{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-10-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-65-64--_2000-10-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005255.pdf?ID=150005255", "Checksum": "6e579a745cfe789f60585e7d64eb5491"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.64 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 02.10.2000 JAAC 65.64 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 02.10.2000 JAAC 65.64 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 02.10.2000 JAAC 65.64 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:52", "Checksum": "d7038b0c1b79b4bea388c0524f070412", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 02.10.2000 JAAC 65.64 \r\n\n JAAC 65.64\n\nAuszug aus dem Beschwerdeentscheid der\nRekurskommission UVEK vom 2. Oktober 2000 i.S.\nX AG und Y GmbH gegen die Schweizerische Post\n[REKO/UVEK 1-2000-10]\n\nPoste. Prix préférentiels pour les journaux et périodiques en\nabonnement.\nArt. 15 et 18 LPO.\nL’application (ou la non-application) d’un prix préférentiel couvre\ntoutes les composantes (y compris d’éventuels suppléments) et nécessite\nune décision susceptible de recours auprès de la Commission de recours\nDETEC.\n\nPost. Vorzugspreise für abonnierte Zeitungen und Zeitschriften.\nArt. 15 und 18 PG.\nDie Gewährung (bzw. Nichtgewährung) des Vorzugspreises umfasst alle\nEinzelheiten (inklusive allfällige Zuschläge) und ist mittels Verfügung zu\nregeln, die bei der Rekurskommission UVEK angefochten werden kann.\n\nPosta. Prezzi preferenziali per giornali e periodici in abbonamento.\nArt. 15 e 18 LPO.\nL’applicazione (o la non-applicazione) di un prezzo preferenziale\nconcerne tutti gli aspetti (compresi eventuali supplementi) e deve essere\ndisciplinata in una decisione impugnabile con ricorso alla Commissione\ndi ricorso DATEC.\n\n1\nAm 25. Februar 1999 ersuchte die X AG die Schweizerische Post (nachfolgend:\nPost) ihr den für die Verteilung verschiedener Zeitschriften erhobenen\nZuschlag für Herstellung oder Herausgabe im Ausland von 30 Rappen je\nExemplar zu erlassen, da es sich um schweizerische Erzeugnisse handle.\nEs folgte ein umfangreicher Briefwechsel zwischen der X AG und der Post,\nin dessen Rahmen die Post unter anderem ausführte, schweizerische\nZeitungen und Zeitschriften könnten vom Vorzugspreis profitieren, sofern\ndie Voraussetzungen gemäss den einschlägigen Bestimmungen erfüllt seien.\nAusländische Publikationen könnten das gleiche Leistungsangebot wie\nInlandzeitungen beanspruchen, unterlägen jedoch einem Preiszuschlag\nvon 30 Rappen pro Exemplar, weil der Gesetzgeber die Subventionierung\nausdrücklich auf schweizerische Zeitungstitel beschränke. Massgebend sei, ob\neine Publikation im Ausland hergestellt oder dort herausgegeben werde.\nSchliesslich teilte die Post der X AG am 14. Oktober 1999 mit, der vorliegende\nStreitfall könne nicht mehr auf dem Weg der Bundesverwaltungsrechtspflege\nmittels anfechtbarer Verfügung geklärt werden.\nAm 15. November 1999 erhob die X AG und die mittlerweile ebenfalls\nam Verfahren beteiligte Y GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerinnen)\nBeschwerde gegen diesen Bescheid. Es wurde beantragt, die Post sei zu\nverpflichten, eine anfechtbare Verfügung betreffend die Gewährung des\nVorzugspreises für die Zeitschriften der Beschwerdeführerinnen zu erlassen.\nAus den Erwägungen:\n(Formelles und Kognition)\n6. Vorliegend stellt sich (ausschliesslich) die Frage, ob die Post sich zu\nRecht geweigert hat, eine formelle Verfügung betreffend den (Vorzugs-)Preis\nfür die Beförderung von Zeitungen und Zeitschriften beziehungsweise\nden umstrittenen Zuschlag zu erlassen. Die materielle Frage, zu welchen\nBedingungen - namentlich, ob mit oder ohne Zuschlag - die Beförderung zu\ngeschehen hat, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens.\n6.1. Mit der Gesetzesnovelle vom 30. April 1997 (AS 1997 2452) wurden die\nVoraussetzungen für eine schrittweise Liberalisierung des schweizerischen\nPostmarktes geschaffen. Nach dem neuen Postgesetz vom 30. April 1997\n(PG, SR 783.0) ist die Post verpflichtet, einen ausreichenden Universaldienst\n(Grundversorgung) zu erbringen (Art. 2 Abs. 1 PG). Dieser umfasst\nDienstleistungen, deren Erbringen ausschliesslich der Post vorbehalten ist\n(reservierte Dienste; vgl. Art. 3 PG) sowie solche, die die Post in Konkurrenz\nzu privaten Anbietern erbringen muss (nicht reservierte Dienste; vgl. Art. 4\nPG). Gemäss Art. 4 der Postverordnung vom 29. Oktober 1997 (VPG, SR 783.01)\nfällt unter die nicht reservierten Dienste namentlich die Beförderung von\nZeitungen und Zeitschriften.\nDamit die Post unter den neuen Bedingungen auf dem Postmarkt die\nerforderliche Handlungs- und Entscheidungsfreiheit besitzt, wurde ihr\nunter anderem die Kompetenz zur Festlegung der Preise (vgl. Art. 14 und\n15 PG) und des Dienstleistungsangebotes zugewiesen (vgl. Botschaft des\nBundesrates vom 10. Juni 1996 zum Postgesetz [Botschaft], BBl 1996 III\n\n"}