{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-04-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-112--_2005-04-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006761.pdf?ID=150006761", "Checksum": "f031a849f15361ab690d8a7b94125424"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.112 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:04", "Checksum": "10c09bc82a2ef20805b147fa1f68789b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r\n\n 4\nKernpunkt und Ziel der durch das Koordinationsgesetz verwirklichten\nNeuordnung der Entscheidverfahren war und ist eine bessere Koordination\nsowie eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bewilligungsverfahren\nfür Bauten und Anlagen, insbesondere auch für Eisenbahnprojekte.\nDie Plangenehmigung ist zugleich die Baubewilligung und genügt\ndamit für die Realisierung des Vorhabens. Während das Bundesgericht\nim Entscheid «Chrüzlen» (BGE 116 Ib 50) noch das Erfordernis des\nengen Sachzusammenhangs bezüglich der anwendbaren Vorschriften\nals Kriterium für den Umfang der Koordinationspflicht nannte,\nwurde beim Erlass des Koordinationsgesetzes darauf verzichtet,\neinzig auf dieses Kriterium abzustellen. Vielmehr wurde durch\nverschiedene Ausgestaltungen der formellen Koordination eine noch\numfassendere materielle Koordination statuiert. Damit geht der\nUmfang der Pflicht zur koordinierten Rechtsanwendung über die\nAnforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und damit über\ndie verfassungsrechtlichen Mindestanforderungen hinaus (vgl. Arnold Marti\nin: Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, 1999, Art. 25a,\nRz. 16 sowie Alain Griffel, Verfahrenskoordination im öffentlichen Recht -\nwo stehen wir heute?, Zeitschrift recht, 2000, S. 225 ff.; vgl. ausführlich der\nEntscheid der Rekurskommission des Eidgenössischen Departements für\nUmwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation [REKO/UVEK] vom 12. Januar\n2001 [D-2000-62] E. 5.2.2; publiziert in VPB 65.89). Mit anderen Worten wurden\nmit dem Koordinationsgesetz die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen\n(formelle Koordination) geschaffen für eine Gesamtabwägung aller\nVor- und Nachteile eines Projekts (materielle Koordination), mithin\nfür eine umfassende Interessenabwägung (vgl. Christoph Bandli, Neue\nVerfahren im Koordinationsgesetz: Ausgleich von Schutz und Nutzen mittels\nInteressenabwägung, Umweltrecht in der Praxis [URP] 2001 S. 511 ff., 516\nf.). In diesem Sinne hat das BAV als zuständige Behörde bei Streitigkeiten\nbetreffend Sicherheitsvorkehren sowie als Plangenehmigungsbehörde im\nSinne von Art. 18 Abs. 2 Bst. a EBG eine umfassende Interessenabwägung\nvorzunehmen, indem es alle relevanten Interessen ermittelt, bewertet\nund gegeneinander abwägt, um sodann gestützt darauf zu entscheiden,\nwelcher der möglichen Massnahmen der Vorzug zu geben ist. Indem nicht\nnur verschiedene Möglichkeiten der Signalisierung, sondern auch die\nSchliessung des Bahnübergangs als besonders raumwirksame Massnahme zur\nAuswahl steht, ist die Interessenabwägung und in deren Rahmen die Prüfung\nverschiedener Alternativen von besonderer Bedeutung. Werden im Rahmen\neines Plangenehmigungsverfahrens keine Alternativen zur beantragten\nMassnahme in Betracht gezogen, so liegt ein Fehler in der Interessenabwägung\nund damit ein Rechtsfehler vor (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli\n2004 [1A.191/2003] E. 6.1.1, publiziert in URP 2004 S. 622 ff., vgl. Pierre\nTschannen / Ulrich Zimmerli, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2005,\n§26, Rz. 41 mit Hinweis auf BGE 112 Ib 26 E. 4b/bb; vgl. zum Ganzen auch:\nEntscheide der REKO/UVEK vom 23. April 2003 [A-2002-34] E. 6, bestätigt\ndurch das Bundesgericht mit Urteil vom 31. Oktober 2003 [1A.117/2003],\nvom 2. Oktober 2001 [A-2000-45] E. 7 ff., publ. in VPB 66.47 sowie vom 13.\nMai 2004 [A-2003-158], bestätigt durch das Bundesgericht mit Urteil vom 3.\nDezember 2004 [1E.10/2004], je mit weiteren Hinweisen). Dabei ist sodann\nvom Prinzip der Einheit und Unteilbarkeit des Entscheids auszugehen.\nDie Bewilligungsbehörde hat alle sich für diesen Entscheid auf Grund der\n\n"}