{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1992-12-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-58-46--_1992-12-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002174.pdf?ID=150002174", "Checksum": "e64ddbbab910b06995f47146f935a8b1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.46 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.12.1992 JAAC 58.46 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 04.12.1992 JAAC 58.46 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 04.12.1992 JAAC 58.46 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:33", "Checksum": "3f9593b5707de00c4f39d63a621eaddb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.12.1992 JAAC 58.46 \r\n\n JAAC 58.46\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 4. Dezember 1992\n\nRadio.\nArt. 60 et 62 LRTV. Délais pour contester une émission.\nL’AIEP examine si, compte tenu de l’ensemble des circonstances, un acte\nadressé au diffuseur dans les 20 jours aurait dû être reçu à titre de\nréclamation et transmis à l’organe de médiation.\nArt. 4 al. 1 LRTV. Une séquence traitant sur un ton léger et ironique\ndes difficultés auxquelles s’est heurté un politicien dans l’usage d’une\nstation publique de téléfax, ainsi que de leurs répercussions, ne viola\npas l’obligation de présenter fidèlement les événements et de refléter\néquitablement la diversité des opinions.\n\nRadio.\nArt. 60 und 62 RTVG. Fristen für die Anfechtung einer Sendung.\nDie UBI prüft, ob unter Würdigung aller Umstände eine innert 20\nTagen beim Veranstalter eingelangte Eingabe als Beanstandung\nentgegenzunehmen und an die Ombudsstelle weiterzuleiten gewesen\nwäre.\nArt. 4 Abs. 1 RTVG. Ein locker-ironischer Beitrag über die\nSchwierigkeiten eines Politikers bei der Benutzung einer öffentlichen\nTelefax-Station und über ihre Folgen verstiess nicht gegen die\nVerpflichtung, Ereignisse sachgerecht darzustellen und Ansichten in\nihrer Vielfalt angemessen zum Ausdruck zu bringen.\n\n1\nRadio.\nArt. 60 e 62 LRTV. Termini per contestare un’emissione.\nL’AIER esamina se, considerate tutte le circostanze, un’istanza\ndepositata presso l’emittente entro 20 giorni, avrebbe dovuto essere\nricevuta come reclamo e trasmessa all’organo di mediazione.\nArt. 4 cpv. 1 LRTV. Un contributo leggero ironico sulle difficoltà di un\npolitico nell’utilizzazione di una stazione pubblica di telefax e sulle\nconseguenze relative non viola l’obbligo di presentare fedelmente gli\navvenimenti e di manifestare equamente la pluralità delle opinioni.\n\nI\n\nA. 1. Im Abend-«Regionaljournal» Ostschweiz des Radios der deutschen und\nrätoromanischen Schweiz (DRS) vom 15. April 1992 wurde eine Meldung\nausgestrahlt, die über die Benutzung einer öffentlichen Telefax-Station\n(Publifax) der Poststelle Frauenfeld durch den Präsidenten der Schweizer\nDemokraten des Kantons Thurgau, S., informierte. Mitgeteilt wurde im\nwesentlichen, S. habe im Zusammenhang mit den Thurgauer Grossratswahlen\nZeitungs- und Radioredaktionen mit Pressemitteilungen versorgt. Zu diesem\nZweck habe er den Standardabsender (Poststelle und deren Fax-Nummer)\numprogrammiert, so dass schliesslich als Absender die Geschäftsleitung der\nSchweizer Demokraten firmiert habe. S. habe es dann allerdings unterlassen,\nwieder den vormaligen Absender einzuprogrammieren, so dass in der\nFolge verschiedene Empfänger von Fax-Meldungen mit dem erwähnten\nAbsender bedient worden seien. Nach Reklamationen von Kunden sei die\nAngelegenheit korrigiert worden. Zum Vorfall habe S. erklärt, es handle sich\num ein Missgeschick in einer belanglosen Angelegenheit. Der Posthalter ist\nallerdings nicht dieser Auffassung: dieses Vorgehen sei nämlich nicht zulässig.\nDer Kantonalpräsident der thurgauischen Schweizer Demokraten sei in der\nFolge verwarnt und das Personal angewiesen worden, den Publifax besser im\nAuge zu behalten.\n2. In den Regionalnachrichten der Sendung «Transit» vom 3. Kanal des Radios\nDRS (DRS 3) vom gleichen Tag wurde über dieses Ereignis ebenfalls berichtet.\nDiese Meldung unterscheidet sich lediglich redaktionell geringfügig vom\nBeitrag im «Regionaljournal».\nB. Mit Schreiben vom 16. April 1992 an Radio DRS 3 beschwerte sich S.\n(hiernach: Beschwerdeführer) gegen den entsprechenden Beitrag und machte\ngeltend, er habe ernsthafte persönliche und wirtschaftliche Nachteile als\nFolge der Sendung erlitten. Er habe zu den ihm gegenüber formulierten\nVorwürfen nicht Stellung nehmen können und sei «fertiggemacht (worden)\nohne Rücksicht auf Wahrheit, Familie, Existenz, Beruf und Gesellschaft». Er\nerwarte namentlich, dass ihm das Originalband der Sendung zugestellt und\nim entsprechenden Sendegefäss gebührend Zeit zu einer Stellungnahme\neingeräumt werde.\n\n"}