{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-04-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-112--_2005-04-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006761.pdf?ID=150006761", "Checksum": "f031a849f15361ab690d8a7b94125424"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.112 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:04", "Checksum": "10c09bc82a2ef20805b147fa1f68789b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r\n\n 9\n(...)\n13. Die Beschwerdeinstanz auferlegt die Verfahrenskosten in der Regel der\nunterliegenden Partei, ausser es handelt sich dabei um die Vorinstanz oder\neine Beschwerde führende und unterliegende Behörde. Soweit sich der Streit\naber um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen\nAnstalten dreht, haben andere als Bundesbehörden, die Beschwerde führen\nund unterliegen, Verfahrenskosten zu bezahlen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).\nDamit sind der Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.\nVorliegend steht das Enteignungsrecht des Beschwerdegegners im Streit. Es\nstellt sich deshalb die Frage, ob die enteignungsrechtlichen Bestimmungen\nüber die Kostenregelung zur Anwendung gelangen. Das EntG äussert sich\nausdrücklich in Art. 114 und Art. 116 zur Frage der Kostenverlegung. Erstere\nBestimmung bezieht sich auf das Einspracheverfahren, Letztere auf das\nbundesgerichtliche Rechtsmittelverfahren. Das Beschwerdeverfahren\nvor der REKO/INUM dagegen ist nicht erwähnt, es lässt sich auch nicht\ndurch Auslegung unter Art. 114 subsumieren, dies nicht zuletzt deshalb,\nweil es im Zeitpunkt des Erlasses von Art. 114 EntG weder die REKO/INUM\nnoch eine ihr ähnliche Rechtsmittelinstanz gab. Art. 114 EntG bezieht\nsich demnach ausschliesslich auf das Einspracheverfahren. Die beiden\nRegelungen von Art. 114 und Art. 116 EntG, wonach der Enteigner in jedem\nFall, d. h. auch bei Obsiegen, die Verfahrenskosten zu tragen hat, legen aber\nden Schluss nahe, das EntG sei mit Blick auf die Verfahrenskosten, die im\nBeschwerdeverfahren vor der REKO/INUM entstehen, lückenhaft, wäre es\ndoch stossend, würde das Entschädigungsprinzip lediglich für das Einspracheund das bundesgerichtliche Verfahren, nicht jedoch für dasjenige bei der\nREKO/INUM gelten. In Analogie zu Art. 114 und Art. 116 EntG hat deshalb der\nEnteigner grundsätzlich auch im Verfahren vor der REKO/INUM die Kosten zu\ntragen, die aus der Geltendmachung des Enteignungsrechts entstehen.\nBezüglich des Verhältnisses von EntG und VwVG hält Art. 4 VwVG fest, dass\nandere Verfahrensregelungen nur dann Vorrang haben sollen, wenn sie\nein Verfahren eingehender regeln und den Bestimmungen des VwVG nicht\nwidersprechen. Beide Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Die geforderte\neingehendere Regelung ist die richterlich geschaffene Entschädigungsnorm.\nWas die Widerspruchsfreiheit anbelangt, so legt zwar Art. 63 Abs. 1 VwVG das\nUnterliegerprinzip fest, dies jedoch nicht in absoluter Weise, soll dieses doch\nnur in der Regel gelten, ausnahmsweise können die Kosten sogar erlassen\nwerden. Die richterliche Kostenregelung nach EntG stellt nun in Gestalt einer\nlex specialis eine solche Ausnahme dar, welche ein Abweichen von der Regel\nnach Art. 63 Abs. 1 VwVG, d. h. von der lex generalis erlaubt. Die richterliche\nLückenfüllung steht somit in Einklang mit der Kostenregelung des VwVG.\nDer Beschwerdegegner als allfälliger Enteigner hat demnach die\nVerfahrenskosten von Fr. 1’500.- für das Beschwerdeverfahren zu tragen.\n(Die REKO/INUM heisst die Beschwerde gut, hebt die angefochtene Verfügung\nauf und weist die Sache zu neuem Entscheid an das BAV zurück)\n\n10\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 69.112 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission für\nInfrastruktur und Umwelt vom 27. April 2005 [A-2004-128]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2005\nAnnée\nAnno\n\nBand 69\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 761\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}