{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-05-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-59-42--_1994-05-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002657.pdf?ID=150002657", "Checksum": "97118d92d7fe540c4d525583d7a206b0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.42 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 20.05.1994 JAAC 59.42 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 20.05.1994 JAAC 59.42 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 20.05.1994 JAAC 59.42 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:30", "Checksum": "f71aebc6fd124f72ebdec3209de9b069", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 20.05.1994 JAAC 59.42 \r\n\n JAAC 59.42\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 20. Mai 1994\n\nTélévision. Violation du droit des programmes dans des séquences\nd’une émission consacrée à la protection des consommateurs, qui\navaient trait notamment à la présence de dioxine, à la pollution du sol\npar des métaux lourds et à une menace pour la nappe phréatique dans\nle canton de Zurich.\nArt. 3 al. 1er let. a et art. 4 al. 1er LRTV. Principe de la présentation fidèle\ndes événements.\nManipulation des téléspectateurs par la rétention d’informations\nqui étaient indispensables à la libre formation de leur opinion.\nCette manipulation étant la conséquence d’une violation de la\ndiligence journalistique, elle constitue une violation du principe de la\nprésentation fidèle des événements.\n\nFernsehen. Programmrechtsverletzung in Beiträgen einer dem\nKonsumentenschutz gewidmeten Sendung, die sich namentlich\nmit Dioxinvorkommen, Schwermetallbelastung von Boden und\nGrundwassergefährdung im Kanton Zürich befassten.\nArt. 3 Abs. 1 Bst. a und Art. 4 Abs. 1 RTVG. Gebot der sachgerechten\nDarstellung von Ereignissen.\nManipulation der Zuschauer durch die Vorenthaltung von\nInformationen, die für ihre freie Meinungsbildung unabdingbar waren.\nWeil diese Manipulation auf eine Verletzung der journalistischen\nSorgfaltspflicht zurückzuführen ist, stellt sie einen Verstoss gegen das\nSachgerechtigkeitsgebot dar.\n\n1\nTelevisione. Violazione del diritto dei programmi in sequenze di\nun’emissione consacrata alla protezione dei consumatori che si\noccupavano segnatamente di presenza di diossina, inquinamento\ndel suolo dovuto a metalli pesanti e pericolo per la falda freatica nel\nCantone di Zurigo.\nArt. 3 cpv. 1 lett. a e art. 4 cpv. 1 LRTV. Principio della presentazione\nfedele degli avvenimenti.\nManipolazione dei telespettatori privati di informazioni che erano\nindispensabili per la libera formazione dell’opinione. Poiché era\nla conseguenza di una violazione della diligenza giornalistica,\nquesta manipolazione costituisce una violazione del principio della\npresentazione fedele degli avvenimenti.\n\nI\n\nA. Die Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens DRS vom\n24. November 1992 befasste sich mit der Dioxin- und Schwermetallbelastung\ndes Bodens in der Umgebung der Metallwerke Refonda AG in Niederglatt\nZH, der Blockmetall AG in Buchs ZH sowie der Abfallverbrennungsanlage\nHagenholz-Zürich.\nDer erste Teil der Sendung war dem Thema Dioxin gewidmet. In der\nAnmoderation wurde auf dessen extreme Gefährlichkeit hingewiesen, die über\n50 000mal grösser sei als diejenige von Zyankali. Im darauf folgenden Bericht\nwurde erwähnt, dass die Gefährlichkeit dieses Giftes durch den Chemieunfall\nin Seveso im Jahre 1976 vor Augen geführt worden sei. Dioxin entstehe vor\nallem dort, wo chlorhaltige Materialien, wie zum Beispiel PVC, verbrannt\nwürden. Die in der Schweiz zahlreichen Kehrichtverbrennungsanlagen\nverursachten besonders grosse Dioxin-Emissionen. Die Tatsache, dass die\nSchweiz keinen Grenzwert für Dioxin kenne, erkläre, dass eine moderne\nSchweizer Kehrichtverbrennungsanlage rund fünfmal mehr Dioxin ausscheide\nals eine Altanlage in Schweden oder Norwegen. In der Frage, wie die\nGefährlichkeit des Dioxin zu quantifizieren sei, herrsche Unsicherheit:\nWährend die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine tägliche Einnahme von\n10 Picogramm als zulässig erachte, sei der Grenzwert der US-Umweltbehörde\nEPA bedeutend tiefer angesetzt. Messungen bei der Refonda-AG in Niederglatt\nhätten Konzentrationen von 4,85 Picogramm Dioxin pro Gramm Milchfett\nfestgestellt. Die Bundesbehörden gäben die Verantwortung für diese Situation\nan die Kantone weiter. Die Zürcher Kantonsbehörden wiederum hätten\nden Landwirten zwar unlängst empfohlen, die Nutzung des Landes in der\nNähe der Refonda einzuschränken; darüber hinaus kämen die Kantone ihrer\nVerantwortung jedoch nicht genügend nach. Obwohl der «Kassensturz» die\nzuständige Zürcher Kantonsbehörde um eine Stellungnahme gebeten habe, sei\ndem Fernsehdirektor eine Auskunft zum Thema Dioxin verweigert worden.\nDer zweite Teil der Sendung wurde mit dem Hinweis eingeleitet, das folgende\nBeispiel der Firma Blockmetall AG in Buchs zeige, dass die Behörden des\nKantons Zürich sogar unhaltbare Zustände duldeten. Bodenproben, welche die\n\n"}