{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-06-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-62-87--_1998-06-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004061.pdf?ID=150004061", "Checksum": "f2315edf7cdb8b5bd3c72ece3e29e379"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.87 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 26.06.1998 JAAC 62.87 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 26.06.1998 JAAC 62.87 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 26.06.1998 JAAC 62.87 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:58", "Checksum": "3a3699dd919f2e20ea5a4100b0f750de", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 26.06.1998 JAAC 62.87 \r\n\n JAAC 62.87\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 26. Juni 1998; b.365\n\nArt 4 al. 1 LRTV. Exigences en matière de présentation fidèle des\névénements dans une émission d’actualités.\nLe devoir de diligence journalistique et le principe de la transparence\nimposent au diffuseur de présenter à la connaissance du public\ntous les faits principaux relatifs à un thème abordé dans le cadre\nd’une émission d’actualités. Lorsque des élections municipales - en\nl’occurrence zurichoises - sont traitées en priorité, cela suppose que le\ndiffuseur fournisse également les résulats déjà connus concernant le\nlégislatif.\n\nArt. 4 Abs. 1 RTVG. Sachgerechtigkeitsgebot bei Nachrichtensendungen.\nDie journalistischen Sorgfaltspflichten und insbesondere das\nTransparenzgebot gebieten dem Veranstalter, die objektiv zentralen\nFakten eines Themas im Rahmen einer Nachrichtensendung zu\nerwähnen. Dazu gehören bei einem prioritär behandelten Thema\nwie demjenigen der Stadtzürcher Wahlen auch die Sitzverteilung im\nParlament.\n\nArt. 4 cpv. 1 LRTV. Principio dell’oggettività in trasmissioni\nd’informazione.\nIl dovere di diligenza giornalistica e, in particolare, il principio di\ntrasparenza impongono all’emittente di presentare, in una trasmissione\nd’informazione, tutti i fatti principali legati a un determinato\nargomento. Se accorda la priorità a un tema come le elezioni comunali\ndi Zurigo, l’emittente è tenuta a diffondere anche i risultati della\ndistribuzione dei seggi nel Parlamento cittadino.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. Am 1. März 1998 fanden in der Stadt Zürich Wahlen in den Stadt-\n(Exekutive) und Gemeinderat (Legislative) statt. Das Schweizer Fernsehen\nDRS berichtete im Rahmen der Tagesschau von 19.30 Uhr ausführlich über\ndie Wahlen in den Stadtrat und die Wahl des Stadtpräsidenten. Der Beitrag\nbestand aus Interviews im Zusammenhang mit der Stadtpräsidentenwahl,\nStatements von gewählten und nicht gewählten Stadtratskandidaten sowie\neiner Analyse des Wahlergebnisses durch den Korrespondenten.\nB. Am 29. April 1998 erhob X (im Folgenden: Beschwerdeführer) gegen die\nerwähnte Sendung Beschwerde bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz\nfür Radio und Fernsehen (im Folgenden: Beschwerdeinstanz, UBI). Die\nEingabe enthielt auch die Unterschriften von mehr als 20 Personen, welche die\nBeschwerde unterstützen. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass durch die\nUnterschlagung von Fakten und tendenziösen Kommentaren die Sendung\ngegen das Sachgerechtigkeitsgebot von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes\nvom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) verstossen\nhabe. Er bemängelt vor allem, dass die Tagesschau-Hauptausgabe praktisch\nausschliesslich über die Wahlen in den Stadtrat berichtet, die SVP als\nVerliererin dargestellt und die Parlamentswahlen ausser Acht gelassen habe.\nC. In Anwendung von Art. 64 Abs. 1 RTVG wurde die Schweizerische Radiound Fernsehgesellschaft (SRG) zur Stellungnahme eingeladen. In ihrer\nStellungnahme vom 5. Juni 1998 beantragt sie, die Beschwerde abzuweisen.\nSie merkte an, dass in der Tagesschau-Hauptausgabe von 19.30 Uhr klar\nersichtlich war, dass nur über die Stadtratswahlen berichtet wurde, welchen\neine gesamtschweizerische Bedeutung zukomme. In der Spätausgabe von\n22.20 Uhr hätte die Tagesschau dann ausführlich sowohl über die Stadtrats- als\nauch über die Gemeinderatswahlen informiert.\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\n3. Die Beanstandung definiert das Anfechtungsobjekt und begrenzt insofern\ndie Prüfungsbefugnis der UBI. Der Beschwerdeführer bemängelt die\nBerichterstattung zu den Stadtzürcher Wahlen in der erwähnten Ausgabe\nder Tagesschau. Durch die Konzentration auf die Stadtratswahlen und\ndie Vernachlässigung der Gemeinderatswahlen sei ein falsches Bild über\ndie Stadtzürcher Wahlen wiedergegeben worden. Die Schweizerische\nVolkspartei (SVP) sei als Verliererin dargestellt worden, obwohl sie in\n\n"}