{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-05-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-60-94A--_1996-05-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003245.pdf?ID=150003245", "Checksum": "d3f3766b0a08f22b3b98d5462d3c5042"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.94A \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.05.1996 JAAC 60.94A \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 24.05.1996 JAAC 60.94A \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 24.05.1996 JAAC 60.94A \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:22", "Checksum": "ef399aed417e5d13547c7fecaa56b212", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.05.1996 JAAC 60.94A \r\n\n JAAC 60.94A\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 24. Mai 1996; b.326\n\nArt. 63 al. 3 LRTV. Décision d’intérêt public.\n- Notion d’intérêt public. L’AIEP admet l’existence d’un tel intérêt quant\nà des émissions dont l’objet soulève de nouvelles questions juridiques\nd’une portée fondamentale pour l’aménagement des programmes.\n- Non-entrée en matière en l’espèce, faute d’intérêt public.\n\nArt. 63 Abs. 3 RTVG. Öffentliches Interesse an einem Entscheid.\n- Begriff des öffentlichen Interesses. Ein solches bejaht die UBI für\nSendungen, deren Gegenstand neue rechtliche Fragen aufwirft, die von\ngrundlegender Tragweite für die Programmgestaltung sind.\n- Nichteintreten im vorliegenden Fall mangels öffentlichen Interesses.\n\nArt. 63 cpv. 3 LRTV. Interesse pubblico per una decisione.\n- Nozione di «interesse pubblico». L’AIER ammette un tale interesse nel\ncontesto di emissioni il cui oggetto solleva nuove questioni giuridiche, di\nportata fondamentale per la concezione dei programmi.\n- Non entrata in materia nella fattispecie per mancanza di interesse\npubblico.\n\n1\nI\n\nA. Mit Eingabe vom 1. März 1996 beschwert sich der Beschwerdeführer\nbei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI)\ngegen zwei Sequenzen der Jahresrückblicke ’95, die in den Sendungen\nder «Tagesschau» vom 28. Dezember 1995 und 5. Januar 1996 ausgestrahlt\nwurden. Die beanstandeten Sequenzen zeigten Bilder einer «Hochzeit» zweier\nhomosexueller Männer. Diese «Hochzeit» sei in einer Berner Kirche von einem\nPfarrer «vollzogen» worden.\nDie Beschwerde trägt einzig die Unterschrift des Beschwerdeführers; ihr liegt\nder von Art. 62 Abs. 1 des BG vom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen\n(RTVG, SR 784.40) geforderte Ombudsbericht bei.\nB. Mit Schreiben der UBI vom 6. März 1996 wurde der\nBeschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht, dass seine Eingabe\ndie Legitimationsvoraussetzungen einer Individualbeschwerde nicht erfülle.\nGleichzeitig wurde ihm Frist bis zum 18. März 1996 angesetzt, um die für\neine Popularbeschwerde fehlenden 20 Unterschriften beizubringen. Zudem\nwurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass bei nicht fristgerechter\nEinreichung der Unterschriften schon aus diesem Grund auf die Beschwerde\nvoraussichtlich nicht eingetreten werden könne.\nC. Der Beschwerdeführer hat innert Frist keine Unterschriften nachgereicht\nund sich auch sonst nicht vernehmen lassen.\n\nII\n\n1. Art. 62 Abs. 1 RTVG verlangt, dass eine Programmrechtsbeschwerde\ninnert 30 Tagen seit Eintreffen des Berichts der Ombudsstelle bei der UBI\neinzureichen ist.\nDer Bericht der Ombudsstelle datiert vorliegend vom 16. Februar 1996. Die\nam 2. März 1996 der Post übergebene Beschwerde wahrt damit die Frist von\nArt. 62 Abs. 1 RTVG.\n2. Art. 63 RTVG umschreibt die Beschwerdebefugnis. Demnach ist\nzur Beschwerde legitimiert, wer im Beanstandungsverfahren vor\nder Ombudsstelle beteiligt war, mindestens 18 Jahre alt ist, über das\nSchweizerbürgerrecht oder als Ausländer über eine Niederlassungs- oder\nAufenthaltsbewilligung verfügt und entweder eine Beschwerde einreicht,\ndie von mindestens weiteren 20 Personen unterzeichnet ist, die ebenfalls\nlegitimiert wären, wenn sie selber an die Ombudsstelle gelangt wären (Abs. 1\nBst. a, sogenannte Popularbeschwerde), oder aber eine enge Beziehung\nzum Gegenstand einer oder mehrerer Sendungen nachweist (Abs. 1 Bst. b,\nsogenannte Individual- oder Betroffenenbeschwerde). Diese Regelung ist\nauf natürliche Personen zugeschnitten (vgl. BGE 121 II 454). Daneben sind\n\n"}