{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1991-03-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-56-31--_1991-03-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001553.pdf?ID=150001553", "Checksum": "6d5e55bf0f18124eee12fef1cc595206"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 56.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 18.03.1991 JAAC 56.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 18.03.1991 JAAC 56.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 18.03.1991 JAAC 56.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:20", "Checksum": "4ee3418c802cbfe965aa251805ad5adf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 18.03.1991 JAAC 56.31 \r\n\n JAAC 56.31\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 18.\nMärz 1991\n\nArt. 4 al. 2 Concession SSR. Information fidèle et diversité des opinions.\nThème de la drogue dans une votation communale.\n- Il est licite de limiter d’emblée le sujet d’une émission qui traite de\nmanière documentaire un programme actuel de distribution de drogue\nsous contrôle médical à Liverpool et l’éventuelle possibilité d’une\npolitique semblable en Suisse, sans présenter toutes les approches\nthérapeutiques et politiques du problème de la drogue.\n- Le droit de la concession n’interdit pas au diffuseur d’émettre une telle\némission au moment où le sujet retient particulièrement l’attention du\npublic en raison notamment d’une votation communale sur des projets\nconcernant d’autres questions de la politique en matière de drogue.\n\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG. Sachgerechtigkeit und Darstellung\nder Vielfalt der Ansichten. Drogenthematik in einer kommunalen\nAbstimmung.\n- Es ist zulässig, das Thema einer Sendung von vornherein auf die\ndokumentarische Auseinandersetzung mit einem aktuellen ärztlich\nkontrollierten Drogenabgabeprogramm in Liverpool und die Frage\nnach den Möglichkeiten einer vergleichbaren Politik in der Schweiz zu\nbeschränken, ohne alle therapeutischen und politischen Lösungsansätze\nder Drogenproblematik darzustellen.\n- Dem Veranstalter ist es konzessionsrechtlich nicht verwehrt, eine\nsolche Sendung dann auszustrahlen, wenn das Thema beim Publikum\neine erhöhte Aufmerksamkeit geniesst, namentlich weil kommunale\nVorlagen betreffend andere Fragen der Drogenpolitik zur Abstimmung\ngelangen.\n\n1\nArt. 4 cpv. 2 Concessione SSR. Presentazione corretta e pluralità delle\nopinioni. Tematica della droga in una votazione comunale.\n- E’ lecito limitare a priori il tema di una trasmissione all’esposizione\ndocumentari con un programma attuale di distribuzione di droga sotto\ncontrollo medico a Liverpool e l’eventuale possibilità di una politica\nanaloga in Svizzera, senza presentare tutti gli accostamenti terapeutici\ne politici della problematica della droga.\n- Dal punto di vista del diritto della concessione, all’emittente non è\npertanto vietato diffondere una simile trasmissione quando il tema\ngode di alta attenzione da parte del pubblico, segnatamente poiché sono\npresentati in votazione progetti comunali concernenti altre questioni\ndella politica in materia di droga.\n\nAn drei aufeinanderfolgenden Tagen (27., 28. und 29. November 1990) wurden\nim Rahmen der Sendung «10 vor 10» vom Fernsehen der deutschen und der\nrätoromanischen Schweiz (DRS) Beiträge ausgestrahlt, die über die ärztlich\nkontrollierte Heroinabgabe an Drogensüchtige in Liverpool informierten; in\neinem Gespräch mit dem stadtbernischen Polizeidirektor wurde ergänzend\ndie Möglichkeiten und Voraussetzungen eines ähnlichen Programmes in der\nSchweiz diskutiert.\nIn einer gegen diese Beiträge eingereichten Popularbeschwerde wurde\nallgemein geltend gemacht, diese seien, obschon die Thematik an sich\nkontrovers sei, unausgewogen gewesen. Die Unabhängige Beschwerdeinstanz\nfür Radio und Fernsehen (UBI) verneinte eine Verletzung von Art. 4 Abs. 2\nder Konzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom\n5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.).\nAus den Erwägungen:\n3.1. Der Beschwerdeführer bemängelt, durch die Art der Präsentation sei\nder Eindruck erweckt worden, durch den Liverpooler Versuch seien neue\nErkenntnisse gewonnen worden. Demgegenüber werde verschwiegen, dass\ndie meisten vergleichbaren Versuche nicht zu befriedigenden Ergebnissen\ngeführt hätten; namentlich komme auch der Bericht der Subkommission\nDrogenfragen der Eidgenössischen Betäubungsmittelkommission zum Schluss,\nes lägen keine neuen Argumente für die Abgabe von Heroin an Süchtige vor.\nBezüglich dieser Beanstandung ist zunächst zu prüfen, was Gegenstand\nbeziehungsweise Thematik der inkriminierten Sendungen war und ob für\nden Rezipienten diesbezüglich hinreichende Transparenz bestand.\nBereits im ersten Beitrag wurde in der einführenden Moderation für den\nZuschauer unmissverständlich und explizit darauf hingewiesen, dass es im\nnachfolgenden Bericht um die ärztlich kontrollierte Abgabe von Drogen in\nLiverpool geht. Durch diese konkretisierende Eingrenzung der Thematik\nkonnte der Rezipient auch nicht in seinen Erwartungen im Blick auf den\nFilmbeitrag getäuscht werden; daran vermag auch die vom Beschwerdeführer\n\n"}