{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-09-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-66-61--_2001-09-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005633.pdf?ID=150005633", "Checksum": "677be72e4fea0b609e4ffa5a6b675bd9"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.61 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 04.09.2001 JAAC 66.61 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 04.09.2001 JAAC 66.61 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 04.09.2001 JAAC 66.61 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:12", "Checksum": "adcd48bd40d05c5edc1de6a435c73c35", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 04.09.2001 JAAC 66.61 \r\n\n 2\ndie SBB sanierungspflichtig seien. Das BAV verfügte am 17. Juli 2000, die\nBegehren der Gemeinde X seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten\nwerden könne und soweit ihnen nicht bereits Folge geleistet worden sei.\nGegen diese Verfügung erhob die Gemeinde X am 13. September 2000\nBeschwerde bei der Rekurskommission des Eidgenössischen Departements\nfür Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Rekurskommission UVEK,\nREKO/UVEK). Sie beantragt im Wesentlichen, es sei festzustellen, dass die SBB\nbezüglich Körperschall in X sanierungspflichtig seien und es seien geeignete\nMassnahmen zur Einschränkung der Immissionen anzuordnen.\nAus den Erwägungen:\n(…)\n2.1. Gemäss Rechtsprechung von Bundesgericht und Bundesrat kann ein\nGemeinwesen gestützt auf die allgemeine Legitimationsbestimmung in\nArt. 48 Bst. a des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom\n20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) nicht nur dann Beschwerde führen,\nwenn es gleich oder ähnlich wie eine Privatperson betroffen ist, sondern auch,\nwenn es durch die fragliche Verfügung in seinen hoheitlichen Befugnissen\nund Aufgaben berührt ist. Gemeinwesen sind deshalb zur Anfechtung der\nBewilligung für ein mit Immissionen verbundenes Werk befugt, wenn sie als\nGrundeigentümerinnen gleich wie Private durch Immissionen belastet werden\noder wenn sie als Gebietskorporationen öffentliche Anliegen wie den Schutz\nder Einwohnerschaft durch Immissionen zu vertreten haben und insofern in\nhoheitlichen Befugnissen betroffen werden (BGE 125 II 194, BGE 124 II 304,\nBGE 124 II 418, 545; Isabelle Häner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren\nund Verwaltungsprozess, Zürich 2000, Rz. 825 ff.; Alfred Kölz / Isabelle Häner,\nVerwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.\nZürich 1998, Rz. 570 ff.). So werden Gemeinden seit längerer Zeit als legitimiert\nerachtet, um in Plangenehmigungsverfahren nach Bundesrecht öffentliche\nInteressen geltend zu machen (VPB 44.25, VPB 53.14, VPB 55.19; Häner, a.a.O.,\nRz. 843).\n2.2. Ist eine Gemeinde legitimiert, am Plangenehmigungsverfahren\nteilzunehmen, ist sie auch legitimiert, geltend zu machen, eine in der\nPlangenehmigung enthaltene Auflage sei nicht eingehalten. (…) Gemäss\nPraxis des Bundesrats sind Gemeinden berechtigt, die Interessen ihrer\nEinwohnerinnen und Einwohner gegen Immissionen zu verteidigen (VPB\n54.44 E. 2; Häner, a.a.O, Rz. 844).\nDie Beschwerdelegitimation der Gemeinde ergibt sich im vorliegenden Fall\nferner aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz vom 7. Oktober\n1983 (Umweltschutzgesetz, USG, SR 814.01). Diese Bestimmung geht aber nicht\nüber den Anwendungsbereich von Art. 48 Bst. a VwVG im oben dargelegten\nSinn hinaus, weshalb ihm zumindest vorliegend keine selbständige Bedeutung\nzukommt (Häner, a.a.O., Rz. 932).\n(…)\n9.1. Die Zulässigkeit des Betriebs einer Anlage stellt einen zeitlich offenen,\nso genannten Dauersachverhalt dar (vgl. dazu und zum Folgenden: Alfred\nKölz, Intertemporales Verwaltungsrecht, Zeitschrift für Schweizer Recht\n[ZSR] 102/1983 II S. 163). Wird neues strengeres Recht auf eine solche Anlage\nangewendet, die nach altem Recht genehmigt worden ist, handelt es sich nach\n\n"}