Die Darlegung der Umstände der versuchten Anwerbung für eine inländische Spitzeltätigkeit war durchaus glaubwürdig; trotz verschiedener Anstrengungen war es der «Rundschau»-Redaktion nicht möglich, einen Vertreter der UNA zum aufgedeckten Vorfall zu befragen. Es bestand für die SRG zum Zeitpunkt der Aufnahmen kein Anlass, an der Glaubwürdigkeit Kohlschütters zu zweifeln. Selbst wenn die Aussagen überraschend und im Moment nicht überprüfbar waren, konnte die SRG von einem berechtigten Interesse der Öffentlichkeit ausgehen, von den aufsehenerregenden Äusserungen Kohlschütters unmittelbar ins Bild gesetzt zu werden.