{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-12-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-60-91--_1995-12-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003236.pdf?ID=150003236", "Checksum": "38eb4dcd343c86145ee8d9587ea2203d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.91 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.12.1995 JAAC 60.91 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 01.12.1995 JAAC 60.91 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 01.12.1995 JAAC 60.91 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:08", "Checksum": "49c7d4bec8bdbdb71b36bcdc998cd48b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.12.1995 JAAC 60.91 \r\n\n JAAC 60.91\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 1. Dezember 1995; b.302\n\nTélévision. Obligation de présenter fidèlement les faits dans des\némissions satiriques.\nArt. 64 al. 3 LRTV. Suspension de la procédure devant l’AIEP.\nLorsque des questions touchant à la libre formation de l’opinion du\npublic peuvent être tranchées indépendamment de procédures civile et\npénale pendantes, il ne convient pas de suspendre la procédure.\nArt. 4 al. 1er LRTV. Obligation de présenter fidèlement les faits dans des\némissions satiriques.\nLe caractère particulier de la satire permet une fantaisie créatrice\nqui trouve ses limites dans les dispositions relatives au droit des\nprogrammes. Bien que l’obligation de présentation fidèle s’adresse de\nmanière prépondérante aux émissions d’information, elle doit aussi\nêtre observée dans les émissions satiriques.\n\nFernsehen. Sachgerechtigkeitsgebot bei Satiresendungen.\nArt. 64 Abs. 3 RTVG. Sistierung des Verfahrens vor der UBI.\nSoweit Fragen, welche die freie Meinungsbildung des\nPublikums betreffen, losgelöst vom Ausgang hängiger Zivil- und\nStrafrechtsprozesse beurteilt werden können, ist eine Sistierung des\nVerfahrens nicht angezeigt.\nArt. 4 Abs. 1 RTVG. Sachgerechtigkeitsgebot bei Satiresendungen.\nDie Eigenart der Satireform räumt einen gestalterischen Spielraum\nein, der seine Grenzen in den Bestimmungen des Programmrechts\nfindet. Obwohl sich das Sachgerechtigkeitsgebot schwergewichtig an\nInformationssendungen richtet, ist es auch bei Satiresendungen zu\nbeachten.\n\n1\nTelevisione. Obbligo di presentare fedelmente gli avvenimenti nelle\nemissioni satiriche.\nArt. 64 cpv. 3 LRTV. Sospensione della procedura dinanzi all’AIER.\nNella misura in cui questioni relative alla libera formazione delle\nopinioni del pubblico possano essere valutate a prescindere dall’esito\ndelle procedure civili e penali pendenti, una sospensione della\nprocedura non s’impone.\nArt. 4 cpv. 1 LRTV. Obbligo di presentare fedelmente gli avvenimenti\nnelle emissioni satiriche.\nIl carattere specifico del genere satirico dà spazio a una creatività che\ntrova i suoi limiti nelle disposizioni relative al diritto dei programmi.\nNonostante sia rivolto prevalentemente alle emissioni informative,\nl’obbligo di presentare fedelmente gli avvenimenti deve essere rispettato\nanche nelle emissioni satiriche.\n\nI\n\nA. In der Sendung «Victors Spätprogramm» vom 15. März 1995 führte\nder Sendeleiter Victor Giacobbo unter anderem ein Gespräch mit dem\nKabarettisten Lorenz Keiser. Darin kam Giacobbo auch auf das Buch\n«Der Erreger» zu sprechen, das Lorenz Keiser vor einiger Zeit publizieren\nwollte. Keiser erklärte, dass seit zweieinhalb Jahren eine provisorische\nrichterliche Verfügung den Buchverkauf verbiete. Giacobbo ergänzte: «Du\nhast darin behauptet, und das ist ja das, was nicht erlaubt ist, du hast den\nehemaligen Nationalrat und heutigen Volksbankpräsidenten, Gianfranco\nCotti, mit Geldwäscherei in Verbindung gebracht. Und das darf man ja nicht\nsagen.» Keiser entgegnete, dass Cotti nur meine, dass dies darinstehe und\ndas Buch aus diesem Grunde habe verbieten lassen. Giacobbo und Keiser\nverständigten sich in der Folge darauf, dass die entscheidenden Stellen des\nBuches abzuschwärzen seien, so dass es wieder vertrieben werden dürfe.\nGiacobbo kommentierte das Hantieren Keisers mit einem dicken schwarzen\nFilzstift an einem mitgebrachten Exemplar des Buches: «...Jawohl, er schwärzt\nab, dass Herr Cotti einmal etwas zu tun gehabt hat mit Geldwäscherei.» Wenig\nspäter doppelte Giacobbo nach: «...Das Wort Geldwäscherei und Gianfranco\nCotti kommt nicht über unsere Lippen».\nB. In der Sendung «Victors Spätprogramm» vom 14. Juni 1995 unterhielt sich\nVictor Giacobbo mit zwei Kabarettisten über Giuliano Bignasca, der am Vortag\nals Nationalrat vereidigt worden war. Der eine Kabarettist trat als «Bignasca»\nmit verbundenem Mund, der andere, Stolte Benrath, als «Bignasca-Experte»\nauf. Nachdem sich Giacobbo und Benrath über den Meinungsbildungsprozess\nBignascas, der vor allem im Bauch stattfinde, belustigt hatten, fragte Giacobbo,\nob es nicht ein Problem sei, dass Bignasca vorbestraft sei und mit ihm ein\nDelinquent im Parlament Einsitz nehme. Benrath antwortete: «Ich glaube\n\n"}