{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-04-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-66-64--_2001-04-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005642.pdf?ID=150005642", "Checksum": "482ef4ca892d46ba86959851f75cbafc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.64 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:29", "Checksum": "a02c48c9d8c65dd6e6d8079d87d2464b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 05.04.2001 JAAC 66.64 \r\n\n 11\nWie am Augenschein festgestellt werden konnte, handelt es sich nicht\num eine unberührte Landschaft. Die Kulturlandschaft ist geprägt von\nden verschiedenen Nutzungsformen, insbesondere fallen auch störende\nlandwirtschaftliche Bauten auf. Weiter zieht sich das Trassee der Bahnlinie\nFrauenfeld-Kreuzlingen in einer grossen Schlaufe den Hang hinunter.\nDie Linienführung scheint aber so geschickt gewählt, dass diese Anlage\ndie Qualität der Landschaft trotz den notwendigen Bahnstrommasten\nkaum beeinträchtigt. Gesamthaft betrachtet dominieren in dieser\nLandschaftskammer die qualitativ wertvollen Elemente bei Weitem. Eine\ngewisse Anzahl störender Gebäude und Anlagen ist typisch für siedlungsnahe\nLandschaften. Dies kann nicht heissen, dass eine solche Landschaft keine\nSchonung und Aufwertung verdienen würde (vgl. dazu BGE 114 Ib 85 E. 2a,\neine Anlage am Rande eines BLN-Objekts betreffend). Die Existenz störender\nElemente wird aufgewogen durch die Tatsache, dass wegen der Siedlungsnähe\neine grosse Anzahl Personen von deren Erhaltung profitieren kann. So\nkommt dem betroffenen Gebiet ein hoher Wert als Naherholungsgebiet zu.\nWeiter übernimmt es die Funktion einer Eingangspforte für Reisende nach\nKreuzlingen/Konstanz. Insofern scheinen die Bestrebungen des Kantons\nund der Gemeinde Tägerwilen sinnvoll, die Landschaft zu schonen und\naufzuwerten. Diese planerischen Absichten sind vom Bund zu beachten, wobei\njedoch die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe (kostengünstige und sichere\nEnergieversorgung) nicht verhindert oder übermässig erschwert werden darf\n(BGE 118 Ib 569 E. 5; VPB 55.19 E. 6b und 7, VPB 56.7 E. 3d/d je mit weiteren\nHinweisen; Favre, in: Kommentar NHG, Art. 3, Rz. 5).\n3.6.2. Auch von Seiten des Bundes ist die besondere Schutzwürdigkeit der\nLandschaft anerkannt worden. Die momentan im Bau befindliche Autobahn\nA 7 wird nicht wie vorerst geplant in einer weiten Schlaufe den Seerücken\nhinunter nach Konstanz und Kreuzlingen geführt. Im Gebiet Schreckenmoos\nverschwindet sie in den Boden und führt in einem 1,7 km langen Tunnel\n(Girsbergtunnel) unter dem Schlossbereich durch zur Kantonsstrasse\nTägerwilen-Kreuzlingen, wo sich das Nordportal des Tunnels befindet. Die\nzusätzlichen Kosten für diesen Tunnel werden mit Fr. 200 Mio. beziffert.\nDank dieses Tunnels kann der Seerücken vollständig geschont werden.\nDas nördlichste daran anschliessende, über Boden geplante Teilstück der\nAutobahn auf Schweizer Gebiet berührt das Tägermoos anders als die geplante\nFreileitung nur am Rande.\nAuch beim Ausbau der Eisenbahnlinie Frauenfeld-Kreuzlingen auf Doppelspur\nsind offenbar Mehrkosten für eine Absenkung des Trassees in Kauf genommen\nworden. Dadurch wurde eine bessere Einbettung des Trassees in die\nLandschaft erzielt.\n3.6.3. Mit dem Ersetzen der bestehenden 50-kV-Leitung ergibt sich aus\nSicht von Kanton und Gemeinde Tägerwilen die Möglichkeit, auch in Bezug\nauf Freileitungen eine Aufwertung und Verbesserung vorzunehmen. Eine\nquer zum Hang verlaufende 16-kV-Leitung auf Holzmasten wird von der\nBetreiberin in naher Zukunft entfernt werden. Es ist zu prüfen, welche\nAuswirkungen die Realisierung des genehmigten Projekts auf die Landschaft\nhaben würde.\n\n"}