen\nenthalten.\n9.4.2. Die angefochtene Verfügung stützt sich auf Art. 15 Abs. 1 PG.\nDiese Bestimmung umschreibt die Bemessungsgrundlagen - die\nErscheinungshäufigkeit, das Gewicht, die Auflage, das Format und den Anteil\nan redaktionellem Text - der Vorzugspreise für die Beförderung von Zeitungen\nund Zeitschriften in ihren Grundzügen.\nTrotz diesen Kriterien belässt Art. 15 Abs. 1 PG jedoch einen erheblichen\nErmessensspielraum. Dieser Spielraum kann durch den Verordnungsgeber\noder aufgrund der Delegation in Art. 15 Abs. 1 PG durch die Post gefüllt\nwerden. Art. 38 VPG enthält einige zusätzliche Voraussetzungen für die\n\n"}