{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-02-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-93--_2005-02-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007127.pdf?ID=150007127", "Checksum": "b8e23eb8dbf7bc0d4000f455a48dec0b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:51", "Checksum": "c90d9e784f9fb9ae13801193114dc7e8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.02.2005 JAAC 69.93 \r\n\n 9\nmöglich ist, dass solche Notrufe auf den Polizeinotruf umgeleitet werden und\ndie Rufnummer dann bei der Einsatzleitzentrale angezeigt wird, ist vorliegend\nnicht zu prüfen.\n6.2. Die von der Beschwerdeführerin angeführten notorisch bekannten\nFalschmelder, welche sie durch eine erzwungene Rufnummeranzeige\nfrühzeitig erkennen möchte, um einen unnötigen Rettungseinsatz zu\nverhindern, vermögen eine generelle und anschlussbezogene Identifikation\naller anrufenden Personen auf die Hauptnummer der Stadtpolizei ebenfalls\nnicht zu rechtfertigen. Denn eine Einschränkung des Persönlichkeitsrechts\nder anrufenden Person ist auf Grund vorstehender Ausführungen nur\nfür Anschlüsse von Notrufdiensten zulässig. Der Vollständigkeit halber ist\nanzufügen, dass ein falscher Alarm eine strafbare Handlung im Sinne von\nArt. 128bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937\n(StGB, SR 311.0) darstellt.\n6.3. Schliesslich kann der Beschwerdeführerin mit dem Einwand nicht\ngefolgt werden, die Persönlichkeit der anrufenden Person werde durch\neine Vielzahl kantonaler Vorschriften über den Datenschutz, welche\nauch für die Polizei verbindlich seien, geschützt und ein allfälliger\nVerlust durch die erzwungene Standortidentifikation werde deshalb bei\nweitem kompensiert. Denn das Fernmeldegesetz regelt den Daten- und\nPersönlichkeitsschutz spezifisch im Zusammenhang mit dem Erbringen von\nTelekommunikationsdienstleistungen und ergänzend zum Bundesgesetz\nvom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1; vgl. Botschaft, a.a.O.,\nS. 1415). Der Gesetzgeber hat damit entschieden, dass die Persönlichkeit der\nanrufenden Person im Zusammenhang mit der Rufnummeranzeige zusätzlich\nzu bestehenden Vorschriften über den Datenschutz zu schützen ist. Der\nAnspruch auf Rufnummerunterdrückung stellt damit eine die Persönlichkeit\nin einem besonderen Bereich schützende Spezialnorm dar. Sie gibt der\nanrufenden Person über bestehende Vorschriften hinaus die Möglichkeit,\nim Fernmeldebereich die Beschaffung und Bearbeitung ihrer Personendaten\nzu verhindern.\n7. Festzuhalten ist somit, dass die Aufhebung der Rufnummerunterdrückung\nanschlussbezogen nur Notrufdiensten vorbehalten ist, die Rufnummer\n031 321 21 21 hingegen nicht einem solchen Dienst zugeordnet ist. Die\nAusstattung dieser Nummer mit dem technischen Attribut «Aufhebung der\nRufnummerunterdrückung des Anrufenden» würde somit dazu führen, dass\nin Verletzung von Art. 46 FMG und Art. 28 Abs. 3 FDV auch bei nicht für einen\nNotrufdienst bestimmten Anrufen die Rufnummeranzeige erzwungen würde.\nDer Entscheid der Vorinstanz, für die Nummer 031 321 21 21 die erzwungene\nIdentifikation des anrufenden Anschlusses bzw. die Aufhebung der\nRufnummerunterdrückung nicht zu genehmigen, erweist sich somit als\nvereinbar mit dem Bundesrecht und ist zu schützen. Demnach ist die\nBeschwerde als unbegründet abzuweisen.\n\nPage d’accueil de la Commission de recours en matière d’infrastructures et\nd’environnement\n\n10\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 69.93 - Auszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für\nInfrastruktur und Umwelt vom 16. Februar 2005 [F-2004-149]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2005\nAnnée\nAnno\n\nBand 69\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 007 127\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}