{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-10-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-66-49--_2001-10-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005591.pdf?ID=150005591", "Checksum": "b48393932d8c33eaeaffb138632249e7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 18.10.2001 JAAC 66.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 18.10.2001 JAAC 66.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 18.10.2001 JAAC 66.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:20", "Checksum": "78d7b71fac23f65f3612df8fe1335164", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 18.10.2001 JAAC 66.49 \r\n\n 6\nentsprechend relativiert. Im Sinne von Art. 6 Abs. 1, Satz 2 RTVG wurde Gewalt\ndeshalb nicht verharmlost. Es gilt aber zu betonen, dass die Ausstrahlung\nvon gewalttätigen Bildern mit reinem Sensationscharakter dazu führt, die\nReizschwelle bezüglich Gewaltdarstellungen immer tiefer sinken zu lassen.\nVeranstalter haben daher bei der Auswahl von entsprechenden Bildern\nerhöhte Sorgfaltspflichten zu beachten und sollten Gewaltdarstellungen nur\nmit gebührender Zurückhaltung ausstrahlen.\n5.10. Auch der Kinder- und Jugendschutz im Sinne von Art. 6 Abs. 1,\nSatz 2 RTVG bzw. Art. 7 Ziff. 2 EÜGF wurde nicht verletzt. Entgegen den\nAusführungen der Beschwerdegegnerin kann die Verantwortung für\nden Jugendschutz nicht einfach den Eltern übertragen werden. Auch die\nVeranstalter tragen eine entsprechende Verantwortung. Dies gilt umso mehr\nals die schweizerische Rundfunkgesetzgebung keine zeitlich geschützte\nZeitzonen für Kinder bzw. Jugendliche («watersheds») oder eine Klassifikation\nvon Sendungen hinsichtlich der Geeignetheit für bestimmte Altersgruppen\nkennt, welche den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten die notwendige\nTransparenz vermitteln würden. Hinsichtlich der beanstandeten Szene\ngilt es aber darauf hinzuweisen, dass in einer Nachrichtensendung wie der\n«Tagesschau» mit der Ausstrahlung von gewalttätigen Bildern gerechnet\nwerden muss, weil Gewalt eben Teil der realen Welt bildet. Da Jugendliche\nüberdies vielfach mit Gewalt konfrontiert werden (z. B. Videospiele, Kino,\nFernsehkrimis), erscheint von zentraler Bedeutung, dass Gewalt bzw.\nGewaltlösungen in Informations- bzw. Nachrichtensendungen nicht als\netwas Erstrebenswertes dargestellt werden bzw. dass die Anwendung von\nrealer Gewalt entsprechend hinterfragt oder zumindest erklärt wird. Indem\ndie Aussagen des zuständigen Einsatzleiters eine Betroffenheit über das\ngewalttätige Ende der Geiselnahme vermitteln und dieses deshalb auch nicht\nals Erfolg erscheint, hat der Beitrag nicht gegen den programmrechtlichen\nJugendschutz verstossen.\n5.11. Die Beschwerde erweist sich deshalb als unbegründet und ist\nabzuweisen.\n[87] Nachzulesen in englischer Sprache auf der Internet-Seite des Europarates\nunter http://www.cm.coe.int/ta/rec/1997/97r19.html\n[88] Nachzulesen auf der Internet-Seite des Schweizerischen Presserats unter\nhttp://presserat.ch/code_d.htm (Anm. d. Red.).\n[89] Nachzulesen auf der Internet-Seite des Schweizerischen Presserats unter\nhttp://presserat.ch/9802.htm (Anm. d. Red.).\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 66.49 - Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen\nvom 18. Oktober 2001; b. 442\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2002\nAnnée\nAnno\n\nBand 66\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 005 591\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}