{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-04-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-66-64--_2001-04-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005642.pdf?ID=150005642", "Checksum": "482ef4ca892d46ba86959851f75cbafc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.64 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 05.04.2001 JAAC 66.64 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:29", "Checksum": "a02c48c9d8c65dd6e6d8079d87d2464b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 05.04.2001 JAAC 66.64 \r\n\n 4\nSie beginnt bei Mast Nr. 88 (Schreckenmoos) auf dem Gebiet der Gemeinde\nKreuzlingen und verläuft dem Trassee der bestehenden Leitung entlang\nerst in nördlicher, dann in nordwestlicher Richtung bis zu Mast Nr. 92\n(Nagelhuusen). Von hier an führt sie in nordöstlicher Richtung den\nSeerücken hinunter, überquert die Bahnlinie der Mittelthurgaubahn\n(MThB) Tägerwilen-Weinfelden (nach Mast Nr. 96) und die Kantonsstrasse\nKreuzlingen-Tägerwilen (vor Mast Nr. 99). Dabei führt sie knapp 100 m\nwestlich der Gehöftgruppe Nagelhuusen, ungefähr 400 m westlich von\nSchloss Girsbärg und der Gutsanlage Brunegg, ungefähr 600 m westlich der\nSchlossanlage Chastel sowie ungefähr 800 m westlich von Schloss Ebersbärg\nvorbei. Danach verlässt sie das Trassee der bestehenden Leitung und verläuft\nin einem Abstand von wenigen Metern parallel dazu - immer noch in\nnordöstlicher Richtung - über das Tägermoos, überquert die MThB-Bahnlinie\nTägerwilen-Kreuzlingen und die Bahnlinie Kreuzlingen-Ermatingen, bevor sie\nbeim Zollhaus, mittlerweile wieder auf dem Trassee der bestehenden Leitung,\nim UW Tägerwilen (Gemeinde Tägerwilen) endet.\n3.3. Der Bund nimmt bei der Erfüllung seiner Aufgaben Rücksicht auf die\nAnliegen des Natur- und Heimatschutzes. Er schont Landschaften, Ortsbilder,\ngeschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler; er erhält sie\nungeschmälert, wenn das öffentliche Interesse es gebietet (Art. 78 Abs. 2 der\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999\n[BV], SR 101). Der Bau von Starkstromanlagen ist eine Bundesaufgabe im Sinne\nvon Art. 78 Abs. 2 BV (Art. 2 Bst. b NHG). Das NHG unterscheidet zwischen\nObjekten von nationaler sowie Objekten von regionaler und lokaler Bedeutung\n(Art. 4 NHG). Das BLN sowie das Bundesinventar der schützenswerten\nOrtsbilder der Schweiz (ISOS) gelten als Inventare des Bundes von Objekten\nvon nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 5 NHG (vgl. Art. 1 Abs. 1 der\nVerordnung vom 10. August 1977 über das Bundesinventar der Landschaften\nund Naturdenkmäler [VBLN], SR 451.11 und Art. 1 der Verordnung vom\n9. September 1981 über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder\nder Schweiz [VISOS], SR 451.12). Die darin enthaltenen Objekte unterstehen\ndem verstärkten Schutz von Art. 6 NHG (vgl. Peter M. Keller, Natur- und\nLandschaftsschutzgebiete - Museen oder Selbstbedienungsläden, Umweltrecht\nin der Praxis [URP] 1996 698 ff.).\n3.3.1. In unmittelbarer Nähe des Trassees der bestehenden 50 kV- bzw.\nder geplanten 110-kV-Leitung befindet sich das BLN-Objekt Nr. 1411\nUntersee-Hochrhein (vgl. Anhang VBLN). Geschützt ist insbesondere das\nlinke Ufer des Untersees mit Rastgebieten von europäischer Bedeutung\nfür zahlreiche Zugvögel und Limikolen (Watvögel) sowie der dahinter\nliegende Abhang (Seerücken) mit bedeutenden klösterlichen und städtischen\nSiedlungen des Mittelalters. Die östliche Grenze des BLN-Objekts verläuft\nungefähr 300 m bis 625 m von der Hochspannungsleitung entfernt\n(Schlossbereich) in einem Bachtobel Richtung See. Der Perimeter umfasst\ndas Schloss Chastel, nicht aber die Schlösser und Gutsanlagen Nagelshuusen,\nEbersbärg, Girsbärg und Brunegg sowie das Siedlungsgebiet von Tägerwilen.\n3.3.2. Der verstärkte Schutz von Art. 6 NHG greift nicht nur, wenn ein Projekt\nein Inventar-Objekt direkt betrifft und innerhalb seines Perimeters realisiert\nwerden soll, sondern auch dort, wo einem Schutzobjekt durch Anlagen, die\nan seiner Grenze realisiert werden sollen, Schaden droht (Jörg Leimbacher,\nin: Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6, Rz. 4 mit weiteren Hinweisen).\n\n"}