{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-02-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-67-87--_2003-02-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006146.pdf?ID=150006146", "Checksum": "58078696c18fd1c72c35f68e77e4d293"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.87 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 12.02.2003 JAAC 67.87 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 12.02.2003 JAAC 67.87 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 12.02.2003 JAAC 67.87 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:08", "Checksum": "a659744446779952afbb3c3b8595c88c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 12.02.2003 JAAC 67.87 \r\n\n 8\n18. Dezember 2001, Bernische Verwaltungsrechtsprechung [BVR] 2002 S. 263\nE. 4a.aa). Der Antrag der Beschwerdeführerin, die geplante Mobilfunkantenne\nsei an anderer Stelle zu errichten, ist deshalb abzuweisen. Damit ist auf ihren\nEinwand, die Gesuchstellerin habe ihre Behauptungen bezüglich des lokalen\nFunkkonzepts, der radiotechnischen Gebietsabdeckung und der fehlenden\nAlternativstandorte nicht ausreichend begründet, nicht einzugehen.\nIn diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass gemäss\nRechtsprechung auch in einem kantonalen Baubewilligungsverfahren\nähnliche Überlegungen massgebend wären. Denn der geplante\nAntennenstandort liegt in der Bauzone, weshalb grundsätzlich ein Anspruch\nauf Bewilligungserteilung besteht, sofern die Anlage dem Zweck der\nentsprechenden Nutzungszone entspricht und die Anforderungen des\nkantonalen Rechts (namentlich des Baurechts) und des Bundesrechts\n(namentlich der NISV) erfüllt sind. Weil die umfassende Interessenabwägung\ngemäss Art. 24 RPG nur für Standorte ausserhalb der Bauzone erforderlich\nist, muss für Standorte innerhalb der Bauzone weder eine Bedürfnisprüfung\nnoch eine das gesamte Netz der Mobilfunkbetreiberin sowie die Netze von\nKonkurrenzunternehmen berücksichtigende Suche nach Alternativstandorten\nerfolgen, soweit kantonales oder kommunales Recht keine entsprechende\nKoordinationspflicht vorschreiben (Urteil des Bundesgerichts vom\n24. September 2002, BGE 128 II 378, und in: Umweltrecht in der Praxis\n[URP] 2002 S. 769 E. 9.4; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich\nvom 24. August 2000, in: URP 2001 S. 161 E. 9c.bb; vgl. auch Urteil des\nVerwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Januar 2002, BVR 2002 S. 400\nE. 4; Walker, a.a.O., Ziff. 1.4.1).\n(…)\n4.4. Festzuhalten ist somit, dass die geplante Anlage mit dem Bundesrecht\nvereinbar ist und auch kantonales sowie kommunales Recht einer\nBewilligungserteilung nicht entgegen stehen. Die Plangenehmigung der\nVorinstanz ist damit nicht zu beanstanden.\n5. Im Sinne eines Eventualantrages macht die Beschwerdeführerin\nEntschädigungsansprüche geltend, weil ihr Bauland durch die Errichtung\nder geplanten Antennenanlage einen Wertverlust erleide. Dabei verlangt\nsie, dass ihre Forderungen im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens zu\nbehandeln seien.\n5.1. Das koordinierte und vereinfachte Entscheidverfahren sieht vor, dass\ndie Genehmigungsbehörde mit der Plangenehmigung gleichzeitig auch\nüber die enteignungsrechtlichen Einsprachen entscheidet (Art. 16h Abs. 1\nEleG). Deshalb muss die Unternehmung spätestens mit der öffentlichen\nAuflage des Gesuchs den Entschädigungsberechtigten nach Art. 31 EntG\neine persönliche Anzeige über die zu enteignenden Rechte zustellen\n(Art. 16e EleG) und innerhalb der Auflagefrist sind auch sämtliche\nenteignungsrechtlichen Einwände sowie Begehren um Entschädigung\noder Sachleistung geltend zu machen (Art. 16f Abs. 2 EleG). Nach\nAbschluss des Plangenehmigungsverfahrens wird, soweit erforderlich, das\nSchätzungsverfahren vor der Eidgenössischen Schätzungskommission zur\nBehandlung der angemeldeten Forderungen durchgeführt (Art. 45 Abs. 1\n\n"}