{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1991-02-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-56-26--_1991-02-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001535.pdf?ID=150001535", "Checksum": "a8fd3346771323ef1c7f1c1b123991d3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 56.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:39", "Checksum": "54454f654c18d7d3486b8ec0d4396ed9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.02.1991 JAAC 56.26 \r\n\n 4\nÜberdies ist nicht zu verkennen, dass der Veranstaltung in Chur noch\neine andere medienrelevante Bedeutung zukam: Die Anwesenheit von\nHerrn Ducke, als Leiter und Vertreter der «Runden Tische», und dessen\nReferat über Demokratie waren zu dieser Zeit - wenige Wochen nach der\nWiedervereinigung Deutschlands - von aktuellem Interesse und rechtfertigten\neine Berichterstattung über diese Semester-Eröffnungsfeier. Dementsprechend\nwurde er auch in der Sendung länger als die anderen Redner zitiert.\nd. Die Vermutung, die Berichterstattung vom Fernsehen DRS sei einzig\ndeshalb erfolgt, weil es über den bevorstehenden Eklat informiert gewesen sei,\nbeinhaltet den Vorwurf einer abgesprochenen Kampagne gegen Bischof Haas.\nEs ist Sache des Veranstalters - im Rahmen seiner professionellen\nSachaufsichtskompetenz - zu beurteilen, ob eine Sendung, die im Einklang mit\nanderen Publikationen gestaltet und ausgestrahlt worden ist, unangemessen\nden Eindruck erwecken kann, es handle sich um eine abgesprochene\nPressekampagne, und es obliegt ihm daher, gegebenenfalls die sich aus\nprofessioneller Sicht aufdrängenden Entscheide zu treffen. Es ist nicht Sache\nder UBI, über solche Vermutungen zu entscheiden. Aufgabe der UBI ist - im\nRahmen ihrer Rechtsaufsichtskompetenz -, die ausgestrahlten Sendungen\nunter konzessionsrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. In diesem Sinn\nist konzessionsrechtlich auch nicht zu beanstanden, dass die SRG über gewisse\nThemen berichtet, die bereits die Aufmerksamkeit anderer Medien geniessen,\nsogar Gegenstand eventueller Pressekampagnen sein können. Würde man\nder SRG diese Möglichkeit nicht einräumen, wäre sie nicht in der Lage, über\naktuelle Vorfälle zu berichten, sondern sie sähe sich gezwungen, über Themen\nerst dann zu informieren, wenn diese nicht mehr aktuell sind.\nIm vorliegenden Fall ist ausserdem zu bemerken, dass die SRG glaubhaft\ndargetan hat, der Journalist habe über den geplanten Eklat erst vor Ort und\nkurz vor Anfang der Zeremonie Kenntnis erhalten.\ne. Damit kommt die UBI zum Schluss, dass die beanstandeten Ausstrahlungen\nmit den Grundsätzen der Wahrhaftigkeit und der Sorgfaltspflicht konform\nwaren. Aufgrund der in den Sendungen vermittelten Fakten konnten sich die\nZuschauer ein möglichst zuverlässiges Bild über die genannten Vorkommnisse\nan der Theologischen Hochschule Chur machen. Die beanstandeten\nSendungen haben die Konzession SRG nicht verletzt.\n\n5\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 56.26 - Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen\nvom 1. Februar 1991\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1992\nAnnée\nAnno\n\nBand 56\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 001 535\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}