{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1991-07-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-57-47--_1991-07-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001808.pdf?ID=150001808", "Checksum": "3a0db491bbbf344b2a54a70513ed0894"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 57.47 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.07.1991 JAAC 57.47 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 07.07.1991 JAAC 57.47 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 07.07.1991 JAAC 57.47 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:27", "Checksum": "9245f79674e573af68ecf631acbe3e43", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.07.1991 JAAC 57.47 \r\n\n JAAC 57.47\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 7.\nJuli 1991\n\nArt. 4 al. 1 et 2 Concession SSR de 1987. Limites dans lesquelles les\nreprésentants des Eglises nationales peuvent exprimer des pensées\nd’inspiration chrétienne dans une émission télévisée consacrée à ce\nsujet.\n- Le diffuseur n’est pas tenu de veiller à ce que le message diffusé\nsoit spécifiquement chrétien; il ne peut pas non plus être tenu pour\nresponsable si l’orateur n’exprime pas des idées directement religieuses.\n- Une émission dans laquelle, sur un ton et avec une diction admissibles,\nun curé a avancé des affirmations fidèles aux faits et non destructrices\npour critiquer le fait qu’un exercice militaire vise à repousser des\ndemandeurs d’asile à la frontière n’a pas violé la concession.\n\nArt. 4 Abs. 1 und 2 Konzession SRG von 1987. Grenzen, in denen\nVertreter der Landeskirchen Gedanken aus christlicher Sicht in einer\ndafür reservierten Fernsehsendung äussern dürfen.\n- Der Veranstalter ist nicht verpflichtet, darauf zu achten, dass\nspezifisch christliches Gedankengut vertreten wird; es ist ihm auch\nnicht anzulasten, wenn der Sprecher keine direkt-religiösen Inhalte\nbringt.\n- Ein Beitrag, in welchem ein katholischer Seelsorger mit sachgerechten\nund bezüglich Inhalt, Ton und Diktion zulässigen Äusserungen\nkritisierte, dass eine militärische Übung die Abwendung von\nAsylbewerbern an der Grenze zum Gegenstand hatte, verletzte die\nKonzession nicht.\n\n1\nArt. 4 cpv. 1 e 2 Concessione SSR del 1987. Limiti entro cui\nrappresentanti delle Chiese nazionali possono esprimere pensieri\nnell’ottica cristiana in una emissione televisiva all’uopo riservata.\n- L’emittente non è obbligata a badare che sia diffuso un messaggio\nspecificamente cristiano; non la si può nemmeno rimproverare se\nl’oratore non esprime argomenti direttamente religiosi.\n- Un’emissione nella quale un padre spirituale cattolico, con\naffermazioni fedeli ai fatti e con argomento, tono e dizione ammissibili,\ncritica che un esercizio militare abbia per oggetto l’allontanamento di\nrichiedenti l’asilo al confine, non viola la concessione.\n\nI\n\nA. Das «Wort zum Sonntag» des Fernsehens der deutschen und\nrätoromanischen Schweiz (DRS) vom 23. März 1991 hielt der katholische\nEheseelsorger Josef Venetz. Thema seiner Ausführungen war die militärische\nÜbung LIMES, bei welcher 80 Angehörige der Schweizer Armee an der Grenze\nstanden, um die Grenzwächter an der grünen Grenze zu unterstützen.\n«LIMES» sei der Grenzwall der Römer gegen die Barbaren aus dem\nOsten gewesen, sagte Pfarrer Venetz. Er erinnerte sich an seine eigene\nMilitärdienstzeit, bei welcher im Rahmen von Gefechtsübungen eine\nKompanie den Feind zu spielen hatte. Er erachtete solche «Militärspielchen»\npsychologisch als fragwürdig. Wohl habe sich das Kind im Manne dabei richtig\naustoben können.\nNun seien aber Soldaten an der Grenze gestanden, zwar für dieses Mal\nnoch ohne Munition im Sturmgewehr. Aber auf der andern Seite sei\nkein fiktiver militärischer Feind, sondern seien asylsuchende Flüchtlinge\ngestanden. Diese seien zum neuen Feindbild geworden und damit auch\nzur Existenzberechtigung der Armee. Doch die Asylsuchenden würden\nnicht spielen, sie würden mit dem Leben ringen. Legal, aber im Grunde\nverlogen und zynisch sei die Begründung der Schweiz, dass nur die Flüchtlinge\nzurückgewiesen würden, die ohne Einreisepapiere in die Schweiz kämen - die\nSchweiz könne doch nicht alle aufnehmen. Venetz brachte zum Ausdruck, die\nEinbeziehung von Flüchtlingen in eine Armeeübung sei entwürdigend. Das\nFlüchtlingsproblem könne nicht erst an der Grenze gelöst werden. Vielmehr\nmüssten humanitäre Anstrengungen in den Herkunftsländern unternommen\nwerden. Venetz fragte sich, ob wir Schweizer genug dazu beitragen würden,\ndass es den Menschen bei ihnen zuhause besser gehe. Die militärische\nGrenzabsperrung passe nicht zur humanitären Tradition der Schweiz. Wer die\nGrenze schliesse, schliesse sich selber ab und verschliesse sich vor dem Leben.\nWer sich nicht öffnen könne, sei unfähig zu lieben. Die Öffnung sei mit dem\n\n"}