{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-05-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-64-120--_2000-05-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004523.pdf?ID=150004523", "Checksum": "a4d1967cc5845b90ad3b075de3a8e46e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.120 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.05.2000 JAAC 64.120 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 05.05.2000 JAAC 64.120 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 05.05.2000 JAAC 64.120 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:29", "Checksum": "18674409dc905beb6129da6128d9c387", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.05.2000 JAAC 64.120 \r\n\n JAAC 64.120\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 5. Mai 2000; b. 409\n\nArt. 4 LRTV. Obligation de présentation fidèle des événements.\nImportance des images à la télévision.\n- Le contenu, la signification et l’interprétation attribués par le public à\nune information peuvent être considérablement influencés par le choix\ndes images (consid. 6.4).\n- En matière de télévision, son et images forment un tout. Il est par\nconséquent nécessaire d’appliquer au choix des images les mêmes\ncritères de diligence journalistique qu’aux commentaires (consid. 6.8.2).\n\nArt. 4 RTVG. Sachgerechtigkeitsgebot. Bedeutung von Bildern im\nFernsehen.\n- Der Gehalt, die Bedeutung und die Interpretation, welche das Publikum\neiner Wortmeldung in Nachrichten zumisst, kann durch die Auswahl\nder Bilder wesentlich beeinflusst werden (E. 6.4).\n- Da Wort und Bild im Fernsehen eine Einheit bilden, sind bei der\nAuswahl der Bilder die gleichen journalistischen Sorgfaltspflichten\nanzuwenden wie bei Wortmeldungen (E. 6.8.2).\n\nArt. 4 LRTV. Principio dell’oggettività. Importanza delle immagini alla\ntelevisione.\n- Il modo in cui il pubblico recepisce il contenuto e il significato di\nun’informazione, nonché la maniera di interpretarla, possono essere\nnotevolmente influenzati dalla scelta delle immagini (consid. 6.4).\n- Poiché, alla televisione, il suono e le immagini costituiscono un’unità,\nla scelta delle immagini dev’essere dettata dagli stessi criteri di\ndiligenza giornalistica applicati ai commenti (consid. 6.8.2).\n\n1\nA. Das Schweizer Fernsehen der Deutschen und Rätoromanischen Schweiz\n(SF DRS) strahlt jeweils von Montag bis Freitag die rund 20-minütige Sendung\n«Schweiz Aktuell» aus. Mit Nachrichten, Reportagen und Interviews berichtet\nsie über aktuelle Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport,\ninsbesondere aus den Regionen. In der Sendung vom 20. Dezember 1999\nwurde im Nachrichtenblock folgende Mitteilung ausgestrahlt: «In der ganzen\nSchweiz sind heute mit Salmonellen verseuchte Eier aus dem Handel gezogen\nworden. (...) Das Bundesamt warnt vor dem Konsum von Import-Eiern\naus Bodenhaltung mit dem Stempel D2/NE auf der Schale. Letzte Woche\nerkrankten im Kanton Aargau fünf Personen an einer Salmonellen-Vergiftung»\n(übersetzt aus dem Schweizerdeutsch).\nB. Am 8. Februar 2000 erhob K (im Folgenden: Beschwerdeführer) gegen\ndie Sendung «Schweiz Aktuell» vom 20. Dezember 1999 Beschwerde bei der\nUnabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Die Eingabe\nenthielt unter anderem auch den Ombudsbericht und die Unterschriften von\nmehr als 20 Personen, welche die Beschwerde unterstützen. Er beantragt,\nes sei festzustellen, SF DRS habe mit dem Beitrag über die Importeier aus\nBodenhaltung die Pflicht zu sachgerechter Information verletzt. Es sei nämlich\ndurch eine falsche Bebilderung (Hühner in Freilandhaltung) der Eindruck\nentstanden, Bodenhaltung sei gleichbedeutend mit Freilandhaltung. SF DRS\nhabe sich anschliessend geweigert, eine Berichtigung auszustrahlen.\nC. In Anwendung von Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991\nüber Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) wurde die Schweizerische Radiound Fernsehgesellschaft (SRG, Beschwerdegegnerin) zur Stellungnahme\neingeladen. In ihrer Stellungnahme vom 6. März 2000 beantragt sie,\ndie Beschwerde abzuweisen. Sie räumt zwar ein, dass die Bebilderung\ntatsächlich falsch gewesen sei. Dadurch sei aber die Meinungsbildung des\nPublikums nicht beeinträchtigt worden, weil die eigentliche Information\nkorrekt vermittelt worden sei. Im Übrigen gelte vorliegend auch der\nRechtfertigungsgrund der bei aktuellen Informationssendungen bestehenden\nZeitnot.\n(...)\nAus den Erwägungen:\n(Beschwerdelegitimation, Eintretensfragen)\n3. Die Beanstandung definiert das Anfechtungsobjekt und begrenzt insofern\ndie Prüfungsbefugnis der UBI. Diese ist bei der Prüfung des anwendbaren\nRechts frei und nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden (vgl. Martin\nDumermuth, Rundfunkrecht, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht,\nBasel/Frankfurt am Main 1996, Rz. 453). Der Beschwerdeführer moniert die\nsachlich nicht korrekte Bebilderung im Beitrag und rügt damit sinngemäss\neine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots von Art. 4 Abs. 1 Satz 1 RTVG.\n4. Der Beschwerdeführer hat überdies die fehlende Bereitschaft der\nBeschwerdegegnerin, eine Berichtigung vorzunehmen, beanstandet. Die\nKompetenz der UBI im Rahmen von Programmbeschwerdeverfahren\nbeschränkt sich aber grundsätzlich darauf, festzustellen, ob durch eine\n\n"}