{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-10-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-65-63--_2000-10-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005252.pdf?ID=150005252", "Checksum": "5e98f583ed18b1d0419d8651b3c5a898"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.63 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 17.10.2000 JAAC 65.63 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 17.10.2000 JAAC 65.63 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 17.10.2000 JAAC 65.63 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:52", "Checksum": "93400a519fa402e6c038a4a5be326e7f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 17.10.2000 JAAC 65.63 \r\n\n 2\nnicht nach Art. 2 f. VwVG ausgeschlossen sein (Alfred Kölz / Isabelle Häner,\nVerwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,\nZürich 1998, Rz. 216).\n5.2. Mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Schweizerischen\nBundesbahnen vom 20. März 1998 (SBBG, SR 742.31) hat die\nBeschwerdegegnerin Rechtspersönlichkeit erlangt. Von einer unselbständigen\nAnstalt des Bundes ist sie in eine spezialgesetzliche öffentlichrechtliche\nAktiengesellschaft (AG) umgewandelt worden (Art. 2 Abs. 1 SBBG; Botschaft\nzur Bahnreform, BBl 1997 I 909, 944). Die neue SBB AG führt die bisherige\nAnstalt weiter und hat - von einigen Ausnahmen abgesehen - deren Aktiven\nund Passiven übernommen (Art. 24 Abs. 1 und Art. 26 Abs. 1 SBBG). Der Bund\nist zur Zeit Alleinaktionär der SBB AG. Er muss aber auch in Zukunft die\nkapital- und stimmenmässige Mehrheit besitzen (Art. 7 Abs. 3 SBBG).\n5.2.1. Im Rahmen der Bahnreform sind für die Schweizerischen\nBundesbahnen verschiedene mögliche Rechtsformen diskutiert worden.\nDabei standen die öffentlichrechtliche Anstalt mit Rechtspersönlichkeit\nsowie die spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts im\nVordergrund. Für letztere hat vor allem die Möglichkeit Ausschlag gegeben,\ndass sich mittelfristig weitere Gemeinwesen und Private daran beteiligen\nkönnen. Ausserdem erhoffte sich der Bundesrat mit der Übernahme des\naktienrechtlichen Instrumentariums eine Stärkung der unternehmerischen\nVerantwortung und der Autonomie der Unternehmung. Zudem erfolgte\ndamit eine Angleichung an die Organisationsform der konzessionierten\nTransportunternehmungen (KTU) sowie die ausländischen Bahnen (BBl 1997 I\n944).\n5.2.2. Als spezialgesetzliche öffentlichrechtliche Aktiengesellschaft fällt\ndie SBB AG nach übereinstimmender Auffassung aller Verfahrensbeteiligter\nnicht mehr unter die «autonomen eidgenössischen Anstalten und Betriebe\nnach Art. 1 Abs. 2 Bst. c VwVG (vgl. auch BGE 126 II 54 ff. E. 8). Es ist deshalb\nzu prüfen, ob sie im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG als Instanz bzw.\nOrganisation ausserhalb der Bundesverwaltung in Erfüllung ihr übertragener\nVerwaltungsaufgaben verfügt hat.\n5.3. Die SBB AG erbringt als Kernaufgabe Dienstleistungen im\nöffentlichen Verkehr, namentlich in der Bereitstellung der Infrastruktur, im\nPersonenfernverkehr, im regionalen Personenverkehr und im Güterverkehr\nsowie in den damit zusammenhängenden Bereichen (Art. 3 Abs. 1 SBBG). Sie\nist somit nach wie vor mit öffentlichen Aufgaben des Bundes betraut (vgl.\nauch Martin Lendi, Verkehr und Recht, Zürich 1998, S. 193) und ihr kommt in\ndiesem weit gefassten Bereich jedenfalls zur Zeit noch Verfügungsgewalt\nzu (vgl. BGE 126 II 54 ff. E. 8). Dank ihrer Selbständigkeit kann sie auch\nals eigenständiges Privatrechtssubjekt auftreten. Dies ist jedoch keine\nFolge ihrer Ausgestaltung als Aktiengesellschaft. Selbst der Staat kann in\nBereichen, die nicht abschliessend durch das öffentliche Recht geregelt\nsind, privatrechtlich handeln (Ulrich Häfelin / Georg Müller, Grundriss des\nAllgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Zürich 1998, Rz. 218 ff.). Auch unter\nder Rechtsform der unselbständigen öffentlichrechtlichen Anstalt haben die\nSchweizerischen Bundesbahnen privatrechtliche Verträge abgeschlossen.\nSo wird das Verhältnis zu den Bahnkunden seit jeher als privatrechtliches\nangesehen (BGE 102 Ib 316 E. 2; Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 1060 mit Hinweis\n\n"}