{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1991-02-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-56-26--_1991-02-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001535.pdf?ID=150001535", "Checksum": "a8fd3346771323ef1c7f1c1b123991d3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 56.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 01.02.1991 JAAC 56.26 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:39", "Checksum": "54454f654c18d7d3486b8ec0d4396ed9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 01.02.1991 JAAC 56.26 \r\n\n JAAC 56.26\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 1. Februar 1991\n\nArt. 4 al. 1 et 2 Concession SSR. Autonomie des programmes. Choix d’un\nsujet.\n- Licéité d’un compte rendu de l’opinion publique relative à une\npersonnalité de la vie publique telle que Mgr Haas.\n- Distinction entre le pouvoir de surveillance professionnelle exercé par\nle diffuseur en matière de rédaction et le pouvoir de surveillance de\nI’AIEP, qui porte sur le respect du droit.\n- Le droit de la concession ne met pas d’obstacle à ce que la SSR rende\ncompte d’événements d’actualité qui retiennent déjà l’attention des\nautres médias, voire font l’objet de campagnes de presse.\n\nArt. 4 Abs. 1 und 2 Konzession SRG. Programmautonomie. Themenwahl.\n- Zulässigkeit der Berichterstattung über die öffentliche Meinung\nbetreffend Personen des öffentlichen Lebens wie Bischof Haas.\n- Unterscheidung zwischen professioneller Sachaufsichtskompetenz des\nVeranstalters und Rechtsaufsichtskompetenz der UBI.\n- Konzessionsrechtlich ist es der SRG nicht verwehrt, über aktuelle\nVorfälle zu berichten, die bereits die Aufmerksamkeit anderer Medien\ngeniessen, sogar Gegenstand von Pressekampagnen sind.\n\n1\nArt. 4 cpv. 1 e 2 Concessione SSR. Autonomia di programma. Scelta dei\ntemi.\n- Liceità della cronaca dell’opinione pubblica in merito a personalità\ndella vita pubblica quali il Vescovo Haas.\n- Distinzione tra competenza di vigilanza professionale dell’emittente e\ncompetenza di vigilanza giuridica dell’AIER.\n- Dal punto di vista del diritto della concessione, alla SSR non è vietato\nfare un rapporto relativo ad avvenimenti d’attualità su cui è già\npuntata l’attenzione di altri media e che sono perfino oggetto di\ncampagne di stampa.\n\nI\n\nA. Im Rahmen der Sendung «10 vor 10» vom 25. Oktober 1990 berichtete das\nFernsehen der deutschen und der rätoromanischen Schweiz (DRS) über die\nSemester-Eröffnungsfeier der Theologischen Hochschule Chur. Nach einer\nkurzen Einleitung des Journalisten, die auf die Protestbewegung verschiedener\nkatholischer Kreise gegen die Ernennung von Bischof Haas und dessen\nerste Personalentscheide hinwies, wurden im chronologischen Zeitablauf\nAuszüge der in der Veranstaltung gehaltenen Reden ausgestrahlt: so kamen\nzu Wort Albert Gasser, damals Rektor der Theologischen Hochschule Chur,\nKarl Heinz Ducke, Leiter der «Runden Tische» in der ehemaligen Deutschen\nDemokratischen Republik (DDR), ein gegenüber Bischof Haas kritischer\nStudent der Hochschule und zuletzt Bischof Wolfgang Haas selbst. Während\ndessen Rede sah man, wie verschiedene Studenten die Feier verliessen; leere\nStühle blieben, wie gesagt wurde, als Zeichen eines stummen Protestes zurück.\nDer Bericht endete mit einem kurzen Gespräch zwischen Bischof Haas und\ndem Reporter, worin der Bischof ein sofortiges Interview ablehnte; er brachte\nnoch gegenüber dem Journalisten seine Vermutung zum Ausdruck, das\nFernsehen wäre nicht da gewesen, wenn es nicht gewusst hätte, dass es zu\neinem Eklat kommen würde.\nIn der Sendung «Schweiz-aktuell» wurde am gleichen Tag folgende Nachricht\ngelesen:\n«A de Theologische Hochschuel z’Chur hät s’Winter-Semester nöd so fiirlech\naafange: De Bischof Haas als Schirmherr vo dere Hochschuel isch nöd emol\nbegrüesst worde. Er hät nämli vor es paar Tag gseit, de vorgsehni Rektor Albert\nGasser überchömi kei Bewilligung für das Amt. Us Protest händ d’Studänte dänn\nde Saal verlah und sind i d’Huus-Kapälle goge bätte, wo de Bischof Haas sini Red\nghalte hät.»\nB. Am 19. November 1990 erhob X zusammen mit zwanzig weiteren\nMitunterzeichnern (hiernach: die Beschwerdeführer) Beschwerde bei\nder Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Sie\nbeanstanden, die obgenannten Sendungen hätten Art. 4 Abs. 1 und 2 der\nKonzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom\n5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.) verletzt.\n\n2\nGerügt wird, die Sendung «10 vor 10» hätte nur von der\nSemester-Eröffnungssitzung der Theologischen Hochschule Chur berichtet,\nweil die Journalisten offensichtlich vorinformiert wurden, dass ein Eklat\ngegen Bischof Haas geplant sei. Durch heuchlerische Teilnahme und unter\nWeglassung der wahren Hintergründe hätte die beanstandete Ausstrahlung\neinseitig Partei ergriffen sowie Stimmung und Emotionen angeheizt.\nDie Sendung «DRS-aktuell» hätte eine halbwahre - und somit eine falsche -\nMeldung der Bündner Zeitung ungeprüft verbreitet.\nZudem nehmen die Beschwerdeführer auf die «Toleranz-Sendung» vom\n25. Oktober 1990 Bezug, worin der Redaktor die Person von Bischof Haas\nins Lächerliche gezogen hätte.\n…\n\nII\n\n"}