{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-02-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-67-130--_2003-02-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005861.pdf?ID=150005861", "Checksum": "df6da5a8f87dec853e151e21d2b21221"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.130 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 04.02.2003 JAAC 67.130 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 04.02.2003 JAAC 67.130 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 04.02.2003 JAAC 67.130 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:07", "Checksum": "d9ef32b8b7de1b871b4283b1f16d5689", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 04.02.2003 JAAC 67.130 \r\n\n 8\nLeq) als Ausgangsgrösse ab. Der Leq ist ein zeitlich konstanter Pegel mit der\ngenau gleichen Schallenergie, wie die des zeitlich veränderlichen Schallpegels\nim selben Beurteilungszeitraum (vgl. etwa: Kurt Eggenschwiler, Dezibel & Co.\n- zu den Grundlagen der Akustik, in Umweltrecht in der Praxis [URP] 1994,\n396 ff., S. 404; Stalder, a.a.O., S. 5.3 f.; Hofmann, a.a.O., S. 5-11 ff.). Der Leq\nvereinigt die Ruhezeitanteile, die Ereignishäufigkeit und die Pegelspitzen auf\nein einziges Mass, wobei der Leq jeweils spitzenorientiert ist (vgl. Abb. 2.11 in\nStalder, a.a.O., S. 2.8; Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL),\nSchriftenreihe Umwelt Nr. 329, Lärmbekämpfung in der Schweiz, Bern 2002,\nS. 89 f.). Der Leq ist sowohl beim Teilbeurteilungspegel Lr1 als auch beim\nTeilbeurteilungspegel Lr2 von Bedeutung. So ist der Teilbeurteilungspegel Lr1\ndie Summe des vom Fahrbetrieb verursachten A-bewerteten Mittelungspegels\nLeq,f und der Pegelkorrektur K1 (Lr1 = Leq,f + K1; Ziff. 31 Abs. 2 Anhang 4\nLSV). Der Teilbeurteilungspegel Lr2 ist die Summe des vom Rangierbetrieb\nverursachten A-bewerteten Mittelungspegels Leq,r und der Pegelkorrektur K2\n(Lr2 = Leq,r + K2; Ziff. 31 Abs. 3 Anhang 4 LSV). Die Teilbeurteilungspegel\nLr1 und Lr2 bestehen demnach aus dem eigentlichen akustischen Teil\n(Leq,f oder Leq,r) und der entsprechenden Pegelkorrektur (K1 oder K2). Die\nPegelkorrekturen berücksichtigen auch nichtakustische Aspekte und beruhen\nauf Erfahrungswerten (Hofmann, a.a.O., S. 7-10).\n9.4. Alle Beschwerdeführenden beanstanden nun, dass im Sanierungsprojekt\nfür die Gemeinde Killwangen die Pegelkorrektur K1 zu Unrecht berücksichtigt\nworden ist.\nDie Pegelkorrektur K1 (so genannter Schienenbonus; vgl. Ziff. 33 Abs. 1\nAnhang 4 LSV) beträgt je nach der Anzahl Zugsfahrten pro Tag bzw. Nacht\nzwischen -5 und -15 dB(A), vorliegend -5 dB(A). Diese Pegelkorrektur wurde\neingeführt, da verschiedene soziologische Studien gezeigt haben, dass\nBahnlärm (bei gleicher physikalischer Intensität) allgemein als deutlich\nweniger störend wahrgenommen wird als Strassenlärm. Mit anderen\nWorten wird Bahnlärm bei gleichem Leq wie Strassenlärm als weniger lästig\nempfunden (vgl. Hofmann, a.a.O., S. 13-9 f.; Stalder, a.a.O., S. 8.2). Auch wenn\ndie von der LSV eingeführte Pegelkorrektur K1 bezüglich der Nacht teilweise\nkritisiert wird (vgl. Hofmann, a.a.O., S. 13-9), kann nicht ohne weiteres davon\nabgewichen werden. Insbesondere führen die Beschwerdeführenden nicht\naus, inwiefern der Bundesrat beim Erlass der LSV in Bezug auf die Festsetzung\nder Pegelkorrektur K1 Gesetz oder Verfassung verletzt haben sollte. Auch die\nfür Umweltschutzbelange zuständige Fachbehörde des Bundes (BUWAL) hält\nausdrücklich fest, der Schienenbonus (Pegelkorrektur K1) sei nach wie vor\ngerechtfertigt.\nDer Antrag der Beschwerdeführenden, auf die Pegelkorrektur K1 sei zu\nverzichten, wird daher abgewiesen.\n9.5. Die Beschwerdeführenden 1 berufen sich verschiedentlich auf die Nähe\ndes Rangierbahnhofs Limmattal und die von diesem ausgehenden Emissionen.\nSie sind offenbar der Ansicht, der Rangierlärm des Rangierbahnhofs\nLimmattal sei bei der Berechnung des Emissionsbeurteilungspegels zu Unrecht\nnicht berücksichtigt worden.\nGemäss Ziff. 33 Abs. 2 Anhang 4 LSV berücksichtigt die Pegelkorrektur K2\nfür Rangierlärm die Häufigkeit und die Hörbarkeit aller impulsartigen,\ntonhaltigen und kreischenden Lärmereignisse und beträgt je nach\n\n"}