{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-06-23", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-67-132--_2003-06-23.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005867.pdf?ID=150005867", "Checksum": "f040b9b6dbc41521f9743d2d577c95f7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.132 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 23.06.2003 JAAC 67.132 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 23.06.2003 JAAC 67.132 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 23.06.2003 JAAC 67.132 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:48", "Checksum": "274f864e34a172bca08a0cac94518883", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 23.06.2003 JAAC 67.132 \r\n\n 7\nUngleichbehandlung verweist die Post einerseits darauf, dass der Antrag auf\nPrivilegierung der gemeinnützigen Organisationen im Parlament nur ganz\nknapp abgelehnt worden sei. Andererseits sei anlässlich einer Besprechung\nvom 15. Juni 1995 mit dem damaligen Eidgenössischen Verkehrs- und\nEnergiewirtschaftsdepartement (EVED, heute Departement für Umwelt,\nVerkehr, Energie und Kommunikation [UVEK]), vereinbart worden, die bis zu\ndiesem Zeitpunkt geltende Praxis der Privilegierung von Hilfsorganisationen\nfortzuführen, selbst wenn es sich nicht um Mitgliedschaftspresse handle. Die\nPost beantragt, die Aktennotiz der Besprechung vom 15. Juni 1995 sei beim\nUVEK zu edieren.\nNachfolgend ist zu prüfen, ob diese Praxis eine Ungleichbehandlung darstellt\nund falls ja, ob vorliegend die Voraussetzungen für einen Anspruch auf\nGleichbehandlung im Unrecht erfüllt sind.\n6.1.1. Die Vorinstanz argumentiert, das Kriterium der «Gemeinnützigkeit»\nder zum Vergleich herangezogenen Organisationen rechtfertige deren\nAndersbehandlung. Ob die Privilegierung gerechtfertigt ist, beurteilt sich\ngestützt auf die massgebenden rechtlichen Grundlagen. Es kann nur dann\nvon einer Ungleichbehandlung gesprochen werden, wenn die Vorinstanz in\neinem oder mehreren Fällen von den massgebenden Normen abgewichen\nist (Ulrich Häfelin / Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl.,\nZürich 2002, Rz. 518). Art. 15 PG und Art. 11 VPG, die weitgehend den Art. 10\nAbs. 1bis PVG und Art. 39 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung entsprechen (vgl.\nBotschaft des Bundesrates zum Postgesetz vom 10. Juni 1996 [nachfolgend:\nBotschaft], BBl 1996 III 1249 ff., S. 1289), beinhalten keine ausdrückliche\nPrivilegierung der Publikationen gemeinnütziger Organisationen. Eine solche\nergibt sich auch nicht durch Auslegung, wie nachfolgende Erwägungen zeigen.\nIn den parlamentarischen Beratungen im Zusammenhang mit der Änderung\nvon Art. 10 Abs. 1bis PVG vom 24. März 1995 wurde diese Frage vor allem\nvom Nationalrat, aber auch vom Ständerat, eingehend diskutiert. In diesem\nZusammenhang ist insbesondere auf den Antrag von Nationalrätin Hollenstein\nhinzuweisen, wonach der Bundesrat gemeinnützigen Organisationen, die\nohne Gewinnstreben und eigene Interessen dem Wohl der Allgemeinheit\ndienen, für Zeitungen aufgrund besonderer Kriterien Vorzugstaxen gewähren\nsollte (vgl. AB 1994 N 2422). Während die Befürworter einer Privilegierung\ngeltend machten, die gemeinnützigen Organisationen erfüllten im weitesten\nSinne ebenfalls Aufgaben des Staats, wodurch dieser entlastet werde und\neine Taxerhöhung diese Aufgabenerfüllung gefährden könnte (vgl. AB 1994 N\n2424 Votum Hollenstein, AB 1994 N 2427 Votum Baumberger, AB 1994 N 2428\nVotum Schmid Peter, AB 1994 N 2430 Votum Vollmer), führten die Gegner einer\nPrivilegierung ins Feld, dass generell die Anzahl der unterstützten Titel zu\nreduzieren sei und die Sozial- nicht mit der Pressepolitik vermischt werden\nsollte (vgl. AB 1994 N 2413 und AB 1994 N 2428 Votum Mamie, AB 1994 N\n2428 f. Votum Columberg, AB 1994 N 2429 Votum Schmied Walter, AB 1994\nN 2430 Votum Bundesrat Ogi). Schliesslich lehnte der Nationalrat - wenn\nauch äusserst knapp mit 75 zu 73 Stimmen - den Antrag Hollenstein ab (vgl.\nAB 1994 N 2431). Auch im Ständerat wurde die Frage der Privilegierung der\ngemeinnützigen Institutionen aufgeworfen, jedoch kein Antrag in Richtung\neiner Privilegierung gestellt (vgl. AB 1995 S 394 ff., Votum Danioth S. 396). Der\nzuständige Bundesrat hat im Ständerat in der abschliessenden Stellungnahme\nklar gestellt, dass eine Sonderbehandlung der gemeinnützigen Institutionen\n\n"}