{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-01-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-65-89--_2001-01-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005336.pdf?ID=150005336", "Checksum": "b517ee6a262c2f2e9239d7d85011b119"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.89 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 12.01.2001 JAAC 65.89 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 12.01.2001 JAAC 65.89 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 12.01.2001 JAAC 65.89 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:31", "Checksum": "a4159bda0ced5e90ce0d25a200ea7eb8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 12.01.2001 JAAC 65.89 \r\n\n 2\nDie Beschwerdegegnerin macht in ihrer Beschwerdeantwort geltend, es\nliege eine überlappende Zuständigkeit von Bund und Kanton vor. Das BFE\nhabe das kantonale Recht gestützt auf Art. 2 Abs. 4 RLG als nicht anwendbar\nerklärt, weil es sich unverhältnismässig auf das - im anerkannten öffentlichen\nInteresse liegende - Projekt auswirke.\nEs gilt also zu prüfen, ob die Zuständigkeit der Beschwerdeführer zum\nEntscheid über die Anordnung eines Vorteilsausgleichs nach Art. 9\ndes Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991 (Waldgesetz\n[WaG], SR 921.0) durch die koordinationsrechtlichen Bestimmungen\ngemäss Art. 2 RLG insofern derogiert wird, als bei dem durch das BFE\ndurchgeführten Plangenehmigungsverfahren die Bundesleitbehörde an\nStelle der Beschwerdeführer über die Anordnung eines Vorteilsausgleichs\nzu entscheiden hat.\n5.2.2. Kernpunkt und Ziel der durch das Koordinationsgesetz verwirklichten\nNeuordnung der Entscheidverfahren war und ist eine bessere Koordination\nsowie eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bewilligungsverfahren\nfür Bauten und Anlagen, insbesondere für bundesrechtlich geregelte\nProjekte. Bereits aus dem wegweisenden Entscheid «Chrüzlen» (BGE 116\nIb 50 ff.), mit dem das Bundesgericht im Jahre 1990 Grundsätze für ein\nkoordiniertes Entscheidverfahren festlegte, sowie aus den Vorarbeiten zum\nKoordinationsgesetz sind die Hauptziele der Neuordnung ersichtlich. So sollte\ndie Vielzahl der Bewilligungsverfahren koordiniert werden, um zeitliche\nVerzögerungen zu reduzieren und damit eine zeitgerechte Realisierung\nkomplexer Infrastrukturvorhaben zu ermöglichen (vgl. Machbarkeitsstudie\nzur Verbesserung der Koordination der Entscheidverfahren für\nbodenbezogene Grossprojekte, Seminar für öffentliches Recht, Universität\nBern, 1993, S. 1 ff.). Das Bundesgericht führte im Entscheid «Chrüzlen» aus:\n«Sind für die Verwirklichung eines Projekts verschiedene materiellrechtliche\nVorschriften anzuwenden und besteht zwischen diesen Vorschriften ein\nderart enger Sachzusammenhang, dass sie nicht getrennt und unabhängig\nvoneinander angewendet werden dürfen, so muss diese Rechtsanwendung\nmateriell koordiniert erfolgen. Dies wird am besten erreicht, wenn dafür eine\neinzige erste Instanz zuständig ist» (BGE 116 Ib 57).\nIm Koordinationsgesetz werden die Entscheidverfahren nach dem von\nden gesetzgebenden Behörden gewählten Konzentrationsmodell in der\nWeise konzentriert, dass die Einhaltung der verschiedenen anwendbaren\nbundes- und kantonalrechtlichen Bestimmungen von einer einzigen\nBehörde erstinstanzlich beurteilt wird. Dabei werden alle erforderlichen\nGenehmigungen, welche das eidgenössische und kantonale Recht\nvorsehen, im Gesamtentscheid erteilt. In den Gesamtentscheid integriert\nwerden das Plangenehmigungsverfahren, das enteignungsrechtliche\nVerfahren und - mit Ausnahmen - das Konzessionsverfahren (vgl. Botschaft\nzum Koordinationsgesetz, BBl 1998 III 2596). Die Plangenehmigung ist\nzugleich die Baubewilligung und genügt damit für die Realisierung des\nVorhabens. Während das Bundesgericht im Entscheid «Chrüzlen» noch das\nErfordernis des engen Sachzusammenhangs bezüglich der anwendbaren\nVorschriften als Kriterium für den Umfang der Koordinationspflicht\nnannte, wurde sowohl beim Erlass des Koordinationsgesetzes als auch\nbereits in Art. 25a des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom\n22. Juni 1979 (Raumplanungsgesetz [RPG], SR 700), mit dem im Jahre\n\n"}