{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-12-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-56-28--_1990-12-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001541.pdf?ID=150001541", "Checksum": "23c1342e1be7513a94958390898b1b39"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 56.28 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.12.1990 JAAC 56.28 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 07.12.1990 JAAC 56.28 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 07.12.1990 JAAC 56.28 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:31", "Checksum": "d0e97251cfde70b09880af877b07ac73", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.12.1990 JAAC 56.28 \r\n\n 3\nDie verschiedenen Anfragen der Rundschau für eine Stellungnahme aus\ndem EMD habe Bundesrat Villiger allesamt negativ beantwortet, führte\nder Moderator aus. Villiger habe allerdings den Ex-UNA-Chef Divisionär\nPetitpierre als Studiogast in die «Rundschau»-Sendung entsandt.\nZu den Aussagen Kohlschütters meinte Petitpierre, der Auftrag des\nUNA-Obersten an Kohlschütter habe den Aufgabenbereich der UNA\nüberschritten. Kohlschütter müsse man «fast» dankbar sein, dass er durch\nseine Darlegungen etwas Licht in diese undurchsichtigen Bereiche gebracht\nhabe.\nGegen diese Sendung erhob am 23. März 1990 H. zusammen mit 35\nMitunterzeichnern eine detailliert begründete Beschwerde bei der\nUnabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (hiernach: UBI).\nDie Rügen grundsätzlicher Natur sind aus den nachfolgenden Erwägungen\nersichtlich.\nAm 23. November 1990 wurde der «Bericht der Parlamentarischen\nUntersuchungskommission zur besonderen Klärung von Vorkommnissen\nvon grosser Tragweite im EMD» veröffentlicht (BBl 1990 III 1293). Unter II. 2.5\nging die PUK-EMD auch auf den «Fall Murten» ein, der in der beanstandeten\nSendung durch die Äusserungen des Journalisten Kohlschütter erstmals an die\nÖffentlichkeit gelangte. Die UBI hat von diesem Bericht Kenntnis genommen.\nAm 7. Dezember 1990 wies die UBI die Beschwerde ab.\nAus den Erwägungen:\n2. Art. 4 Abs. 2 der Konzession für die Schweizerische Radio- und\nFernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III\n813 f.) fordert unter anderem, Ereignisse seien sachgerecht darzustellen und\nAnsichten in ihrer Vielfalt angemessen zum Ausdruck zu bringen.\n2.1. und 2.2. (Verpflichtung zur Darstellung der Vielfalt und Gebot der\nSachgerechtigkeit, vgl. VPB 56.27 E. 2. a. und b.)\n2.3. Der Veranstalter trägt grundsätzlich die konzessionsrechtliche\nVerantwortung für Aussagen von Drittpersonen im Rahmen seiner Sendungen\n(vgl. BGE 116 Ib 37 ff., E. 6). Die Meinungsäusserungen eingeladener\nDrittpersonen können dem Veranstalter konzessionsrechtlich in der Regel\nindessen dann nicht zugerechnet werden, wenn die Ansicht als solche\nerkennbar ist (Art. 4 Abs. 2 Konzession SRG). Die UBI hat aber in ihrer Praxis\nfestgehalten, dass bei einer auf eindeutig unsachgemässen Grundlagen\nberuhenden Meinungsäusserung das Gebot der Sachgerechtigkeit gemäss\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG den Veranstalter gegebenenfalls verpflichtet,\nklarstellend oder korrigierend einzugreifen (VPB 52.30, S. 183 f.; nicht\npublizierter Entscheid der UBI vom 6. Juli 1990, «Rendez-vous am Mittag:\nBundesrat Stich», E. 4.2.3). Nicht nur inhaltlich krass stossende Äusserungen,\nsondern auch die Art und Weise, wie eine Meinung vorgebracht wird,\nmuss unter bestimmten Umständen für einen Veranstalter Anlass zu einer\nausgleichenden Intervention sein (vgl. BGE 116 Ib 48 f., E. 8).\n3. …\n4. Der Beschwerdeführer beanstandet, die politische Vergangenheit von Urs\nRauber - er wurde als Zeuge der Aussage zitiert, dass die «Verdächtigtenkartei»\ndes EMD entgegen der Behauptung des Departementes auch noch nach 1977\n\n"}