{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1992-03-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-57-51--_1992-03-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001838.pdf?ID=150001838", "Checksum": "9e41433a139f5ab61888ae74942862e3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 57.51 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 06.03.1992 JAAC 57.51 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 06.03.1992 JAAC 57.51 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 06.03.1992 JAAC 57.51 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:41", "Checksum": "a79a398328142a4dd4faa7e88846da16", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 06.03.1992 JAAC 57.51 \r\n\n JAAC 57.51\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 6.\nMärz 1992\n\nEmission télévisée d’actualités dont une séquence a trait aux agents de\npublicité et aux méthodes d’une campagne électorale.\nArt. 4 al. 2 Concession SSR de 1987.\nLes surimpressions particulières du portrait d’un candidat aux\nélections ne lui procurèrent, eu égard à l’impression générale laissée\npar l’émission, aucun avantage publicitaire essentiel et contraire au\ndroit de la concession.\n\nAktuelle Fernsehsendung mit Beitrag über Wahlwerber und\nWahlkampfmethoden.\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG von 1987.\nDie besonderen Einblendungen des Konterfeis eines Wahlkandidaten\nvermittelten ihm unter Berücksichtigung des Gesamteindrucks der\nSendung keinen wesentlichen, konzessionsrechtlich unzulässigen\nPublizitätsvorteil.\n\nEmissione televisiva d’attualità con ripresa su propagandisti elettorali\ne metodi di una campagna elettorale.\nArt. 4 cpv. 2 Concessione SSR del 1987.\nLe speciali sovraimpressioni del ritratto di un candidato alle\nelezioni non gli hanno fornito, tenuto conto dell’impressione\nglobale dell’emissione, nessun vantaggio pubblicitario essenziale,\ninammissibile quanto al diritto della concessione.\n\n1\nI\n\nA. Die Sendung «10 vor 10» vom Fernsehen der deutschen und\nrätoromanischen Schweiz (DRS), ausgestrahlt am 18. Oktober 1991,\nbrachte einen Bericht über Wahlkampfmethoden, die Wahlwerbung\nund die dahinterstehenden Public Relations (PR)-Spezialisten. Während\nder Anmoderation erschien an der oberen linken Bildecke ein Makro\nmit verschiedenen Kandidaten, wobei lediglich das Bild mit dem\naufgedruckten Namen von Werner Vetterli, damals Zürcher Ständerats- und\nNationalratskandidat, für den Zuschauer erkennbar war. In den Sequenzen\nmit den Werbemanagern der Freisinnig-Demokratischen Partei (FdP) und der\nSchweizerischen Volkspartei (SVP) war Werbematerial sichtbar. Insbesondere\nin der Sequenz mit dem Wahlwerber der SVP war im Hintergrund grossflächig\nund im Doppel Werner Vetterli auf einem Plakat mit der Stadt Zürich und dem\nSee markant sichtbar.\nIm Beitrag ging es nicht um Kandidaten, sondern ausschliesslich um\nWahlkampfmethoden. Durch die Kameraführung ins Bild gerückt wurden\ndie sprechenden Personen (Moderatorin, Interviewpartner). Die Wahlplakate\nbildeten den Hintergrund; deren Motive waren für den Rezipienten teilweise\nklar erkennbar.\nEine bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI)\nerhobene Beschwerde beanstandete, der Beitrag sei «<Schleichwerbung>\nperfidester Art» für Werner Vetterli, «Angestellter der Schweizerischen Radiound Fernsehgesellschaft (SRG)», gewesen…\n\nII\n\n1. und 2. (Formelles)\n3.1. (Politische Werbung, vgl. VPB 57.49)\n3.2. (Indirekte Werbung, vgl. VPB 55.35)\n3.3. In casu ist offensichtlich weder politische Propaganda im Rahmen eines\nWerbespots noch unbezahlte indirekte Werbung für ein Produkt im Rahmen\neiner Informationssendung konzessionsrechtlich zu beurteilen. Allerdings\nsind die vorstehend dargelegten, für andere konzessionsrechtliche Aspekte\nentwickelten Grundsätze auch für die Beurteilung der gerügten Sendung unter\ndem Gesichtspunkt von Art. 4 Abs. 2 der Konzession für die Schweizerische\nRadio- und Fernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987\nIII 813 f.) von Bedeutung (vgl. Ziff. 5 hiernach).\n4. (Art. 4 Abs. 2 Konzession SRG, vgl. VPB 54.15, VPB 51.53, S. 330; VPB 50.18,\nS. 12; VPB 49.32, S. 182; erhöhte Verpflichtung zur Beachtung der Vielfalt der\nAnsichten im Vorfeld von Wahlen oder Abstimmungen, vgl. VPB 55.38).\n5. Im vorliegenden Fall kann allein aus dem Umstand, dass in einer\nInformationssendung Kandidaten eines politischen Wahlkampfs gezeigt\nwerden, nicht geschlossen werden, es handle sich um eine Wahlsendung oder\n\n"}