{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-10-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-66-47--_2001-10-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005585.pdf?ID=150005585", "Checksum": "932ae792fdf5934079f71c962e0cf271"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.47 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 02.10.2001 JAAC 66.47 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 02.10.2001 JAAC 66.47 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 02.10.2001 JAAC 66.47 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:13", "Checksum": "9d77bfa5b7ad8a84d7f9eb5a90dfd17e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 02.10.2001 JAAC 66.47 \r\n\n JAAC 66.47\n\nEntscheid der Rekurskommission UVEK vom 2.\nOktober 2001; 45/46-2000-30\n\nChemins de fer. Fermeture d’un passage à niveau pour des motifs de\npolice.\n- Lorsque, dans le cadre d’une procédure d’approbation des plans\nconcernant la fermeture partielle d’un passage à niveau, la mesure est\nproposée en dehors de toute alternative, il y a vice dans la pesée des\nintérêts, partant un vice juridique (consid. 7).\n- Méthode de mise en balance des intérêts (consid. 9).\n\nEisenbahnen. Schliessung eines Bahnübergangs aus polizeilichen\nGründen.\n- Werden im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens betreffend\nteilweise Schliessung eines Bahnübergangs keine Alternativen zur\nbeantragten Massnahme in Betracht gezogen, so liegt ein Fehler in der\nInteressenabwägung und damit ein Rechtsfehler vor (E. 7).\n- Methode der Interessenabwägung (E. 9).\n\nFerrovie. Chiusura di un passaggio a livello per motivi di polizia.\n- Se, nell’ambito di una procedura di approvazione dei piani\nconcernente la chiusura parziale di un passaggio a livello, non vengono\nprese in considerazione alternative alla misura proposta, vi è un difetto\nnella ponderazione degli interessi e quindi un vizio giuridico (consid. 7).\n- Metodo della ponderazione degli interessi (consid. 9).\n\n1\nIn Gutheissung eines Gesuches der Bahn X (im Folgenden\nBeschwerdegegnerin) verfügte das Bundesamt für Verkehr (BAV) am\n10. März 2000 die Schliessung eines ungesicherten Bahnübergangs für\nden Fahrzeugverkehr. Gegen diese Verfügung erhoben eine Gemeinde\n(Beschwerdeführerin 1) und vier Landwirte (Beschwerdeführer 2)\nVerwaltungsbeschwerde bei der Rekurskommission des Eidgenössischen\nDepartementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation\n(REKO/UVEK) und beantragten, die Plangenehmigungsverfügung\nsei aufzuheben und es sei eine der Gefahrensituation entsprechende\nSicherung des Bahnübergangs anzuordnen; eventuell sei der Entscheid zur\nNeubeurteilung an das BAV zurückzuweisen; subeventuell sei der Entscheid\ndes BAV aufzuheben und es sei festzustellen, dass eine Teilschliessung\nfür Fahrzeuge der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Jagd und der\nFeuerwehr unverhältnismässig und willkürlich sei. Die REKO/UVEK führte am\n24. Oktober 2000 beim betreffenden Bahnübergang einen Augenschein durch\nund befuhr die im Falle der Schliessung des Bahnübergangs für die bisherigen\nBenützer zu erwartenden Umwege.\nAus den Erwägungen:\n(…)\n7. Im Hinblick auf die Sanierung eines ungesicherten Bahnübergangs wird die\nBahnunternehmung dem BAV von den zur Verfügung stehenden Massnahmen\ndiejenige beantragen, die aus der Sicht der Bahn sowohl gesetzeskonform als\nauch finanzierbar ist. Das BAV hat als zuständige Behörde bei Streitigkeiten\nbetreffend Sicherheitsvorkehren sowie als Plangenehmigungsbehörde im\nSinne von Art. 18 Abs. 2 Bst. a des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957\n(EBG, SR 742.101) im Rahmen eines koordinierten Verfahrens eine umfassende\nInteressenabwägung vorzunehmen, indem sie alle relevanten Interessen\nermittelt, bewertet und gegeneinander abwägt, um sodann gestützt darauf\nzu entscheiden, welcher der möglichen Massnahmen der Vorzug zu geben ist.\nIndem nicht nur verschiedene Möglichkeiten der Signalisierung, sondern\nauch die Schliessung des Bahnübergangs als besonders raumwirksame\nMassnahme zur Auswahl steht, ist die Interessenabwägung und in deren\nRahmen die Prüfung verschiedener Alternativen von besonderer Bedeutung.\nWerden im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens keine Alternativen\nzur beantragten Massnahme in Betracht gezogen, so liegt ein Fehler in der\nInteressenabwägung und damit ein Rechtsfehler vor (vgl. Pierre Tschannen /\nUlrich Zimmerli / Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000,\nS. 149 mit Hinweis auf BGE 112 Ib 26 E. 4b/bb).\nDas BAV hat die von der Beschwerdegegnerin beantragte Schliessung für\nFahrzeuge genehmigt, ohne mögliche Alternativen geprüft zu haben. So hat\nes in seiner Verfügung weder mögliche Arten der Signalisierung noch die\nvollständige Schliessung in Betracht gezogen. Jedenfalls ist die Prüfung von\nAlternativen nicht aus der Begründung der Verfügung ersichtlich und damit\nnicht als Teil des massgeblichen Entscheidungsprozesses nachvollziehbar.\n\n"}