{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-03-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-66-63--_2002-03-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005639.pdf?ID=150005639", "Checksum": "90e956c71dd350c49c261928ac0cfa18"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.63 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 26.03.2002 JAAC 66.63 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 26.03.2002 JAAC 66.63 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 26.03.2002 JAAC 66.63 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:57", "Checksum": "91cef5c3c21397e97ae422bd4c121338", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 26.03.2002 JAAC 66.63 \r\n\n 4\nAndererseits hat es auch einem unabhängigen Verlag, der mit einer\nentgeltlich zu erwerbenden Computerzeitschrift keine weitergehenden\nkommerziellen Zwecke verfolgte, den Vorzugspreis verwehrt, weil der\neigentliche redaktionelle Inhalt - die Besprechung von Neuerscheinungen\nunter Angabe der Bezugsquellen - der Vermittlung von Leser und Hard- oder\nSoftware-Produzenten und damit überwiegend Geschäftszwecken diene (BGE\n120 Ib 150).\n5.2. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts bezog sich auf das vor\nInkrafttreten des neuen Postgesetzes geltende alte Recht mit dem\nPostverkehrsgesetz vom 2. Oktober 1924 (PVG, BS 7 754) und der\nentsprechenden Vollziehungsverordnung I vom 1. September 1967 (AS\n1967 1405). Wesentliche Änderungen hat die Rechtsordnung seither sowie\nmit dem Inkrafttreten der heute gültigen Erlasse insofern erfahren, als\ndie Preisfestsetzungskompetenz vom Parlament vorerst an den Bundesrat\n(AS 1977 2117) und anschliessend an die Post (gestützt auf das heute\ngeltende Postgesetz) delegiert wurde, weiter ein Abgeltungsmodell für\ndie von den PTT-Betrieben (als Rechtsvorgänger der Post) erbrachten\ngemeinwirtschaftlichen Leistungen eingeführt wurde (AS 1995 5489) und\ndas Maximalgewicht der förderungswürdigen Zeitungen und Zeitschriften\nauf 1 kg sowie die Mindestzahl auf 1’000 Abonnementen erhöht wurden (AS\n1995 5491). Am eigentlichen Ziel der indirekten Presseförderung und den\nmassgebenden Voraussetzungen hat sich inhaltlich indessen nichts geändert\n(vgl. zur Gesetzesänderung vom 17. Dezember 1976 [AS 1977 2117] AB 1976 N\n1062 [Votum Biderbost]; zur Gesetzesänderung vom 24. März 1995 [AS 1995\n5489] BBl 1994 II 873, S. 879 sowie zum heute geltenden Postgesetz BBl 1996 III\n1249, S. 1289 f.). Demnach hat die Rechtsprechung des Bundesgerichts auch\nunter dem neuen Recht uneingeschränkt Gültigkeit.\n5.3. Weiter ist festzustellen, dass die in der Informationsschrift der Post\nin Ziff. 1.1 enthaltene Definition der förderungswürdigen Zeitung im\nwesentlichen mit der bis zum Inkrafttreten der neuen Rechtsordnung\ngültigen Umschreibung im alten Recht (vgl. ursprünglich Art. 58 der\nVollziehungsverordnung I bzw. deren Art. 38 und 39 nach der Änderung\nvom 27. Juni 1990 [AS 1990 1448]) sowie mit der Rechtsprechung des\nBundesgerichts übereinstimmt. Danach ist bei der Würdigung des Kriteriums,\nob die Zeitung nicht überwiegend Geschäfts- und Reklamezwecken dient,\nauf den Gesamteindruck der Zeitung abzustellen und zu prüfen, ob der\nHerausgabezweck die stetige Unterrichtung der Öffentlichkeit durch\neine eigens dafür eingesetzte Redaktion oder Nachrichtenagentur über\nTagesereignisse, Zeit- oder Fachfragen ist. Keine Zeitungen sind namentlich\nPublikationen, die durch den Inhalt oder die Gestaltung den Eindruck\nerwecken, dass der redaktionell verarbeitete Teil hauptsächlich die\nWerbewirkung für gleichzeitig angepriesene Produkte, Dienstleistungen\noder Veranstaltungen unterstützen soll (katalogartige Aufmachung). Ebenso\ngelten Publikationen nicht als Zeitung, die von Einzelpersonen, Firmen oder\nOrganisationen selbst oder in ihrem Auftrag herausgegeben werden und\nhauptsächlich der Empfehlung ihrer Produkte oder Dienstleistungen dienen\n(Werbung in eigener Sache).\n\n"}