{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-08-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-66-17--_2001-08-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005486.pdf?ID=150005486", "Checksum": "b5f5c1a766e855c079be1b4c4769b729"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.17 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.08.2001 JAAC 66.17 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 24.08.2001 JAAC 66.17 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 24.08.2001 JAAC 66.17 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:11", "Checksum": "f99644c610c1f14b6d1ad1d17e8113be", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.08.2001 JAAC 66.17 \r\n\n JAAC 66.17\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 24. August 2001\n\nArt. 6 al. 1 LRTV. Art. 7 ch. 2 Conv. européenne sur la télévision\ntransfrontière. Droit en matière de programmes et protection de la\njeunesse. Emission pour jeunes «OOPS».\n- Bases légales et principes juridiques régissant la protection de\nl’enfance et de la jeunesse (consid. 4.1 - 4.4).\n- Dans les émissions pour jeunes, il convient de tenir compte de l’impact\nsur le public cible (consid. 5.1.4, 5.4.1).\n- En l’espèce, le port par la présentatrice d’un pull portant l’impression\n«Motherfucker» ne s’oppose pas diamétralement au mandat culturel et\nne porte pas atteinte à l’épanouissement physique et psychologique des\nenfants et des jeunes.\n\nArt. 6 Abs. 1 RTVG. Art. 7 Ziff. 2 Europäisches Übereink. vom 5. Mai\n1989 über das grenzüberschreitende Fernsehen. Programmrecht und\nJugendschutz. Jugendsendung «OOPS».\n- Rechtliche Grundlagen und Grundsätze für den Kinder- und\nJugendschutz (E. 4.1 - 4.4)\n- Bei Jugendsendungen ist auf die Wirkung auf das Zielpublikum\nabzustellen (E. 5.1.4, 5.4.1).\n- In casu stand das Tragen eines Shirts mit dem Aufdruck\n«Motherfucker» durch die Moderatorin nicht in diametralem Gegensatz\nzum kulturellen Mandat und beeinträchtigte auch die körperliche und\ngeistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht.\n\n1\nArt. 6 cpv. 1 LRTV. Art. 7 n. 2 della Convenzione europea del 5 maggio\n1989 sulla televisione transfrontaliera. Diritto in materia di programmi\ne protezione della gioventù. Emissione per giovani «OOPS».\n- Basi legali e principi giuridici concernenti la protezione dei bambini e\ndei giovani (consid. 4.1 - 4.4).\n- Nel caso di trasmissioni per i giovani, occorre tenere conto dell’effetto\nsul target (consid. 5.1.4, 5.4.1).\n- Nella fattispecie, il fatto che la moderatrice indossava una maglietta\ncon la scritta «Motherfucker» non era in netto contrasto con il mandato\nculturale e non danneggiava lo sviluppo fisico e psichico dei bambini e\ndei giovani.\n\nA. Von Montag bis Freitag strahlt das Schweizer Fernsehen DRS auf SF 2\nim Vorabendprogramm die Sendung «OOPS» aus. Die jeweils 25 Minuten\ndauernde Sendung richtet sich an Jugendliche und behandelt vor allem\nzielgruppenspezifische Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Mode\nund Sport. In der Sendung vom 16. April 2001 wurden Beiträge über das\nHome-Minigolfen, das Turbogolfen und London («Cityscout») ausgestrahlt.\nB. Mit Eingabe vom 5. Juni 2001 erhob T (Beschwerdeführer) Beschwerde\nbei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI,\nBeschwerdeinstanz) gegen die erwähnte Sendung. Er rügt einerseits das\nShirt der Moderatorin mit dem Aufdruck «Motherfucker», das zu Inzest\naufrufe. Anderseits erachtet er auch den Beitrag über das Turbogolfen als\nprogrammrechtswidrig. Im Beitrag werde erwähnt, dieser Sport sei zwar\nillegal, aber genau dies mache Spass. Interessierte würden animiert, ebenfalls\ndiesem Hobby zu frönen. Der Jugendschutz werde in Frage gestellt, indem in\nder Sendung offenbar «chaotisch» als in und «anständig» als out dargestellt\nwerden. Die Eingabe des Beschwerdeführers enthielt ebenfalls den Bericht der\nzuständigen Ombudsstelle.\nC. Innert der ihm eingeräumten Nachfrist stellte der Beschwerdeführer der\nUBI die Unterschriften und notwendigen Angaben (Name, Vorname, Adresse,\nGeburtsjahrgang) von mehr als 20 Personen zu, welche seine Beschwerde\nunterstützen.\nD. In Anwendung von Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991\nüber Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) wurde die Schweizerische\nRadio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR idée suisse (im Folgenden: SRG;\nBeschwerdegegnerin) zur Stellungnahme eingeladen. In ihrer Antwort vom\n20. Juli 2001 beantragt sie, die Beschwerde abzuweisen. Die beanstandete\nSendung habe weder die öffentliche Sittlichkeit gefährdet, Gewalt verharmlost\noder verherrlicht, noch dem kulturellen Mandat für Radio und Fernsehen\ndiametral entgegengewirkt. Es handle sich eben um eine Sendung für\nJugendliche mit einer adäquaten Umgangssprache und Umgangsformen.\nDer auf dem Shirt der Moderatorin aufgedruckte Ausdruck «Motherfucker»\ndürfe nicht wörtlich verstanden werden, sondern es sei ein im englischen\nSprachgebrauch bekannter Slang-Ausspruch. Auch Aussagen im Beitrag über\ndie Turbogolfer dürften nicht immer wörtlich genommen werden.\n\n"}