{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-08-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-63-35--_1998-08-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004241.pdf?ID=150004241", "Checksum": "1afb124529df85de3f97d514a1785fdc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.35 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.08.1998 JAAC 63.35 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 14.08.1998 JAAC 63.35 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 14.08.1998 JAAC 63.35 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:00", "Checksum": "c28cba3ec33ca77d052580730520c913", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.08.1998 JAAC 63.35 \r\n\n JAAC 63.35\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 14.\nAugust 1998; b. 366\n\nArt. 4 LRTV. Appréciation juridique d’une série.\nLes émissions présentées sous forme de séries méritent un examen\nspécifique sous l’angle des principes applicables à l’information énoncés\nà l’art. 4 LRTV. L’exigence d’une présentation fidèle des événements ne\ndoit en principe pas être aussi élevée que dans le cadre d’une émission\nisolée ou pour un ensemble d’émissions faisant l’objet d’une plainte\nglobale («Zeitraumbeschwerde»). Le diffuseur demeure toutefois tenu\nau respect du principe de la transparence.\n\nArt. 4 RTVG. Programmrechtliche Beurteilung einer Serie.\nDer speziellen Sendeform der Serie hat auch die programmrechtliche\nBeurteilung im Rahmen der Informationsgrundsätze (Art. 4 RTVG)\nRechnung zu tragen. Im Zusammenhang mit dem einzelnen Beitrag\neiner Serie dürfen an das Sachgerechtigkeitsgebot im Grundsatz\nnicht so hohe Anforderungen gestellt werden wie für eine einzelne\nSendung bzw. für verschiedene Sendungen im Rahmen einer\nZeitraumbeschwerde. Voraussetzung dafür ist aber, dass der\nVeranstalter das Transparenzgebot beachtet.\n\nArt. 4 LRTV. Valutazione di una serie televisiva nell’ottica del diritto in\nmateria di programmi.\nAnche la valutazione compiuta in base ai principi applicabili\nall’informazione (art. 4 LRTV) deve tener conto della specificità\ndi un’emissione diffusa in forma di serie televisiva. Per quanto\n\n1\nconcerne l’obbligo di presentare correttamente gli avvenimenti,\nun’emissione facente parte di una serie non deve di regola essere\nsubordinata a esigenze severe quanto quelle cui soggiacciono una\nsingola trasmissione o diverse emissioni oggetto di un reclamo globale\n(«Zeitraumbeschwerde»). L’emittente deve tuttavia rispettare il\nprincipio della trasparenza.\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDas Schweizer Fernsehen DRS strahlte im Rahmen der Sendung «10 vor\n10» vom 5.-9. Januar 1998 Beiträge in Form einer Fortsetzungsserie von\njeweils rund 6-8 Minuten über den Tibet aus. Im Vordergrund stand dabei\nein Religionskonflikt, der sogenannte «Bruderzwist», innerhalb der Tibeter\nim Exil. Bei diesem Konflikt würde auch das Oberhaupt der buddhistischen\nTibetergemeinde, der Dalai Lama, eine zentrale Rolle spielen, weil er die\nVerehrung einer Gottheit, der Dordsche Schugden, verboten habe. Der\ninnertibetische Glaubenskrieg führe dazu, dass Anhänger dieser Gottheit\nausgegrenzt, verfolgt und gar mit dem Leben bedroht würden. Im Rahmen der\nBeiträge wurden verschiedene Exponenten und Opfer des Konflikts befragt.\nDem Schluss der Serie folgte ein Studiointerview mit einem Tibetforscher.\nAm 7. Mai 1998 erhob Frau X (Beschwerdeführerin), vertreten durch\nRechts-anwalt Y, gegen die erwähnten Sendungen einzeln und als\nGesamtheit Beschwerde bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen (UBI, Beschwerdeinstanz). Die Eingabe beinhaltete\ndie Unterschriften von mehr als 20 Personen, welche die Beschwerde\nunterstützen. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass durch die einseitige\nDarstellung des Religionskonfliktes die Informationsgrundsätze von Art. 4\ndes Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen (RTVG,\nSR 784.40) und der Konzession, insbesondere das Sachgerechtigkeitsgebot,\nverletzt worden seien. Sie beantragt die Feststellung der Verletzung dieser\nBestimmungen.\nIn Anwendung von Art. 64 Abs. 1 RTVG wurde die Schweizerische Radiound Fernsehgesellschaft (SRG, Beschwerdegegnerin) zur Stellungnahme\neingeladen. In ihrer Stellungnahme vom 8. Juni 1998 beantragt sie, die\nBeschwerde abzuweisen. Die ganze Serie sei als eine einzige Sendung auf ihre\nVereinbarkeit mit den Programmbestimmungen zu überprüfen. Im Rahmen\nder Zeitraumbeschwerde müsse auch die vom Schweizer Fernsehen DRS am\n25. Januar 1998 ausgestrahlte Sendung «Sternstunde Philosophie», welche sich\n\n2\nmit dem gleichen Thema beschäftigte, miteinbezogen werden. Im Übrigen\nhabe der Veranstalter keine journalistischen Sorgfaltspflichten verletzt und\ndas Publikum habe sich eine eigene Meinung bilden können.\n\nAus den Erwägungen:\n\n"}