{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-04-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-69-112--_2005-04-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006761.pdf?ID=150006761", "Checksum": "f031a849f15361ab690d8a7b94125424"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.112 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 27.04.2005 JAAC 69.112 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:04", "Checksum": "10c09bc82a2ef20805b147fa1f68789b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 27.04.2005 JAAC 69.112 \r\n\n 3\nInteressenabwägung auf, womit sich eine separate Behandlung erübrigt.\nDie gerügte fehlerhafte Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ist\nebenfalls im Rahmen der Überprüfung der Interessenabwägung zu beurteilen.\n6. Bevor auf die einzelnen Rügen einzugehen ist, drängt es sich auf, die für die\nAufhebung von Bahnübergängen massgebenden Gesetzesbestimmungen in\nihrem Zusammenhang kurz darzulegen.\n6.1. Art. 17 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG, SR\n742.101) legt die Grundsätze der Planung, des Baus und des Betriebs von\nEisenbahnen fest. Nach dessen Abs. 4 sind die Bahnunternehmungen für\nden sicheren Betrieb der Bahnanlagen und Fahrzeuge verantwortlich\nund nach Art. 19 Abs. 1 EBG verpflichtet, die Sicherheitsvorkehren zu\ntreffen, die gemäss den Vorschriften des Bundesrates und den mit den\ngenehmigten Plänen verbundenen Auflagen zur Sicherheit des Baus\nund Betriebs der Bahn sowie zur Vermeidung der Gefahr für Personen\nund Sachen notwendig sind. Die ausführlichen Sicherheitsvorschriften\nfinden sich in der Verordnung vom 23. November 1983 über Bau und\nBetrieb der Eisenbahnen (Eisenbahnverordnung [EBV], SR 742.141.1; vgl.\nArt. 1 Abs. 2 EBV). Bestehende Bahnübergänge sind entsprechend der\nVerkehrsbelastung und der Gefahrensituation entweder aufzuheben oder so\nmit Signalen oder Anlagen auszurüsten, dass sie sicher befahren und betreten\nwerden können. Dabei wird die Signalisation und die Verkehrsregelung am\nBahnübergang durch die Betriebsart der Bahn bestimmt (Art. 37b EBV).\nDie Signalisation von Bahnübergängen erfolgt grundsätzlich mittels der\nErstellung von Schranken- oder Halbschrankenanlagen (Art. 37c Abs. 1 EBV).\nAusnahmen von dieser Regelung sind in Art. 37c Abs. 3 und 5 geregelt. Bei\nStreitigkeiten entscheidet das BAV nach Anhörung der beteiligten Behörden\nund Transportunternehmungen über die zur Sicherheit des Baues und\nBetriebes der Bahn sowie zum Schutz von Personen und Sachen zu treffenden\nMassnahmen (Art. 40 Abs. 1 Bst. b EBG).\n6.2. Das Verfahren richtet sich nach Art. 18 ff. EBG. Gemäss Art. 18 Abs.\n1 EBG dürfen Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Bau\nund Betrieb einer Eisenbahn dienen (Eisenbahnanlagen), nur mit einer\nPlangenehmigung erstellt oder geändert werden. Nach den mit dem\nBundesgesetz vom 18. Juni 1999 über die Koordination und Vereinfachung\nvon Entscheidverfahren (AS 1999 3071; im Folgenden: Koordinationsgesetz)\ngeänderten verfahrensrechtlichen Bestimmungen ist das Entscheidverfahren\nnach dem Konzentrationsmodell in der Weise ausgestaltet, dass die Einhaltung\nder verschiedenen anwendbaren bundes- und kantonalrechtlichen\nBestimmungen von einer einzigen Behörde erstinstanzlich beurteilt wird (vgl.\nBotschaft zu einem Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung\nder Plangenehmigungsverfahren vom 25. Februar 1998, BBl 1998 2596).\nDabei sind alle nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen in einem\nGesamtentscheid zu erteilen (Art. 18 Abs. 3 EBG). In diesen Gesamtentscheid\nintegriert werden insbesondere das Plangenehmigungsverfahren und -\nfalls eine Enteignung notwendig werden kann - das enteignungsrechtliche\nVerfahren (Botschaft, a.a.O., S. 2600). Die Genehmigungsbehörde entscheidet\nmit der Plangenehmigung somit auch über die enteignungsrechtlichen\nEinsprachen (Art. 18h Abs. 1 EBG).\n\n"}