{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-12-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-67--_2004-12-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007040.pdf?ID=150007040", "Checksum": "634a93bab3c3255b2807863435ee9060"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.67 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 10.12.2004 JAAC 69.67 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 10.12.2004 JAAC 69.67 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 10.12.2004 JAAC 69.67 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:53", "Checksum": "856be449f6719f9011f8f7afa428c2b9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 10.12.2004 JAAC 69.67 \r\n\n 6\nQuartierplanverfahrens feststeht, dass für ihr Grundstück eine adäquate und\nrechtsgenügende rückwärtige Alternativerschliessung überhaupt möglich und\nzweckmässig ist.\n7.1. Gesetzlich geregelt sind die Grundsätze der Koordination in\nArt. 25a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung\n(Raumplanungsgesetz [RPG], SR 700). Zwar sind die Koordinationsvorschriften\ndes RPG für in der Bewilligungshoheit des Bundes stehende Bauvorhaben\ngrundsätzlich nicht anwendbar, was aber nicht heisst, dass Bundesbehörden\ndie Koordinationsgrundsätze nicht auch zu beachten hätten - im Gegenteil.\nLetztere gelten sowohl für bundesrechtliche als auch für kantonale Verfahren\n(Arnold Marti, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung,\nZürich 1999, N. 12 und 22 zu Art. 25a). Verbesserungen in diesem Bereich zu\nerzielen, war gerade das Hauptanliegen des als Mantelgesetz ausgestalteten\neidgenössischen Koordinationsgesetzes (Bundesgesetz über die Koordination\nund Vereinfachung der Plangenehmigungsverfahren vom 18. Juni 1999,\nAS 1999 3071 ff., vgl. dazu BBl 1998 2591 ff. [Botschaft] sowie Peter\nHänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltrecht, 4. Auflage, Bern\n2002, S. 450). Dass eine Koordinationspflicht besteht - insbesondere\nauch dann, wenn eidgenössische und kantonale Behörden gleichzeitig\nzuständig sind -, hat auch das Bundesgericht festgehalten (BGE 116 Ib 50\nE. 4b) und dies nicht zuletzt damit begründet, andernfalls bestehe das\nRisiko sachlich unhaltbarer Ergebnisse (Art. 4 der Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1974 [aBV[87]], vgl. auch\nArt. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom\n18. April 1999 [BV], SR 101). Nebst den in der Lehre zum Teil umstrittenen\nverfassungsrechtlichen Grundlagen (vgl. Hänni, a.a.O., S. 443, Fn. 42) enthält\naber auch das Bundesrecht selber Vorschriften, welche die Behörden zur\nKoordination anhalten. So ist etwa eine Vorgabe des RPG, dass Bund, Kantone\nund Gemeinden ihre raumwirksamen Tätigkeiten aufeinander abstimmen\n(Art. 1 Abs. 1 RPG). Art. 3 der Verordnung vom 23. November 1983 über Bau\nund Betrieb der Eisenbahnen (Eisenbahnverordnung [EBV], SR 742.141.1)\nverlangt unter dem (Rand-)Titel «Berücksichtigung anderer Interessen», dass\nden Belangen der Raumplanung bereits bei der Planung und Projektierung\n(von Eisenbahnanlagen) Rechnung zu tragen sei. Dass die Vorinstanz, wenn\nsie denn vorliegend zuständig gewesen wäre (vgl. E. 6), zur Beachtung der\nKoordinationsgrundsätze verpflichtet gewesen wäre, hat im Übrigen weder sie\nselber noch die Beschwerdegegnerin bestritten.\n7.2. Ganz allgemein versteht man unter Koordination die Abstimmung von\nMassnahmen, von Kompetenzen und von Zuständigkeiten, um Vorgänge\nzieladäquat und/oder effizient zu steuern (Hänni, a.a.O., S. 439). Gemeinhin\nwird zwischen formeller und materieller Koordination unterschieden (vgl.\nChristoph Bandli, Neue Verfahren im Koordinationsgesetz: Ausgleich von\nSchutz und Nutzen mittels Interessenabwägung, Umweltrecht in der Praxis\n[URP] 2001, S. 511 ff.). Während man unter formeller Koordination die\nHarmonisierung oder Zusammenlegung verschiedener Verfahren zwecks\nSicherstellung der materiellen Koordination versteht, ist mit letzterer\ndie Abstimmung von allen auf ein Vorhaben anwendbaren materiellen\nVorschriften, mithin also die Interessenabwägung gemeint (vgl. Bandli,\na.a.O., S. 534). Das hat zur Folge, dass materiellrechtliche Vorschriften, die\nsachlich eng zusammenhängen, von einer einzigen Instanz zu beurteilen\n\n"}