{"Signatur": "CH_VB_011", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-04-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_011_JAAC-65-116--_2001-04-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004985.pdf?ID=150004985", "Checksum": "e3d92c2ced23b8a92e5feaf3bdb0cf72"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.116 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 09.04.2001 JAAC 65.116 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006 09.04.2001 JAAC 65.116 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente 09.04.2001 JAAC 65.116 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  CRINEN, Commission de recours en matière d'infrastructures et d'environnement, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) CRINAM, Commissione federale di ricorso in materia d'infrastrutture ed ambiente"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:39", "Checksum": "11f729cec9faabfc32afeef52080e6e0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission INUM 09.04.2001 JAAC 65.116 \r\n\n 2\nunverhältnismässig einschränkt (vgl. Art. 37 Abs. 3 und 4 LFG). Die Errichtung\neiner Nebenanlage, die nicht ganz oder überwiegend dem Flugplatzbetrieb\ndient, untersteht demgegenüber dem kantonalen Recht. Die zuständige\nkantonale Stelle hat dem BAZL Baugesuche für Nebenanlagen lediglich zur\nKenntnis zu bringen. Dieses überprüft anschliessend, ob es sich um eine\nFlugplatzanlage oder um eine Nebenanlage handelt, unterzieht das Projekt\neiner luftfahrtrechtlichen Prüfung und teilt der kantonalen Behörde das\nErgebnis der Prüfung mit (Art. 37m Abs. 2 und 3 in Verbindung mit Art. 29\nder Verordnung vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt\n[VIL], SR 748.131.1).\nDie in Art. 37m Abs. 1 LFG enthaltene Definition der Luftfahrtanlage wird\nin Art. 2 VIL verfeinert. Demgemäss gelten Flugplatzanlagen als Bauten\nund Anlagen, die aufgrund ihrer Zweckbestimmung örtlich und funktionell\nzum Flugplatz gehören und seinem ordnungsgemässen und reibungslosen\nBetrieb dienen. Aus dieser Definition ergibt sich, dass für die Abgrenzung\ndes bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens vom kantonalen\nBau- und Planungsrecht von einer gesamtheitlichen und funktionalen\nBetrachtungsweise auszugehen ist (BGE 124 II 78 E. 4). Eine Baute und Anlage,\ndie ganz oder überwiegend dem Betrieb eines Flugplatzes dient, liegt nur\nvor, wenn der Zweck der Baute der Abwicklung des Flugplatzbetriebes dient\noder der Verwendungszweck für die ordnungsgemässe und reibungslose\nAbwicklung des Flugbetriebs notwendig und nicht nur zweckmässig\nund nützlich ist. Da die Umschreibung der Flugplatzanlage in Art. 37\nAbs. 1 LFG mit derjenigen der Eisenbahnanlage in Art. 18 Abs. 1 des\nEisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG, SR 742.101) praktisch\nwortwörtlich übereinstimmt, können für die Beantwortung der Frage, ob\nein Bauvorhaben als Flugplatzanlage oder als Nebenanlage qualifiziert werden\nmuss, auch die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Lehre\nzur Eisenbahnanlage entwickelten Kriterien herangezogen werden. Demnach\nist für die Qualifikation eines Bauvorhabens als Flugplatzanlage ebenfalls\nein sachimmanenter und unmittelbarer Zusammenhang mit dem Betrieb\neines Flugplatzes oder eine räumlich nahe Beziehung der fraglichen Baute\nzum Flugverkehr notwendig (vgl. BGE 111 Ib 42 E. 6a und 43 E. 6c, 116 Ib 408;\nAlexander Ruch, Eisenbahnrecht des Bundes und Raumplanungsrecht der\nKantone, Überlegungen zu einem unerschöpflichen Thema, Schweizerisches\nZentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 1989 523, S. 525).\nBerücksichtigt man diese Kriterien, so können sicherlich Bauten und Anlagen,\ndie der Ankunft und dem Abflug von Luftfahrzeugen, deren Stationierung\nund Wartung, oder dem Verkehr der Passagiere oder dem Umschlag und\nder Frachtabfertigung von Gütern dienen, als Flugplatzanlagen qualifiziert\nwerden; ebenso Flugsicherungsanlagen oder Anlagen für den landseitigen\nVerkehr wie Parkhäuser und Zufahrtsstrassen (vgl. in diesem Sinne Definition\ndes Flugplatzes in Art. 2 VIL; BGE 124 II 78 E. 4 und BGE 124 II 293 E. 2 S. 393\nund 350). Zu prüfen ist im Folgenden, ob auch der geplante Neubau als\nFlugplatzanlage im bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahren bewilligt\nwerden kann.\n6.2. Gemäss dem erst im Entwurf vorliegenden Koordinationsprotokoll\ndient das Flugfeld zur Zeit primär dem Flugsport. Zukünftig soll das\nSchwergewicht neben dem Flugsport auch auf dem Gebiet der fliegerischen\nAusbildung liegen. Letztere besteht nach Auskunft des Präsidenten der\n\n"}