{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1991-06-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-56-25--_1991-06-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001532.pdf?ID=150001532", "Checksum": "3d5b248b1c91002d522f05dcb53c04a3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 56.25 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.06.1991 JAAC 56.25 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 07.06.1991 JAAC 56.25 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 07.06.1991 JAAC 56.25 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:26", "Checksum": "975e72dad9eaf015eb54da8a60230b6d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 07.06.1991 JAAC 56.25 \r\n\n JAAC 56.25\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 7.\nJuni 1991\n\nTélévision. Surveillance de la publicité.\nArt. 17 AF AIEP. Art. 4 et 15 Concession SSR. Art. 3 al. 3 des Instructions\ndu Conseil fédéral sur la publicité à la télévision (FF 1984 1369).\n- L’interdiction faite aux collaborateurs de la télévision de se produire\ndans des émissions publicitaires vise à garantir la transparence d’une\némission; en conséquence la surveillance du respect de cette disposition\nincombe à l’AIEP.\n- Aucune violation du droit dans un spot publicitaire pour un emprunt\nde la SSR.\n\nFernsehen. Aufsicht über die Werbung.\nArt. 17 BB UBI. Art. 4 und 15 Konzession SRG. Art. 3 Abs. 3 der\nWeisungen des Bundesrates über die Fernsehwerbung (BBl 1984 1364).\n- Das Verbot der Mitwirkung eines Fernseh-Mitarbeiters in\nWerbesendungen bezweckt die Gewährleistung der Transparenz einer\nSendung; dementsprechend unterliegt die Beachtung dieser Bestimmung\nder Programmaufsicht der UBI.\n- Keine Rechtsverletzung durch ein Werbespot für eine Anleihe der SRG.\n\n1\nTelevisione. Vigilanza sulla pubblicità.\nArt. 17 DF AIER. Art. 4 e 15 Concessione SSR. Art. 3 cpv. 3 delle Istruzioni\ndel Consiglio federale sulla pubblicità televisiva (FF 1984 1455).\n- Il divieto per un collaboratore della televisione di partecipare\na trasmissioni pubblicitarie mira a garantire la trasparenza di\nun’emissione; conseguentemente la vigilanza del rispetto di questa\ndisposizione incombe all’AIER.\n- Nessuna violazione del diritto in uno spot pubblicitario per un prestito\ndella SSR.\n\nErstmals am 29. November 1990 wurde ein Werbespot für eine Anleihe\nder Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft (SRG) im Rahmen der\nWerbeblöcke des Fernsehens der deutschen und der rätoromanischen\nSchweiz (DRS) ausgestrahlt. Mit dem Logo der SRG gekennzeichnet warb\neine unbekannte Stimme für die Unterzeichnung der Anleihe. Stumme\nBilder von einigen populären SRG-Produktionen (Informationssendungen,\nSportveranstaltungsübertragungen und so weiter) dienten dabei der\nUntermalung.\nEine bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI)\nerhobene Beschwerde beanstandet, die obgenannte Ausstrahlung hätte Art. 4\nund 15 der Konzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft\nvom 5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.) sowie die Weisungen\ndes Bundesrates über die Fernsehwerbung vom 15. Februar 1984 (BBl 1984 I\n364 ff.; hiernach Weisungen) verletzt.\nNach Auffassung des Beschwerdeführers ist die genannte Reklame ausserhalb\nder Werbeblöcke platziert worden. Demzufolge habe diese Sequenz, deren\nWerbecharakter offensichtlich gewesen sei, den Grundsatz der klaren\nTrennung von Programm und Werbung (Art. 4 und 15 Konzession SRG in\nVerbindung mit Art. 3 Weisungen) missachtet. Der gerügte Spot, der weder\neine Wirtschaftswerbung - als öffentlich-rechtliche Körperschaft könne die\nSRG weder Subjekt noch Objekt von Wirtschaftswerbung sein - noch Werbung\nfür gemeinnützige Aktionen darstelle, müsse daher als Werbung in eigener\nSache qualifiziert werden. Da dieser Spot auch keine Eigenwerbung im\nSinne der Rechtsprechung der UBI sei - zulässige Eigenwerbung zielt auf\neine verstärkte Hörerbindung und Identifikation mit dem Programm ab -, sei\ner gemäss der zitierten Rechtsprechung sowie Art. 8 Weisungen unzulässig.\nDer Beschwerdeführer rügt weiter, der Beitrag sei geeignet gewesen, das\nPublikum in seiner freien Meinungsbildung einseitig zu beeinflussen, da ein\nFernsehmitarbeiter mit seiner dem Publikum vertrauten Stimme im Spot\nmitwirkte.\nSchliesslich macht der Beschwerdeführer noch geltend, es fehle für die\nSRG-Anleihe an einer rechtlichen Grundlage (vgl. Art. 14-16 Konzession SRG:\nFinanzierung der SRG), und die SRG, die den Spot selbst produziert hätte, habe\ndie Bestimmung betreffend die Aufgabenteilung zwischen der SRG und der\nAktiengesellschaft für das Werbefernsehen verletzt (Art. 2 Weisungen).\n\n"}