{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-02-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-93--_2005-02-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007127.pdf?ID=150007127", "Checksum": "b8e23eb8dbf7bc0d4000f455a48dec0b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 16.02.2005 JAAC 69.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:51", "Checksum": "c90d9e784f9fb9ae13801193114dc7e8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 16.02.2005 JAAC 69.93 \r\n\n 2\n30. April 1997 (FMG, SR 784.10) und den Art. 48 ff. des Bundesgesetzes vom\n20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Auf\ndie Beschwerde ist somit einzutreten.\n2. Art. 46 FMG beauftragt den Bundesrat, insbesondere die Identifikation des\nanrufenden Anschlusses, die Anrufumleitung, die Verwendung von Daten\nüber den Fernmeldeverkehr sowie die Sicherheit der Fernmeldedienste\ngegen unbefugte Abhörung und Eingriffe zu regeln. Dabei hat der Bundesrat\ndem Persönlichkeitsschutz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am\nFernmeldeverkehr sowie den überwiegenden öffentlichen Interessen\nRechnung zu tragen.\n2.1. Vorliegend geht es um die Identifikation des anrufenden Anschlusses\nbzw. die Anzeige der Rufnummer der anrufenden Person beim\nangerufenen Anschluss. Diese Rufnummeranzeige wird durch die digitalen\nFernmeldedienste, insbesondere das digitale diensteintegrierende\nFernmeldenetz (ISDN), ermöglicht. Bei der Rufnummeranzeige bzw.\nder dadurch möglichen Standortidentifikation handelt es sich um eine\ndatenschutzrechtlich relevante Bearbeitung von Personendaten (vgl. dazu Rolf\nH. Weber, Fernmeldegeheimnis und Datenschutz, in: Rolf H. Weber [Hrsg.],\nNeues Fernmelderecht, Zürich 1998, S. 189, mit Hinweis).\n2.2. Der Bundesrat hat von seiner Kompetenz zur Regelung der Identifikation\ndes anrufenden Anschlusses mit dem Erlass der Art. 61 und Art. 28 Abs. 3 der\nVerordnung vom 31. Oktober 2001 über Fernmeldedienste (FDV, SR 784.101.1)\nGebrauch gemacht. Die nach Art. 66 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 4\nFDV seit dem 1. Februar 2005 (AS 2005 669) mögliche Standortidentifikation in\nausserordentlichen Lagen ist nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens und\nes ist nicht weiter darauf einzugehen.\nNach Art. 61 Abs. 1 FDV müssen die Fernmeldedienstanbieterinnen ihren\nTeilnehmerinnen und Teilnehmern auf einfache und unentgeltliche Weise\ndie Möglichkeit bieten, die Anzeige ihrer Rufnummer auf der Anlage\nder oder des Angerufenen zu unterdrücken, wenn es mit vertretbarem\nAufwand technisch möglich ist. Abs. 4 dieser Bestimmung hält fest, dass die\nFernmeldedienstanbieterinnen die Rufnummeranzeige der Anrufenden\nin allen Fällen für die Verbindungen garantieren müssen, bei denen\ndie Standortiden­tifikation nach Art. 28 Abs. 3 FDV (und den hier nicht\ninteressierenden Art. 66 Abs. 4 FDV) gewährleistet sein muss. Nach Art. 28\nAbs. 3 FDV muss die Standortidentifikation der Anrufenden für die Nummern\n112, 117, 118 und 144 online gewährleistet sein, soweit es die Technik zulässt.\nDiese Kurznummern stehen den Notrufdiensten Europäische Notrufnummer\n(112), Polizeinotruf (117), Feuerwehrnotruf (118) und Sanitätsnotruf (144)\nzur Verfügung (Art. 28 Abs. 1 der Verordnung vom 6. Oktober 1997 über die\nAdressierungselemente im Fernmeldebereich [AEFV], SR 784.104). Weiter hält\nArt. 28 Abs. 3 FDV in der seit dem 1. Februar 2005 gültigen Fassung (AS 2005\n669) folgendes fest:\n«Auf Gesuch hin kann das Bundesamt weitere ausschliesslich für Notrufdienste\nder Polizei, der Feuerwehr sowie der Sanitäts- und Rettungsdienste bestimmte\nNummern bezeichnen, bei denen diese Standortidentifika­tion zu garantieren ist.\nEs publiziert die Liste dieser Nummern.»\n\n"}