{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-04-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-67-131--_2003-04-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005864.pdf?ID=150005864", "Checksum": "c3503e154aeb6a0118ffbdffa51014b4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.131 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 14.04.2003 JAAC 67.131 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 14.04.2003 JAAC 67.131 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 14.04.2003 JAAC 67.131 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:44", "Checksum": "8a8d270dc511580a1fbe7f7939ffe4ad", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 14.04.2003 JAAC 67.131 \r\n\n 7\nverschiedenen Lärmarten anschliessend so festgelegt, dass der Prozentsatz der\nPersonen, die sich auch bei Belastungen unterhalb der IGW für die ES II und\nIII noch stark gestört fühlen, zumeist im Bereich von 20%-30% bzw. 15%-25%\nliegt (Zäch/Wolf, a.a.O., N. 26 zu Art. 15; BGE 126 II 522 ff. E. 44 mit weiteren\nHinweisen; Robert Hofmann, Die Grenzwerte für Fluglärm - kritisch betrachtet,\nUmweltrecht in der Praxis [URP] 2000 S. 853 f.).\nDieses Vorgehen zeigt, dass sich die IGW nicht rein wissenschaftlich genau\nfestlegen lassen. Vielmehr sind sie das Resultat des Zusammenspiels\nverschiedener Wissenschaften, wobei auch Wertungen einfliessen können.\nDer Wortlaut des Gesetzes steht einem solchen Vorgehen nicht im Wege, im\nGegenteil. Die im Gesetz genannten Kriterien sind so unbestimmt, dass sie\nselbst einer Auslegung und damit einer Wertung bedürfen (Alexander Zürcher,\nDie vorsorgliche Emissionsbegrenzung nach dem Umweltschutzgesetz, Zürich\n1996, S. 131 f). Gesichtspunkte ausserhalb des Schutzziels von Art. 15 USG,\nwie die wirtschaftlichen oder raumplanerischen Anliegen, haben aber bei der\nFestlegung der IGW grundsätzlich ausser Acht zu bleiben (Zäch/Wolf, a.a.O.,\nN. 30 zu Art. 15).\n9.2.1. Nachdem die Eidgenössische Kommission für die Beurteilung von\nLärmimmissionsgrenzwerten im September 1997 ihren 6. Teilbericht über\nBelastungsgrenzwerte für den Lärm der Landesflughäfen erstellt hatte\n(Schriftenreihe Umwelt Nr. 296, BUWAL 1998, nachfolgend SRU 296) legte\nder Bundesrat in Anhang 5 zur LSV die Belastungsgrenzwerte für den\nLärm von zivilen Flugplätzen fest (AS 2000 1388). Er wich dabei offenbar\nvor allem aus ökonomischen Überlegungen von den Erkenntnissen des\nTeilberichts ab (Hofmann, a.a.O., S. 857). Eine akzessorische Überprüfung\nder Belastungsgrenzwerte durch das Bundesgericht ergab, dass sie Art. 15\nund Art. 13 Abs. 2 USG widersprachen (BGE 126 II 522 E. 41-46). Das\nBundesgericht hat an ihrer Stelle die Belastungsgrenzwerte gemäss Teilbericht\nfür anwendbar erklärt. Am 30. Mai 2001 übernahm der Bundesrat ebenfalls\ndiese Belastungsgrenzwerte und ersetzte damit Anhang 5 Ziff. 22 LSV (AS 2001\n1610). Gemäss heute geltendem Recht liegen die IGW in der ES II für die erste\nNachtstunde (22-23 Uhr) bei 55 dB(A), für die zweite (23-24 Uhr) und für die\nletzte Nachtstunde (05-06 Uhr) bei 50 dB(A). In der ES III liegt der IGW für\nalle drei Nachtstunden bei 55 dB(A). In der Zeit von 24-05 Uhr besteht kein\nplanmässiger Flugbetrieb.\n9.2.2. Die Belastungsgrenzwerte nach Anhang 5 Ziff. 22 LSV gelten für alle\nzivilen Flugplätze, auf denen Grossflugzeuge verkehren, unabhängig davon,\nob es sich um einen der drei Landesflughäfen oder um einen anderen\nFlugplatz handelt (Anhang 5 Ziff. 1 Abs. 2 LSV). Auch die aufgehobenen\nBelastungsgrenzwerte machten für die Nachtstunden keine Unterscheidung\nzwischen Landesflughäfen und Regionalflughäfen. Die IGW lagen aber\nwesentlich höher als heute. Hingegen wurde für die ES II der IGW in der\nUmgebung von Landesflughäfen tagsüber um 5 dB(A) höher festgelegt als\nanderswo.\nDie Beschwerdeführerin macht geltend, ein IGW bei Regionalflughäfen von\nüber 50 dB(A) in der ES II für die erste Nachtstunde stehe in Widerspruch zu\nArt. 15 USG. Sinngemäss argumentiert sie weiter, die Ungleichbehandlung\n\n"}